Geld & Währung
Geld in Frankreich
Aktualisiert: 2026-08-23
Euro (EUR)
Währungscode: EUR
Praktische Geldtipps
Währung: für zwei der drei Märkte kein Thema
Frankreich gehört zur Eurozone — Reisende aus Deutschland und Österreich brauchen nichts zu wechseln. Wer aus der Schweiz kommt, hebt Euro am besten direkt am Automaten in Frankreich ab: Der Kurs ist fast immer besser als am heimischen Schalter. Wechselstuben in den Pariser Touristenlagen arbeiten mit deutlichen Aufschlägen, und als Faustregel gilt: je auffälliger die Filiale, desto schlechter der Kurs. An den Pariser Flughäfen sind die Kurse am ungünstigsten. Außerhalb der Hauptstadt gibt es ohnehin kaum Wechselstuben — der Geldautomat ist dort die einzige sinnvolle Option.
Geldautomaten (distributeurs)
Automaten — vor Ort „distributeurs“ oder kurz „DAB“ — stehen überall: in Bankfilialen, Einkaufszentren, Bahnhöfen und selbst in kleineren Orten. Eine Besonderheit lohnt sich zu merken: Die Post betreibt Automaten in ihren Filialen und ist im ländlichen Frankreich oft die letzte Anlaufstelle, wenn im Dorf keine Bank mehr sitzt. Karten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz funktionieren problemlos. Die wichtigste Einzelregel steht am Bildschirm: Wenn der Automat anbietet, den Betrag „in Ihrer Heimatwährung“ abzurechnen, lehnen Sie ab und wählen Sie Euro — diese Umrechnung ist immer die teurere. Viele deutsche und österreichische Konten heben im Euroraum gebührenfrei ab, andere berechnen eine Pauschale je Abhebung; für Schweizer Karten kommt je nach Institut ein Fremdwährungsentgelt hinzu. Beides steht in den Konditionen und lohnt einen Blick vor der Reise.
Kartenzahlung: eines der kartenfreundlichsten Länder
Frankreich lässt sich heute nahezu bargeldlos bereisen. Kontaktloses Bezahlen mit Karte oder Telefon funktioniert praktisch überall — in Supermärkten, Restaurants, Cafés, Apotheken, an Fahrkartenautomaten, an Mautstellen und selbst an vielen Marktständen. Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen mit ihren gewohnten Karten durch; an älteren Terminals kann eine reine Debitkarte gelegentlich abgelehnt werden, weshalb sich eine Kreditkarte als Rückfallebene lohnt. Bargeld bleibt nützlich für Wochenmärkte auf dem Land, Trödelmärkte, Trinkgeld, Parkuhren in Kleinstädten und die seltene Bäckerei, die nur bar kassiert — ein kleiner Vorrat in kleinen Scheinen genügt dafür vollständig.
Trinkgeld: hier wirklich freiwillig
Das ist der Punkt, an dem sich Frankreich von vielen anderen Zielen unterscheidet: Der Serviceanteil ist gesetzlich in der Rechnung enthalten — service compris —, und Trinkgeld ist deshalb ehrlich optional. Es gibt keine Erwartung eines festen Prozentsatzes, und niemand rechnet Ihnen etwas nach. Wer guten Service anerkennen möchte, rundet auf oder lässt einen kleinen Betrag liegen, im Café das Kleingeld auf der Untertasse, im Bistro ein paar Euro, im gehobenen Restaurant etwas mehr. Für Gepäckträger und Zimmerreinigung ist ein kleiner Betrag üblich, im Taxi rundet man auf. Eine praktische Feinheit: Geben Sie Trinkgeld bar, auch wenn Sie mit Karte zahlen — so kommt es direkt beim Personal an.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Einreiseregeln, Visumarten und praktische Hinweise stehen auf der Seite Frankreich.
Die Angaben stammen aus der redaktionell gepflegten Missionsdatenbank von Visaja (visaja.com) und werden mit offiziellen Regierungsquellen abgeglichen; das letzte Wort hat immer die Vertretung selbst.