Amerikanisch-Samoa
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Hauptstadt
Pago Pago
Bevölkerung
49.710 (2020)
Sprachen
Englisch · Samoanisch
Fläche
199 km²
Stromnetz
120 V
Steckertypen
Stecker-Typ A · Stecker-Typ B · Schuko · Stecker-Typ I
Fahrseite
rechts
Einheimischer Name
American Samoa
Region
Ozeanien
Polynesien
Zeitzone
Samoa-Normalzeit
UTC-11:00
Auf dieser Seite
Amerikanisch-Samoa (nicht zu verwechseln mit dem benachbarten unabhängigen Staat Samoa) ist ein US-Außengebiet im Südpazifik, bestehend aus fünf Vulkaninseln und zwei Korallenatollen, etwa 4.200 km südwestlich von Hawaii. Die Besonderheit: Amerikanisch-Samoa ist das einzige bewohnte US-Gebiet, dessen Einwohner US-Staatsangehörige, aber nicht automatisch US-Staatsbürger sind — ein rechtlicher Sonderstatus, der es den Inseln ermöglicht, polynesische Kultur und traditionelle Landeigentumssysteme (fa'a Samoa, „der samoanische Weg") zu bewahren. Über 90 % des Landes befinden sich in traditionellem samoanischem Gemeinschaftsbesitz. Die Hauptinsel Tutuila beherbergt die Hauptstadt Pago Pago (ausgesprochen „Pango Pango") mit einem der schönsten natürlichen Tiefwasserhäfen des Südpazifiks — eine dramatische, fjordähnliche Bucht umgeben von regenwaldbewachsenen Gipfeln. Für Reisende, die authentische polynesische Kultur, dramatische Vulkanlandschaften, exzellentes Tauchen und echte Abgeschiedenheit suchen, bietet Amerikanisch-Samoa Erlebnisse, die kommerziellere Inseln nicht liefern können.
Einreisebestimmungen für Amerikanisch-Samoa
Amerikanisch-Samoa betreibt ein eigenes Einreisesystem, das sich vom US-Festland und anderen US-Territorien unterscheidet. US-Staatsbürger und US-Staatsangehörige (einschließlich Amerikanisch-Samoaner) können uneingeschränkt mit gültigem US-Reisepass, staatlichem Ausweis mit Geburtsurkunde oder Passport Card einreisen. Für alle anderen Staatsangehörigkeiten ist eine Einreisegenehmigung (Entry Permit) vorab erforderlich. Wichtig: Amerikanisch-Samoa nimmt NICHT am US Visa Waiver Program teil. Selbst Bürger von Ländern, die das US-Festland visumfrei besuchen können (z. B. Deutschland, Österreich, Schweiz, UK, Japan, Australien), müssen vorab eine Einreisegenehmigung beantragen. Die Beantragung erfolgt beim Department of Legal Affairs, Immigration Division, mindestens 30 Tage vor der geplanten Reise. Der Antrag erfordert Passkopien, Nachweis der Weiterreise, Unterkunftsangaben, Reisezweck und ggf. Einladungsschreiben. Genehmigte Permits gelten üblicherweise für 30-tägige Touristenaufenthalte. Die meisten Besucher erreichen Amerikanisch-Samoa über den Flughafen Pago Pago (PPG) mit Flügen von Honolulu (Hawaiian Airlines) oder Apia, Samoa (Samoa Airways, Talofa Airways).
Gängige Visumtypen
US-Bürger und -Staatsangehörige (ohne Genehmigung)
Für US-Staatsbürger und US-Staatsangehörige (einschließlich Amerikanisch-Samoaner) — unbegrenzter Aufenthalt ohne Voranmeldung.
Einreisegenehmigung (Tourismus)
Für alle ausländischen Staatsangehörigen (Nicht-US-Bürger/-Staatsangehörige) zu touristischen Zwecken.
Arbeitserlaubnis
Für ausländische Arbeitskräfte in Thunfischkonservenfabriken, Behörden, Gesundheitswesen, Bildung oder Spezialberufen.
Langzeitaufenthalt / Aufenthaltsgenehmigung
Für Langzeitaufenthalt durch Heirat mit einem Amerikanisch-Samoaner/US-Bürger, Geschäftsinvestition oder spezialisierte Beschäftigung.
Wichtige Reiseinformationen
•Der Flughafen Pago Pago International...
•Amerikanisch-Samoa verwendet den US-Dollar (USD)...
•Der Sonntag ist HEILIG in...
•Die Unterkünfte sind begrenzt: einige...
•Der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa erstreckt...
