Deutschland

  • Einwohner:631.217 (2023)
  • Fläche:217 km²
  • Höhe:38 m
  • Zeitzone:MEZ (UTC+1) / MESZ (März bis Oktober, UTC+2)
  • IATA:DUS
  • Währung:Euro (EUR). Karten- und kontaktlose Zahlung werden weithin akzeptiert, wobei Bargeld in Deutschland nach wie vor gebräuchlicher ist als in manchen Nachbarländern.
  • Stadtteile:Altstadt (historische Altstadt, Nachtleben) · Stadtmitte (Königsallee, Shopping) · MedienHafen (Medien, zeitgenössische Architektur) · Immermannstraße / Stadtmitte (Japanviertel)

Überblick

Düsseldorf vereint Deutschlands konzentrierteste Mode- und Designszene mit einer der lebendigsten Altstädte Europas — eine kompakte, fußläufig erkundbare Stadt am Rhein, bekannt gleichermaßen für ihre Kneipenaltstadt, die noble Königsallee und eine japanische Gemeinde, die so fest verwurzelt ist, dass sie ein ganzes Viertel kulinarisch und kulturell geprägt hat.

Geschichte

Düsseldorf erhielt 1288 das Stadtrecht und entwickelte sich stetig zu einem regionalen Handelszentrum am Rhein, später als Residenz der Herzöge von Berg. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde die Stadt in weiten Teilen wiederaufgebaut, wobei die Altstadt bewusst mit ihrem historischen, engen Straßencharakter rekonstruiert wurde, während weite Teile der übrigen Stadt eine modernere Gestalt annahmen. Der wirtschaftliche Aufschwung der Nachkriegszeit brachte ab den 1950er-Jahren bedeutende japanische Konzerne dazu, ihre europäischen Hauptsitze in Düsseldorf anzusiedeln — daraus entstand die japanische Gemeinde, die bis heute ein prägender Teil der Stadtidentität ist, neben Düsseldorfs parallelem Aufstieg als Zentrum für Mode, Werbung und Design.

Kultur

Altbier und die dazugehörige Kneipenküche (Rheinischer Sauerbraten, Halver Hahn — trotz des irreführenden Namens ein Käsebrot aus Roggenbrot, kein halbes Hähnchen) prägen die traditionelle Düsseldorfer Küche. Das Viertel rund um die Immermannstraße ergänzt dies um eine wirklich beachtliche Dichte authentischer japanischer Restaurants und Supermärkte, die zu den besten in Europa außerhalb von London oder Paris zählt. Feste: Japan-Tag (Mai, am Rhein — eines der größten Japan-Kultur-Feste außerhalb Japans), Düsseldorfer Karneval (Februar, große rheinische Karnevalsfeierlichkeiten), Weihnachtsmärkte (mehrere Standorte, Ende November bis Dezember), Feuerwerke am Rhein (sowohl beim Japan-Tag als auch beim Karneval). Museen: Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (K20/K21), Museum Kunstpalast, Hetjens-Museum (Keramik), NRW-Forum (Fotografie, Design, Popkultur).

Praktisches

Sicherheit: Düsseldorf ist nach deutschen und europäischen Maßstäben eine sichere Stadt; übliche städtische Vorsichtsmaßnahmen genügen, besonders bezüglich Taschendiebstahls in den belebtesten Altstadt-Kneipenstraßen an Wochenendabenden. Sprache: Deutsch ist die Amtssprache; Englisch ist angesichts der internationalen Unternehmenspräsenz der Stadt in Geschäfts- und touristischen Kontexten verbreitet. Japanisch wird in den Läden und Restaurants rund um die Immermannstraße vielfach genutzt. Währung: Euro (EUR). Karten- und kontaktlose Zahlung werden weithin akzeptiert, wobei Bargeld in Deutschland nach wie vor gebräuchlicher ist als in manchen Nachbarländern.

