Grönland
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Hauptstadt
Nuuk
Bevölkerung
56.609 (2023)
Sprachen
Grönländisch
Fläche
2.166.086 km²
Stromnetz
230 V
Steckertypen
Eurostecker · Schuko · Stecker-Typ E · Stecker-Typ K
Fahrseite
rechts
Einheimischer Name
Kalaallit Nunaat
Region
Amerika
Nordamerika
Zeitzonen
Mittlere Greenwich-Zeit
UTC±00
+3 weitere
Auf dieser Seite
Grönland ist die größte Insel der Erde und eines der wenigen Reiseziele, bei denen schon der Maßstab jede normale Vorstellung sprengt. Rund 80 Prozent des Landes sind von einem gewaltigen Eisschild bedeckt, die Bevölkerung lebt fast ausschließlich in Küstensiedlungen, und zwischen vielen Orten gibt es keine Straßenverbindungen. Stattdessen bestimmen Flugzeuge, Boote, Helikopter und im Winter Hundeschlitten die Mobilität. Wer nach Grönland reist, sucht deshalb selten Komfort im klassischen Sinn, sondern Eisberge, Gletscher, Arktislicht, Inuitkultur und die Erfahrung eines Raums, in dem Natur nicht Hintergrund, sondern Hauptakteur ist. Zwischen Ilulissat, Nuuk, den Fjorden Ostgrönlands und den historischen Landschaften Südgrönlands zeigt sich zudem, wie vielfältig dieses riesige arktische Territorium jenseits des bloßen Eisklischees tatsächlich ist.
Visum und Einreise nach Grönland
Grönland hat eigene Einreisebestimmungen, obwohl es politisch zum Königreich Dänemark gehört. Viele Nationalitäten, die auch visumfrei nach Dänemark einreisen dürfen, können Grönland für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tagen ohne Visum besuchen. Entscheidend ist jedoch, dass ein gewöhnliches Schengen-Visum Grönland nicht automatisch einschließt. Reisende mit Visumpflicht müssen deshalb prüfen, ob ihr Visum ausdrücklich auch für Grönland gilt. Üblicherweise werden ein für die Reisedauer gültiger Reisepass, Rück- oder Weiterflug und ausreichende finanzielle Mittel verlangt. Die meisten internationalen Ankünfte erfolgen über Kangerlussuaq oder andere grönländische Drehpunkte in Kombination mit Flügen über Dänemark oder Island.
Gängige Visumtypen
Visumfreie Einreise
Für touristische Aufenthalte vieler westlicher Nationalitäten.
Grönland-Visum
Für Nationalitäten, die eine gesonderte Einreisegenehmigung für Grönland benötigen.
Wichtige Reisehinweise für Grönland
•Grönland ist extrem teuer. Unterkünfte,...
•Zwischen den meisten Orten gibt...
•Wetterbedingte Verzögerungen sind normal. Wer...
•Ein Schengen-Visum gilt nicht automatisch...
•Selbst im Sommer sind warme,...
•Die medizinische Versorgung ist begrenzt....
•Bezahlt wird mit Dänischer Krone...
•Grönländisch und Dänisch sind die...
•Sommer ist Hauptsaison. Wer Ilulissat,...
•Mücken und kleine stechende Insekten...
•In Ostgrönland und sehr abgelegenen...
•Grönland ist ein sensibles Klima-...
Grönland ist ein Ziel für Reisende, die sich auf Distanz, Wetterabhängigkeit und enorme Kosten einlassen wollen, um dafür eine der eindrucksvollsten Landschaften der Erde zu erleben. Ilulissat mit seinem UNESCO-geschützten Eisfjord ist für viele der zugänglichste Einstieg: riesige Eisberge treiben durch die Diskobucht, Bootstouren und Wanderwege öffnen Perspektiven auf einen Gletscherraum, der in seiner Größenordnung fast unbegreiflich ist. Nuuk zeigt dagegen das moderne, kulturelle und politische Grönland, während Ostgrönland mit Orten wie Tasiilaq oder dem Scoresby Sund eine noch abgelegenere, expeditionstaugliche Arktis verkörpert. Südgrönland überrascht mit Norse-Ruinen, Schaffarmen, Fjorden und einer milderen Variante des arktischen Reisens. Wer im Winter kommt, reist wegen Hundeschlitten, Polarlicht und Dunkelheit; wer im Sommer kommt, wegen Mitternachtssonne, Wanderungen, Bootstouren und Walen. Grönland ist damit nicht einfach "Eis", sondern ein ganzes Spektrum arktischer Lebens- und Reisewelten.