•Mietwagen sind im Raum Pago...
•Das tropisch-feuchte Klima herrscht ganzjährig....
•Sprachen: Englisch (offiziell) und Samoanisch...
•Die medizinische Versorgung erfolgt im...
•Kulturelle Verhaltensregeln sind entscheidend. Schuhe...
•Tauchen und Schnorcheln sind hervorragend...
•Zeit und Kommunikation: Samoa Standard...
Amerikanisch-Samoa ist das einzige US-Gebiet im Südpazifik, das polynesische Identität und traditionelle Lebensweisen (fa'a Samoa — der samoanische Weg) mit amerikanischer Infrastruktur verbindet — und das ist sein größter Reiz. Während Hawaii und Guam sich zu touristischen Großdestinationen entwickelt haben, blieben die fünf Vulkaninseln und zwei Atolle Amerikanisch-Samoas von Massentourismus weitgehend verschont. Stattdessen empfangen die Inseln Reisende mit dem schönsten natürlichen Tiefwasserhafen des Südpazifiks (Pago Pago Bay, fjordähnlich von regenwaldbewachsenen Gipfeln umgeben), mit einem Nationalpark, der sich über drei Inseln erstreckt — Tutuila, Ta'u und Ofu — und Korallenriffe schützt, die zu den gesündesten des Pazifiks zählen. Die Bevölkerung lebt überwiegend in traditionellen Fale-Gemeinschaften, in denen über 90 % des Landes im Gemeinschaftsbesitz der Matai-Clans verbleibt. Sonntage sind heilig und gesetzlich geschützt: An diesem Tag ruhen Geschäfte, Strände und Aktivitäten, während die Dörfer in stiller Sabbathruhe versinken — ein Rhythmus, der die tiefe kulturelle Eigenständigkeit dieser Inseln unterstreicht.
Entdecken Sie Amerikanisch-Samoa
Pago Pago Bay und der dramatischste Naturhafen des Südpazifiks
Pago Pago Bay ist der tiefste Naturhafen des Südpazifiks und einer der fotogensten — eine fjordähnliche Bucht, dreiseitig umrahmt von regenwaldbewachsenen Vulkangipfeln, die fast senkrecht ins tiefe Wasser stürzen. Herman Melville beschrieb ihn; Somerset Maugham siedelte „Rain" an seinen Ufern an. Für deutschsprachige Leser hat die Region eine besondere Tiefe: 1899 teilte die Samoa-Konvention den Archipel — Westsamoa wurde deutsche Kolonie, Ostsamoa (das heutige Amerikanisch-Samoa) ging an die USA. Augustin Krämers zweibändiges Werk „Die Samoa-Inseln" (1902) gilt bis heute als eines der bedeutendsten ethnographischen Werke über Polynesien überhaupt. Wer heute über den Mount-Alava-Pfad zum 491-Meter-Gipfel über dem Hafen aufsteigt, blickt auf die StarKist-Thunfischfabrik am Ufer (kein Postkartenmotiv, sondern ein arbeitender Industriehafen) und die offene See dahinter. Das Jean-P.-Haydon-Museum in Fagatogo und das Besucherzentrum des Nationalparks sind die besten Ausgangspunkte für ein Verständnis von fa'a Samoa und der ungewöhnlichen Geschichte dieses US-Territoriums.
Der Amerikanisch-Samoa-Nationalpark — drei Inseln, einer der seltensten Parks im US-System
1988 gegründet und der einzige US-Nationalpark südlich des Äquators, ist der Park nicht in einem Stück angelegt, sondern auf drei Inseln verteilt. Der Tutuila-Abschnitt — am nächsten zu Pago Pago — schützt regenwaldbedeckte Bergrücken und die Küstendörfer Vatia und Afono. Der Ta'u-Abschnitt bewahrt den größten zusammenhängenden paläotropischen Regenwald des US-Systems und steigt durch Wolkenwälder bis zum Lata-Berg (966 m) auf, in denen noch Flughund-Kolonien leben — die nördlichsten Polynesiens. Der Ofu-Abschnitt schützt eine Lagune, deren Korallengärten international als Modell für die Widerstandsfähigkeit pazifischer Riffe untersucht werden. Die Anreise nach Ta'u und Ofu erfordert einen zusätzlichen Flug mit Kleinflugzeugen ab Pago Pago und sorgfältige Vorausplanung — die Belohnung ist Wildnis fast unberührt vom Massentourismus.