Reise

Düsseldorf liegt als Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen am Rhein, und die kompakte Innenstadt vereint auf engstem, fußläufig erkundbarem Raum ein wirklich abwechslungsreiches Angebot. Die Altstadt, nach den Kriegszerstörungen wiederaufgebaut, aber mit ihrer dichten, mittelalterlichen Straßenführung erhalten, trägt den Beinamen „längste Theke der Welt" wegen ihrer schieren Dichte an Brauereien und Kneipen, die Altbier ausschenken — die für Düsseldorf typische, dunkle, obergärige Biersorte, ein direkter Konkurrent zum Kölsch im nahen Köln und Auslöser einer langjährigen, freundschaftlichen Rivalität zwischen den beiden Städten. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt liegt die Königsallee („Kö"), einer der exklusivsten Einkaufsboulevards Deutschlands — eine von einem Kanal geteilte, baumgesäumte Allee mit Flagship-Stores großer Luxusmarken auf der einen und älterer Bankenviertel-Architektur auf der anderen Seite. Düsseldorfs zeitgenössischere Seite zeigt sich im MedienHafen, einem ehemaligen Industriehafen, der mit markanter Architektur neu bebaut wurde — darunter Frank Gehrys kantige Neuer-Zollhof-Bauten —, heute Sitz von Medienunternehmen, Bars und Restaurants. Weniger erwartbar: Düsseldorf beherbergt die größte japanische Gemeinde Kontinentaleuropas, ein Erbe der Nachkriegszeit, als sich japanische Konzerne hier europäische Hauptsitze aufbauten — das hat dem Viertel rund um die Immermannstraße eine wirklich hohe Dichte an japanischen Restaurants, Supermärkten und Buchläden beschert. Einheimische nennen es mitunter „Klein-Tokio", und das jährliche Japan-Tag-Festival zieht jeden Mai große Menschenmengen an. Der Rheinturm bietet mit 240 Metern Höhe Ausblicke über die Stadt und fungiert zugleich als größte digitale Uhr der Welt, während die Rheinuferpromenade Altstadt, MedienHafen und den Fluss zu einem durchgehenden Spaziergang verbindet. Auch Düsseldorfs Ruf als Modestadt ist tief verwurzelt, getragen von halbjährlichen Fachmessen und einer Designszene, die weit über die Größe der Stadt hinausreicht.

Altstadt — die „längste Theke der Welt"

Düsseldorfs Altstadt verdankt ihren Beinamen der schieren Dichte an Brauereien, Kneipen und Biergärten in ihren engen mittelalterlichen Gassen — eine Konzentration, die einen Abend voller Altbier-Häuser (Uerige, Füchschen und Schumacher gehören zu den bekanntesten) ohne lange Fußwege wirklich praktikabel macht. Altbier, eine dunkle, obergärige Bierart, die nur in Düsseldorf gebraut wird, wird in kleinen Gläsern serviert, die das Personal so lange nachfüllt, bis ein Bierdeckel obenauf liegt — ein anderes Ritual als die Kölsch-Tradition im nahen Köln und Ursprung einer jahrzehntelangen, durchweg freundschaftlichen Rivalität zwischen den Bierkulturen beider Städte. Über die Trinkkultur hinaus liegt in der Altstadt die Basilika St. Lambertus mit ihrem markant verdrehten Turmhelm (das Ergebnis von grünem Holz, das sich beim Bau verzog) sowie eine dichte Ansammlung von Restaurants und Läden, die die Altstadt sowohl tagsüber als auch nachts zum stimmungsvollsten Viertel Düsseldorfs machen.

Königsallee und das modische Düsseldorf

Die Königsallee, von Einheimischen nur „Kö" genannt, gehört zu den renommiertesten Einkaufsstraßen Deutschlands — ein baumgesäumter Boulevard, der längs von einem Kanal geteilt wird, mit Flagship-Stores großer internationaler Luxusmarken auf der einen und eleganter Bankenarchitektur aus dem frühen 20. Jahrhundert auf der anderen Seite. Düsseldorfs breiterer Ruf als Mode- und Designstandort reicht weit über die Kö hinaus: Die Stadt ist Gastgeberin bedeutender Fachmessen, darunter die halbjährlichen Modemessen, die internationale Einkäufer anziehen, und um diese wirtschaftliche Basis herum ist ein größeres Kreativclustering entstanden. Die Einkaufszentren Kaufhof und Sevens ergänzen das Angebot im mittleren Preissegment ganz in der Nähe, und der Kö-Bogen — ein markantes, geschwungenes Glas- und Grünbauwerk von Daniel Libeskind — setzte bei seiner Eröffnung 2013 ein zeitgenössisches architektonisches Statement am nördlichen Ende der Straße.

MedienHafen und zeitgenössische Architektur

Der MedienHafen, ein ehemaliger Industriehafen südlich der Altstadt, wurde seit den 1990er-Jahren zu einem der architektonisch markantesten Viertel Düsseldorfs umgebaut. Frank Gehrys Neuer Zollhof — drei kantige, unregelmäßig geformte Gebäude, die zu einem der meistfotografierten modernen Wahrzeichen der Stadt geworden sind — bildet den Anker des Hafens, umgeben von weiteren bedeutenden zeitgenössischen Bauten von Architekten wie Steven Holl und David Chipperfield. Das Viertel ist heute Sitz von Medien-, Werbe- und Modeunternehmen, und die Bars und Restaurants am Wasser machen es zu einem beliebten Abendziel, das sich deutlich von der Kneipenatmosphäre der Altstadt unterscheidet — ein wirklich anderes Register des Düsseldorfer Nachtlebens, nur einen kurzen Spaziergang oder eine Straßenbahnfahrt von der Altstadt entfernt.

