Geld & Währung
Geld in Indien
Aktualisiert: 2026-08-23
Indische Rupie (INR)
Währungscode: INR
Praktische Geldtipps
Die Rupie ist eine geschlossene Währung
Die Indische Rupie (INR, ₹) ist unter dem indischen Devisenrecht nur eingeschränkt handelbar, und die praktische Folge ist eine der wenigen wirklich indienspezifischen Geldfragen: Vorab kaufen lässt sie sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht in nennenswerter Menge — Wechselstuben führen sie in der Regel gar nicht —, und Nicht-Residenten dürfen nur einen begrenzten Betrag in bar ein- und ausführen, derzeit 25.000 Rupien. Der Standardweg beim Ankommen ist deshalb kein Wechselschalter, sondern der Bankautomat: Jeder internationale Flughafen des Landes hat mehrere in der Ankunftshalle, sie akzeptieren internationale Visa-, Mastercard- und Maestro-Karten, und dort abzuheben ist zugleich der günstigste und einfachste Start. Im Umlauf sind Scheine zu 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Rupien sowie Münzen von 1 bis 10; die 2.000-Rupien-Note hat die indische Zentralbank 2023 eingezogen — sie ist noch umtauschbar, wird im Handel aber zunehmend abgelehnt. Hotelrezeptionen und nicht lizenzierte Wechsler auf der Straße bieten schlechte Kurse und sind grundsätzlich zu meiden.
Am Automaten großer Banken abheben — und zwei Karten mitnehmen
Zuverlässig für ausländische Karten sind die Automaten der großen Banken — HDFC, State Bank of India, ICICI, Axis, Kotak Mahindra, Punjab National —, und die stehen überall: an Flughäfen, in Innenstädten, an Bahnhöfen, in Einkaufszentren. Pro Abhebung liegt das Limit typischerweise zwischen 10.000 und 25.000 Rupien; was die Abhebung am Ende kostet, entscheiden das Tageslimit und die Auslandsgebühr der eigenen Bank, beides also vor dem Abflug prüfen. Für diese Leserschaft ist eine Zeile wichtiger als alle anderen: Karten ohne Visa- oder Mastercard-Cobranding — die klassische Girocard — funktionieren in Indien nicht; nötig ist eine Debit- oder Kreditkarte eines der beiden internationalen Netze. Zwei Gewohnheiten ersparen echten Ärger. Erstens zwei Karten unterschiedlicher Netze mitführen: Was ein Automat ablehnt, akzeptiert oft der der nächsten Bank, und eine einzige gesperrte Karte ist in einer bargeldnahen Wirtschaft ein ernstes Problem. Zweitens Bankautomaten den herstellerbetriebenen Geräten ohne Bankfiliale vorziehen — die lehnen ausländische Karten häufiger ab und verlangen höhere Aufschläge, besonders in Kleinstädten. Rund um große Feste und an Sonntagabenden können beliebte Automaten schlicht leer sein: lieber vor einem Feiertag abheben als mittendrin.
UPI ist die heimische Schiene, Karten funktionieren in den Städten
Indien zahlt per UPI, einem QR-Code-System mit Milliarden Transaktionen im Monat, und zwar für wirklich alles: Rikscha, Teestand, Gemüsehändler, Marktstand. Einheimische scannen mit Apps wie PhonePe, Google Pay oder Paytm, und in weiten Teilen des Alltagshandels ist der QR-Aufkleber die einzige bargeldlose Option. Ausgesperrt sind ausländische Gäste davon nicht mehr: Prepaid-Wallets für Reisende laufen über dasselbe Netz, werden mit Rupien geladen und wie ein einheimisches Konto gescannt — wo und wie man eines bekommt, hat sich allerdings mehrfach geändert, also die aktuelle Regelung prüfen statt auf ein bestimmtes Angebot am Flughafen zu setzen. Daneben funktionieren Visa und Mastercard kontaktlos in Hotels, Einkaufszentren, Supermärkten und in der gehobenen Gastronomie der Städte, während die Akzeptanz außerhalb davon und in kleinen Betrieben schnell dünner wird; American Express wird noch enger angenommen. Die praktische Mischung für die meisten Reisen: eine internationale Karte, Bargeld vom Bankautomaten und ein UPI-Wallet, sobald die Reise länger als ein paar Tage dauert.
Service Charge, Trinkgeld und wann gefeilscht wird
Viele Restaurants und Hotels in den Städten setzen eine Service Charge von etwa acht bis zehn Prozent auf die Rechnung, vor allem in Metropolen und Touristenzonen. Eine Verbraucherrichtlinie der Regierung hat sie ausdrücklich freiwillig gestellt — man darf sie streichen lassen —, in der Praxis bleibt sie auf den meisten gehobenen Rechnungen stehen, und wo sie erscheint, wird kein weiteres Trinkgeld erwartet. Wo nicht, sind rund zehn Prozent üblich. Die sonstigen Beträge sind klein und ein Grund, kleine Scheine zu horten: etwa 50 bis 100 Rupien für Gepäckträger, ungefähr 100 pro Nacht für das Zimmerpersonal, ein paar hundert Rupien am Tag für Guides oder Fahrer, und in Rikscha oder Taxi auf die nächsten zehn Rupien aufrunden — alles als aktuelle Größenordnungen zu verstehen, nicht als feste Tarife. Gefeilscht wird auf Straßenmärkten, an Souvenirständen und in nicht metrierten Autorikschas, wo der Preis vor dem Einsteigen vereinbart gehört; in Einkaufszentren, Supermärkten, Markenrestaurants und lizenzierten Taxidiensten dagegen nicht — dort gilt der ausgezeichnete Preis. Welches Verkehrsmittel wann das richtige ist, ordnet der Guide Unterwegs in Indien.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Einreiseregeln, Visumarten und praktische Hinweise stehen auf der Seite Indien.
Nutzen Sie diese Visaja-Seite als Ausgangspunkt und bestätigen Sie geltende Regeln vor der Antragstellung direkt bei der offiziellen Stelle.