Tauchen und Schnorcheln auf pazifischen Riffen im Vortourismuszustand
Die Riffe Amerikanisch-Samoas — besonders vor Ofu, Olosega und am Westende Tutuilas — gehören zu den besterhaltenen des Pazifiks; Sichtweiten über 30 Meter sind die Norm. Karettschildkröten und Suppenschildkröten, Mantarochen, Weißspitzen-Riffhaie, Barrakudas und eine außerordentliche Vielfalt an Rifffischen bevölkern Reviere, die durch die abgelegene Lage und die traditionelle dörfliche Verwaltung der Küstengewässer sowohl vor starkem Tourismus als auch vor zerstörerischer Fischerei verschont blieben. Tauchbasen in Pago Pago bieten Touren auf den Außenriffen Tutuilas an; für das wirklich unberührte Erlebnis fahren erfahrene Reisende nach Ofu, wo die Lagune vom Ufer aus Schnorcheln auf lebendigen Korallen wenige Meter vom Strand erlaubt — eine Seltenheit im modernen Pazifik.
Fa'a Samoa, das Matai-System und der Dorf-Homestay
Amerikanisch-Samoa ist nicht zufällig der kulturell intakteste Winkel Polynesiens. Großfamilien (aiga) leben in offenen Fale, Dörfer werden von Matai (Häuptlingen) nach Regeln verwaltet, die der amerikanischen Verwaltung vorausgehen, und der Sonntag wird nicht als Marketing-Detail, sondern als Sabbatgesetz gehalten. Das Besucherzentrum des Nationalparks koordiniert ein Homestay-Programm — Übernachten im Fale einer Gastfamilie, gemeinsam zubereitete Mahlzeiten aus dem Erdofen (umu), Teilnahme am abendlichen Sa-Gebet, Beobachtung des Siva-Tanzes —, das zu den wenigen Orten im Pazifik gehört, an denen Kulturtourismus tatsächlich von der Gemeinschaft selbst geführt wird, statt inszeniert zu sein. Wer die Grundregeln respektiert (zurückhaltende Kleidung, Schuhe vor dem Fale ausziehen, kein Schwimmen oder lautes Tun am Sonntag, vor dem Fotografieren um Erlaubnis fragen), erlebt eine Herzlichkeit, die die übliche Resort-Welt nicht bieten kann.
Strände, die Manu'a-Inseln und der östliche Vorposten
Tutuilas Strände reichen von schwarzem Vulkansand an der Nordküste (Two Dollar Beach, Vatia) bis zu weißem Korallensand an der Südküste und auf den Außeninseln. Alega Beach kombiniert weißen Sand, einfaches Schnorcheln und ein gemietetes Strand-Fale. Die spektakulärsten Strände liegen jedoch in der Manu'a-Gruppe — vor allem Ofu Beach, ein langer Bogen aus weißem Korallensand, hinterlegt von Vulkanklippen, mit einem lebenden Korallenriff direkt vom Ufer aus zugänglich, regelmäßig zu den schönsten Stränden des Pazifiks gezählt. Tisa's Barefoot Bar an der Südküste Tutuilas ist eine pazifische Institution: eine offene Bar mit Sandboden, in der das Abendessen aus frischem Fisch auf heißen Steinen besteht, während die Sonne über der Lagune untergeht. Das langsame Tempo ist hier kein Nachteil, sondern der Sinn der Reise — Manu'a ist das Gegengift zum durchgetakteten Inselhopping.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Der Nationalpark von Amerikanisch-Samoa erstreckt sich über Tutuila, Ta'u und Ofu und schützt 5.500 Hektar tropischen Regenwald, Korallenriffe und traditionelle Dörfer. Tutuila bietet Wanderwege durch den Regenwald bis zum Mount Alava mit Panoramablick über Pago Pago Bay. Ta'u und Ofu — erreichbar nur per Kleinflugzeug — entlohnen mit nahezu unberührten Stränden und Riffen: die Lagune von Ofu gilt als eines der gesündesten Korallenriffe des gesamten Indopazifiks.
Die Korallenriffe rund um Amerikanisch-Samoa — besonders vor Ofu, Olosega und dem Westende Tutuilas — gehören zu den besterhaltenen des Pazifiks. Sichtweiten von über 30 Metern sind die Norm. Schildkröten, Mantarochen, Weißspitzen-Riffhaie, Barrakudas und eine außerordentliche Vielfalt an Rifffischen bevölkern Riffe, die durch die abgelegene Lage und den starken kulturellen Schutz der Küstengewässer weitgehend intakt geblieben sind.
