Geld & Währung

Geld in Deutschland

Aktualisiert: 2026-09-19

Geld & Währung
€

Euro (€)

Währungscode: EUR

Praktische Geldtipps

Geldwechsel in Deutschland

In Deutschland zahlt man mit dem Euro (EUR); wer aus einem anderen Land der Eurozone kommt, etwa aus Österreich, muss also nichts wechseln. Wer aus Schweizer Franken, US-Dollar, Pfund, australischen oder kanadischen Dollar oder einer anderen Währung umrechnet, bekommt am Geldautomaten den besten Kurs. Wechselstuben gibt es an großen Bahnhöfen und Flughäfen, sie verlangen aber spürbare Provisionen. Vom Geldtausch an den Flughäfen Frankfurt, München und Berlin ist abzuraten — die Kurse sind dort deutlich schlechter als am Automaten. In kleineren Städten sind Wechselstuben selten, und praktisch bleibt nur der Geldautomat. Die Reisebank an großen Bahnhöfen tauscht Bargeld zu ordentlichen Kursen und ist eine verlässliche Ausweichmöglichkeit.

Geldautomaten

Geldautomaten gibt es in ganz Deutschland — in Bankfilialen, Einkaufszentren, Bahnhöfen, an Flughäfen und in den meisten Orten. Zu den großen Banken zählen die Deutsche Bank, die Commerzbank, die Sparkassen (die zahlreichsten, erkennbar am roten „S“), die Volksbanken und die Raiffeisenbanken. Wie viel man pro Tag abheben kann, hängt von Bank und Karte ab; der Automat zeigt die Obergrenze an, bevor man bestätigt. Visa und Mastercard funktionieren an praktisch allen Automaten. Das Angebot, den Betrag in die eigene Währung umzurechnen (dynamische Währungsumrechnung), lehnen Sie am besten immer ab — der Kurs ist zuverlässig schlechter als der Ihrer eigenen Bank. Manche Automaten verlangen für ausländische Karten eine eigene Gebühr, die vor der Bestätigung angezeigt wird, dazu kommt, was die Hausbank für jede Abhebung im Ausland berechnet — ein Blick in die Kartenbedingungen vor der Reise lohnt sich. Mit einer deutschen Bankkarte ist das Abheben am Automaten der eigenen Bankgruppe, etwa bei einer Sparkasse mit Sparkassenkarte, oft kostenlos. Besonders nützlich ist das Netz der Sparkassen: Es ist das dichteste im Land und oft auch dort vertreten, wo keine andere Bank eine Filiale hat.

Kartenzahlung

Deutschland hat eine ausgeprägte Bargeldkultur — ausgeprägter, als viele Gäste es von Europas größter Volkswirtschaft erwarten. Karten nehmen Supermärkte (Aldi, Lidl, Rewe, Edeka), Hotels, Tankstellen, Kaufhäuser, Restaurantketten und größere Geschäfte. Viele kleinere Betriebe dagegen — traditionelle Gaststätten, Bäckereien, Biergärten, Marktstände, kleinere Cafés, manche Taxis und sogar einige Arztpraxen — nehmen nur Bargeld oder erst ab einem Mindestbetrag Karte. Es dominiert das heimische Debitsystem Girocard (früher EC-Karte); Kreditkarten von Visa und Mastercard werden nicht so durchgängig akzeptiert wie in Frankreich oder im Vereinigten Königreich. Kontaktloses Bezahlen, auch mit Apple Pay und Google Pay, klappt an modernen Terminals, ist aber nicht so selbstverständlich wie in Skandinavien oder den Niederlanden. Die verlässliche Strategie: neben den Karten immer eine kleine Bargeldreserve dabeihaben.

Trinkgeld

Trinkgeld ist in Deutschland üblich, aber nicht in amerikanischer Höhe. Im Restaurant sind 5–10 % der Normalfall, wobei man meist auf einen glatten Betrag aufrundet, statt einen Prozentsatz auszurechnen. Der kulturelle Unterschied: Man nennt der Bedienung beim Kassieren den Betrag, den man zahlen möchte, statt Geld auf dem Tisch liegen zu lassen. Beträgt die Rechnung 37 €, reicht man 50 € und sagt „Vierzig“ — damit behält die Bedienung 3 €. Im Biergarten und in einfachen Lokalen genügt es, auf den nächsten Euro oder zwei aufzurunden. Hotelpagen: 1–2 € pro Gepäckstück. Taxi: um 1–2 € aufrunden. Reiseleitung: 3–5 € pro Person. Zimmerreinigung: 1–2 € pro Tag. An der Bar rundet man üblicherweise auf. Trinkgeld gibt man immer bar.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

Einreiseregeln, Visumarten und praktische Hinweise stehen auf der Seite Deutschland.

Die Angaben stammen aus der redaktionell gepflegten Missionsdatenbank von Visaja (visaja.com) und werden mit offiziellen Regierungsquellen abgeglichen; das letzte Wort hat immer die Vertretung selbst.