Entdecken Sie Grönland
Ilulissat-Eisfjord: das grönländische Schlüsselbild
Der Ilulissat-Eisfjord ist für viele der stärkste einzelne Ort Grönlands. Der Sermeq Kujalleq gehört zu den produktivsten Gletschern der Welt, und die aus ihm brechenden Eisberge verwandeln die Diskobucht in eine bewegte Landschaft aus Weiß, Blau und ständigem Knacken. Wanderwege, Bootsfahrten und Helikopterflüge machen die gewaltige Dynamik des Eises erlebbar, ohne dass man dafür eine polare Expedition planen muss. Genau deshalb ist Ilulissat für viele die beste erste Begegnung mit Grönland.
Nuuk: Hauptstadt der modernen Arktis
Nuuk ist keine bloße Verwaltungsstadt, sondern der Ort, an dem sich das heutige Grönland besonders klar zeigt. Museen, Kulturzentrum, Restaurants, Hafen, moderne Wohnviertel und Inuitgeschichte treffen hier aufeinander. Wer nur wegen Eisbergen anreist und Nuuk überspringt, verpasst die gesellschaftliche Gegenwart des Landes. Gerade der Kontrast zwischen moderner Hauptstadt und extremem Naturraum macht den Besuch spannend.
Diskobucht und Walbeobachtung
Die Diskobucht gehört zu den besten Regionen für Walbeobachtung in Grönland. Im Sommer lassen sich hier oft Buckelwale, Minkwale und andere Arten sehen, häufig vor einer Kulisse aus treibenden Eisbergen. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche Kombination aus arktischer Großlandschaft und aktiver Tierbeobachtung, die kaum ein anderes Ziel so bietet.
Ostgrönland: Fjorde, Isolation und Expedition
Ostgrönland ist noch abgelegener und wilder als die ohnehin dünn erschlossene Westküste. Orte wie Tasiilaq oder die Region um den Scoresby Sund stehen für jene Art von Reise, bei der Wetter, Schiffsrouten und begrenzte Infrastruktur den Takt vorgeben. Dafür warten hier einige der dramatischsten Fjordlandschaften des Planeten. Wer Grönland als echte Randzone der bewohnbaren Welt erleben will, findet hier den stärksten Ausdruck davon.
Südgrönland: Norse-Erbe und überraschend grün
Südgrönland zeigt eine weniger erwartete Seite des Landes. Rund um Narsarsuaq und Qassiarsuk liegen Spuren der nordischen Besiedlung, dazu Schaffarmen, Wanderwege und Täler, die in den Sommermonaten beinahe mild wirken. Gerade diese Mischung aus Wikinger-Geschichte, Fjordlandschaft und vergleichsweise zugänglicher Natur macht den Süden für viele zu einer der interessantesten Regionen des Landes.
Hundeschlitten und Winterwelt
Im Winter gehört der Hundeschlitten in vielen Regionen weiterhin zur gelebten arktischen Kultur. Für Reisende bedeutet das keine folkloristische Show, sondern im besten Fall eine reale Begegnung mit einer Fortbewegungsform, die aus Klima und Lebensweise entstanden ist. Zusammen mit Polarlicht, gefrorenen Fjorden und extremer Stille entsteht daraus eine der eindrücklichsten Winterreisen überhaupt.
Polarlichter und Dunkelheit
Zwischen Herbst und Frühling ist Grönland ein sehr starkes Ziel für Polarlichtreisen. Wenig Lichtverschmutzung, klare arktische Luft und hohe Breiten schaffen ausgezeichnete Bedingungen. Dazu kommt die Erfahrung der Polarnacht beziehungsweise der sehr langen Dunkelheit, die den Alltag und die Wahrnehmung des Ortes tief verändert.
Inuitkultur und Gegenwart
Grönland sollte nie nur als Eislandschaft gelesen werden. Rund 80 Prozent der Bevölkerung sind Inuit, und Fragen von Sprache, Jagdtraditionen, Modernisierung, Selbstverwaltung und Klimawandel prägen das Land wesentlich. Wer Museen besucht, mit lokalen Guides reist und nicht nur Naturbilder konsumiert, bekommt einen viel tieferen Zugang zu Grönland als lebendigem arktischen Gesellschaftsraum.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Ilulissat und die Diskobucht sind ideal für alle, die Gletscher, Eisberge, Bootsfahrten und spektakuläre Arktislandschaften in vergleichsweise zugänglicher Form erleben wollen.
Wale, Robben und arktische Vogelwelt machen Grönland zu einem starken Naturziel, besonders im Sommer und in den Küstenregionen mit Bootsverkehr.