Das Besucherzentrum des Nationalparks vermittelt Fale-Homestays in traditionellen samoanischen Dörfern — eine der intensivsten Möglichkeiten, fa'a Samoa zu erleben: Leben in offenen Fale-Gemeinschaftshäusern, Teilen von Mahlzeiten mit der Gastfamilie, Teilnahme an Abendgebeten (Sa), Beobachten der Fia Fia-Tanzaufführungen und Einblicke in das Matai-System, das sozialhierarchisch das Gemeinschaftsleben regelt.
Pago Pago Bay ist der tiefste natürliche Hafen des Südpazifiks und von drei Seiten von regenwaldbewachsenen Vulkangipfeln umgeben — ein dramatisches, fjordähnliches Landschaftsbild, das Herman Melville und Somerset Maugham zu literarischen Beschreibungen inspirierte. Der Mount-Alava-Pfad (491 m) bietet Panoramablicke über den Hafen, die Thunfischfabriken am Ufer und den offenen Ozean dahinter.
Amerikanisch-Samoa ist Standort einer der größten Thunfischkonservenfabriken des Pazifiks (StarKist Samoa), die das Wirtschaftsleben der Inseln dominiert. Ein Besuch der Fischauktionen und der Kaianlage in Pago Pago — wo pazifische Fischerboote ihre Fänge anlanden — gibt einen ungewöhnlichen Einblick in die globale Thunfischindustrie und die wirtschaftliche Abhängigkeit dieser Inseln. Der Fischmarkt am Hafen ist lebendig und authentisch.
Tutuilas bergiges Inneres bietet Wanderungen durch dichten Tropenregenwald: Der Fagatele-Bay-Nationalmonument-Trail im Südwesten führt durch einen erloschenen Vulkankrater bis zu einer abgeschlossenen marinen Schutzbucht. Der Afono-Pass verbindet Pago Pago mit dem Nordküstendorf Afono durch ein spektakuläres Bergpanorama. Auf Ta'u liegt der Lata Mountain (966 m) — der höchste Punkt Amerikanisch-Samoas — inmitten eines Wolkenwalds, der noch Flughund-Kolonien beherbergt.
Geld & Währung
US-Dollar (USD)
Währungscode: USD
Praktische Geldtipps
US-Dollar — kein Währungstausch möglich, vorher besorgen
Amerikanisch-Samoa ist ein US-Territorium und nutzt den US-Dollar (USD). Wechselstuben gibt es auf den Inseln keine — Euro oder andere Währungen müssen vor Abflug in USD getauscht werden, am besten in Deutschland, Österreich oder auf Hawaii beim Stopover. Genug Bargeld mitnehmen, besonders wenn Außeninseln wie Ta'ū oder Ofu geplant sind.
Geldautomaten nur in Pago Pago
Geldautomaten gibt es ausschließlich in Pago Pago auf der Hauptinsel Tutuila. Auf den Manu'a-Inseln (Ta'ū, Ofu, Olosega) gibt es keine Automaten. Vor dem Weiterflug auf die Außeninseln ausreichend USD in Pago Pago abheben. Internationale Karten funktionieren an lokalen Automaten, aber mit Fremdgebühren.
Karte in großen Läden, Bargeld überall sonst
Visa und Mastercard werden in größeren Supermärkten, Hotels und manchen Restaurants in Pago Pago akzeptiert. Außerhalb der Hauptstadt, an Märkten, Fähren und in kleineren Betrieben wird überwiegend Bargeld erwartet. Weit bargeldabhängiger als das amerikanische Festland.
Kleines Bargeld für Märkte und Außeninseln mitführen
Auf den Manu'a-Inseln und in ländlichen Gebieten Tutuilas gibt es keine Bankinfrastruktur — alles nur Bargeld. Kleine Scheine (1- und 5-Dollar-Noten) für lokale Märkte, Transport und Village-Fale-Unterkünfte einpacken.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Welche Währung gilt in Amerikanisch-Samoa?
Kann ich in Amerikanisch-Samoa mit Apple Pay, Google Pay oder kontaktlos zahlen?
Gibt es Geldautomaten in Amerikanisch-Samoa?
Wo tausche ich Euro in USD für Amerikanisch-Samoa?
Ist Amerikanisch-Samoa teuer für Reisende aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz?
Wie funktioniert das Trinkgeld in Amerikanisch-Samoa?
Brauche ich Bargeld für die Manu'a-Inseln?
Wie hoch sind die Fremdgebühren für meine Karte aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz?
Amerikanisch-Samoa — Botschaften weltweit
Beliebte Ziele
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Ausländische Vertretungen in Amerikanisch-Samoa
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