Immermannstraße — Europas größte japanische Gemeinde

Düsseldorf beherbergt die größte japanische Gemeinde Kontinentaleuropas — ein Erbe der Nachkriegszeit, als japanische Konzerne ab den 1950er-Jahren hier ihre europäischen Hauptsitze ansiedelten, teils angezogen von der Messe-Infrastruktur der Stadt und ihrer zentralen europäischen Lage. Das Viertel rund um die Immermannstraße, nur einen kurzen Fußweg vom Hauptbahnhof entfernt, spiegelt diese Geschichte unmittelbar wider — japanische Restaurants, Supermärkte, Buchläden und eine japanische Schule konzentrieren sich entlang und rund um die Straße und verleihen dem Viertel eine wirklich hohe Dichte, die weit über eine symbolische Geste hinausgeht. Das jährliche Japan-Tag-Festival jeden Mai am Rhein hat sich zu einem der größten Japan-Kultur-Feste außerhalb Japans entwickelt und zieht mit Feuerwerk, Cosplay, Essensständen und kulturellen Aufführungen große Menschenmengen an.

Rheinturm und Rheinuferpromenade

Der Rheinturm, fertiggestellt 1982 mit einer Höhe von 240,5 Metern, ist Düsseldorfs höchstes Bauwerk und bietet von einer Aussichtsplattform auf halber Höhe Panoramablicke über die Stadt, dazu ein Drehrestaurant. Der Turm ist zugleich ein Stück funktionale Kunst im öffentlichen Raum: Leuchtbänder an seiner Außenfassade bilden die größte digitale Uhr der Welt, die man aus der Ferne ablesen kann, sobald man das Muster kennt. Unterhalb des Turms verbindet die Rheinuferpromenade — angelegt über einem Abschnitt der einst erhöhten Straße, die in den 1990er-Jahren unterirdisch verlegt wurde — Altstadt, Turm und MedienHafen zu einem durchgehenden Uferspaziergang, beliebt für einen abendlichen Bummel mit Blick über den Rhein.

Düsseldorf praktisch

Düsseldorfs öffentlicher Nahverkehr (U-Bahn, Straßenbahn, Busse) läuft über das VRR-Tarifsystem, das mit dem gesamten Rhein-Ruhr-Gebiet geteilt wird, und die kompakte Innenstadt lässt sich nach Ankunft bequem zu Fuß erkunden. Der Flughafen Düsseldorf (DUS), Deutschlands drittgrößter, liegt rund 8 km nördlich der Innenstadt und ist über einen direkten SkyTrain mit dem Fernbahnhof des Flughafens sowie weiter per S-Bahn in etwa 15 Minuten mit der Stadt verbunden. Düsseldorfs bedeutende Fachmessen (Mode, Bootsmessen, Medizintechnik und mehr) finden das ganze Jahr über auf dem Gelände der Messe Düsseldorf statt und können Hotelverfügbarkeit und -preise spürbar beeinflussen — bei der Planung lohnt sich ein Blick in den Messekalender. Die Rivalität mit dem nahen Köln, hauptsächlich über Bier (Altbier gegen Kölsch) und Fußball ausgetragen, ist ein langjähriger, durchweg freundschaftlicher regionaler Scherz und keine echte Feindseligkeit.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Tage braucht man für Düsseldorf?

Zwei bis drei Tage reichen für Altstadt, Königsallee, MedienHafen und das Japanviertel gut aus. Ein Tagesausflug ins nahe Köln (etwa 30 Minuten mit der Bahn) lässt sich problemlos ergänzen.

Warum heißt Düsseldorfs Altstadt „die längste Theke der Welt"?

Der Beiname stammt von der schieren Dichte an Brauereien, Kneipen und Bars in den engen mittelalterlichen Gassen der Altstadt, die fast alle Altbier ausschenken — Düsseldorfs typische dunkle Biersorte — was einen Kneipenbummel auf engstem Raum sehr einfach macht.

Warum hat Düsseldorf eine so große japanische Gemeinde?

Ab den 1950er-Jahren siedelten japanische Konzerne ihre europäischen Hauptsitze in Düsseldorf an, angezogen von der Messe-Infrastruktur der Stadt und ihrer zentralen Lage. Aus dieser Unternehmenspräsenz wuchs die größte japanische Gemeinde Kontinentaleuropas, heute sichtbar rund um die Immermannstraße.

Worum geht es bei der Rivalität zwischen Düsseldorf und Köln?

Es handelt sich um eine langjährige, durchweg freundschaftliche regionale Rivalität, die sich hauptsächlich über Bier ausdrückt — Düsseldorfs dunkles Altbier gegen Kölns helles Kölsch — sowie über Fußball, ohne echte Feindseligkeit. Beide Städte liegen etwa 30 Minuten mit der Bahn auseinander.

Lohnt sich Düsseldorf zusätzlich zu Köln?

Ja — die beiden Städte liegen nah genug beieinander (etwa 30 Minuten mit der Bahn), dass viele Besucher sie kombinieren, und ihre unterschiedlichen Charaktere (Düsseldorfs Mode- und Designszene gegenüber Kölns Dom und älterem historischem Kern) ergänzen sich gut.

Diplomatische Vertretungen in Düsseldorf

16 Vertretungen in dieser Stadt, nach Region gruppiert.

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