Wer im Winter reist, sucht Hundeschlitten, Nordlichter, Eislandschaften und eine konsequente arktische Erfahrung abseits gewöhnlicher Wintertouristik.
Nuuk, Museumsbesuche und die historischen Orte Südgrönlands verbinden Inuit-Gegenwart, nordische Vergangenheit und die politischen Fragen der modernen Arktis.
Grönland richtet sich auch an Reisende, die große Distanzen, Wetterrisiken und hohe Kosten akzeptieren, um echte Wildnis und Abgeschiedenheit zu erleben.
Geld & Währung
Dänische Krone (Kr., DKK)
Währungscode: DKK
Praktische Geldtipps
Dänische Krone (DKK) — Grönland verwendet Dänemarks Währung, keine eigene Krone
Grönland gehört zum Königreich Dänemark und verwendet ausschließlich die Dänische Krone (DKK). Eine eigene grönländische Währung existiert nicht. Für deutsche und österreichische Reisende: EUR lässt sich am Nuuk-Flughafen oder bei der GrønlandsBANKEN im Stadtzentrum tauschen. Für Schweizer Reisende: CHF ist in Grönland kaum umtauschbar — CHF vor der Abreise in Kopenhagen oder Zürich zu DKK oder EUR wechseln. Die weitaus sicherste Vorbereitung ist, ausreichend DKK in Kopenhagen zu besorgen, da Grönlands Bankinfrastruktur außerhalb von Nuuk sehr begrenzt ist. Kein informeller Devisenmarkt oder Straßenwechsel in Grönland.
Geldautomaten in Nuuk und größeren Städten — in abgelegenen Siedlungen keine
GrønlandsBANKEN, Grönlands eigene Bank, hat Filialen in Nuuk, Ilulissat, Sisimiut, Aasiaat, Maniitsoq und Qaqortoq, und eine zweite Geschäftsbank ist ebenfalls im Land tätig; zusammen decken sie die größeren Orte mit Geldautomaten ab. Internationale Visa- und Mastercardabhebungen funktionieren an diesen Automaten. Jenseits der Hauptorte — kleine Siedlungen, abgelegene Fjorde, Hundeschlittengebiete und Wanderregionen — gibt es keinerlei Geldautomaten. Ilulissat (UNESCO-Eisfjord-Ort, meistbesuchter Touristenhub) hat ATM-Abdeckung im Stadtzentrum. Für Expeditionen über die Hauptorte hinaus genügend DKK-Bargeld mitnehmen.
Kartenzahlung und Apple Pay in Nuuk und großen Hotels — überall sonst Bargeld nötig
In Nuuk werden Visa und Mastercard in Hotels, den Supermärkten Brugseni und Pisiffik sowie in Restaurants und größeren Geschäften akzeptiert. Apple Pay und Google Pay funktionieren bei Händlern mit modernen Kassensystemen — hauptsächlich in Nuuk und großen Ilulissat-Einrichtungen. Außerhalb der Hauptorte verlangen kleine Pensionen, lokale Restaurants, Jagdguides und Bootscharterbereiber Bargeld in DKK. Air-Greenland-Inlandsflüge und Pakete können im Voraus per Karte gebucht und bezahlt werden.
Eines der teuersten Reiseziele der Welt — Transport und Unterkunft sorgfältig budgetieren
Grönland zählt zu den teuersten Reisezielen weltweit — bedingt durch extreme Abgelegenheit und abhängig von Luft- und Schiffstransport für alle Versorgungsgüter. Restaurantmahlzeit in Nuuk (Mittelklasse): DKK 200–350 pro Person (ca. 27–47 €). Einfache Unterkunft außerhalb von Nuuk: DKK 800–1.500/Nacht. Air-Greenland-Inlandsflug Nuuk–Ilulissat: DKK 2.500–5.000+ (Hin- und Rückflug). Hundeschlittentour (Tagestour): DKK 1.500–3.000. Bootsausflug zum Eisfjord: DKK 600–1.200. Tagesbudget planen: DKK 1.500–3.000+ (ca. 200–400 €) inkl. Unterkunft, Verpflegung und einer Aktivität. Flüge, Unterkunft und große Ausflüge weit im Voraus buchen — das Angebot ist begrenzt.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Kann ich CHF direkt in Grönland tauschen?
Funktionieren Apple Pay und Google Pay in Grönland?
Gibt es Geldautomaten in Ilulissat?
Ist Grönland teurer als Island?
Wie bezahle ich Air-Greenland-Inlandsflüge?
Kann ich am Nuuk-Flughafen Geld wechseln?
Gibt es Trinkgeldkultur in Grönland?
Lohnt sich eine Reiseversicherung mit Notfall-Evakuierungsschutz für Grönland?
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