Das US-Außenministerium hat die Termine für Einwanderungsvisa an allen Botschaften und Konsulaten weltweit ausgesetzt. Grund ist eine globale Schulung der Konsularbeamten zur Prüfung der „public charge“ — der Frage, ob Antragstellende später auf staatliche Unterstützung angewiesen sein könnten. Wer bereits einen Termin hatte, wurde per E-Mail über die Neuvergabe informiert; ein Datum nennt das Ministerium bislang nicht.
Für die allermeisten Reisenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ändert das nichts. Urlaubs- und Geschäftsreisen mit ESTA im Visa-Waiver-Programm laufen unverändert weiter, ebenso Besuchervisa der Kategorie B1/B2 und Studienvisa.
Betroffen sind damit vor allem Green-Card-Verfahren, Familienzusammenführungen und beschäftigungsbasierte Einwanderungsvisa mit Termin in Frankfurt, Wien oder Bern. Unabhängig davon kippte ein Bundesgericht am 22. August die Aussetzung von Einwanderungsvisa für Staatsangehörige von 75 Ländern — sie überschreite die Befugnisse des Außenministers.