Irland
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+353
Hauptstadt
Dublin
Bevölkerung
5,1 Mio. (2022)
Sprachen
Irisch · Englisch
Fläche
69.797 km²
Stromnetz
230 V
Steckertypen
Stecker BS 1363
Fahrseite
links
Einheimischer Name
Éire
Region
Europa
Nordeuropa
Zeitzone
Irland (Ortszeit)
UTC±00
Auf dieser Seite
Irland ist eines der zugänglichsten Reiseziele Europas — englischsprachig, kompakt, gut erschlossen — und gleichzeitig eines der am stärksten klischeebehafteten: grüne Hügel, Pubs, Regen und ein Bild irischer Freundlichkeit, das vor allem für deutschsprachige Leserinnen und Leser stark von Heinrich Bölls „Irischem Tagebuch“ (1957) geprägt ist. Vieles von diesem Bild stimmt — vieles geht aber an dem vorbei, was Irland tatsächlich heute ist: ein Land mit einer der dynamischsten Volkswirtschaften der EU, mit Dublin als Tech-Standort (Google, Meta, Microsoft, LinkedIn — und einer großen deutschsprachigen Expat-Community), mit einer rauen atlantischen Küste, die mit dem irischen Postkartenidyll wenig zu tun hat. Wichtig für die Reiseplanung: Irland gehört zur EU und zur Eurozone, ist aber nicht Teil des Schengen-Raums und behält eigene Einreise- und Visaregeln.
Visum und Einreise nach Irland
Irland ist EU-Mitglied, aber nicht Teil des Schengen-Raums. Schengen-Visa gelten daher nicht für eine Einreise nach Irland — wer ein Schengen-Visum besitzt, braucht zusätzlich ein eigenes irisches Visum, sofern visumpflichtig. Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und allen weiteren EU-/EWR-Staaten reisen mit gültigem Personalausweis oder Reisepass ohne zeitliche Begrenzung ein. Reisende aus den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Japan und vielen weiteren Staaten dürfen für touristische oder geschäftliche Zwecke bis zu 90 Tage visumfrei einreisen — diese Frist läuft komplett unabhängig von der Schengen-90/180-Regel. Wer ein irisches Kurzaufenthaltsvisum benötigt, beantragt es separat über die irischen Auslandsvertretungen; die Bearbeitung dauert in der Regel etwa acht Wochen. Zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich besteht die Common Travel Area, die für britische und irische Staatsangehörige besondere Freizügigkeit schafft.
Gängige Visumtypen
Visumfreie Einreise
Für touristische, geschäftliche oder familiäre Kurzaufenthalte aus den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Japan und zahlreichen weiteren Staaten.
EU-/EWR-/Schweiz-Einreise
Für Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den weiteren EU-/EWR-Staaten zu jedem Aufenthaltszweck.
Common Travel Area
Sonderregelung zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich für britische und irische Staatsangehörige.
Irisches Kurzaufenthaltsvisum
Für visumpflichtige Nationalitäten zu touristischen, geschäftlichen oder familiären Zwecken.
Wichtige Reisehinweise für Irland
•Irland ist nicht Teil des...
•Die irische 90-Tage-Regel für visumfreie...
•Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich,...
•In der Republik Irland wird...
•Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum:...
•Das Wetter ist ganzjährig wechselhaft...
•In Irland wird links gefahren....
•Pubs sind kulturell zentral, nicht...
•Das Heinrich-Böll-Cottage in Dugort auf...
•In der Hochsaison (Juli/August) frühzeitig...
Für deutschsprachige Reisende ist Irland traditionell ein literarisch grundiertes Reiseziel. Heinrich Bölls „Irisches Tagebuch“, erschienen 1957, hat zwei Generationen von Lesern in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Bild eines romantischen, regenschweren, ein wenig melancholischen Inseldaseins vermittelt — und Bölls Cottage in Dugort auf Achill Island ist seit 1992 ein Stipendienhaus für deutschsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller, das jedes Jahr Autorinnen und Autoren aus dem deutschen Sprachraum auf die Insel bringt. Doch Irland ist heute weit mehr als der Böll'sche Sehnsuchtsort: Dublin ist eines der wichtigsten europäischen Tech-Zentren — Google, Meta, Microsoft, Stripe und LinkedIn haben hier ihre EMEA-Headquarters, und die deutschsprachige Expat-Community (Schätzungen sprechen von 10.000–15.000 Personen allein im Großraum Dublin) ist eine der größten kontinentaleuropäischen Gruppen der Stadt. Direktflüge erreichen Dublin täglich aus Frankfurt, München, Berlin, Wien und Zürich. Landschaftlich gehört der Wild Atlantic Way mit 2.500 Kilometern zu den längsten ausgewiesenen Küstenstraßen der Welt — von Donegal im Norden bis Cork im Süden, vorbei an den Cliffs of Moher (214 m hoch), den Aran-Inseln, den Mooren von Connemara und den Halbinseln Kerrys. Dublin selbst überrascht mit kultureller Dichte: Trinity Colleges Long Room beherbergt das „Book of Kells“ (entstanden um 800 n. Chr., eine der bedeutendsten erhaltenen mittelalterlichen Handschriften), die georgianischen Plätze sind weitgehend intakt, und die literarische Tradition (Joyce, Beckett, Wilde, Shaw, Yeats) ist im Stadtbild präsent. Newgrange in der Grafschaft Meath ist älter als Stonehenge und die ägyptischen Pyramiden, ausgerichtet auf den Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende mit einer Präzision, die Archäologen bis heute beeindruckt. Praktisch wichtig: Das Wetter ist mild, ständig wechselhaft und durchweg feucht — Regenjacke unabhängig von der Saison einpacken. Beste Reisezeit: Mai bis September für die längsten Tage; Vor- und Nachsaison oft mit klarstem Licht und ruhigeren Straßen.
Entdecken Sie Irland
Dublin: Literaturhauptstadt und gelebte Stadt
Dublins kulturelle Dichte ist auf einer fußläufig erschließbaren Fläche bemerkenswert. Trinity College zeigt im Long Room das Book of Kells — eine illuminierte Evangelienhandschrift aus dem späten 8. oder frühen 9. Jahrhundert, eine der bedeutendsten erhaltenen Handschriften des frühen Mittelalters. Die georgianischen Plätze um Merrion Square und Fitzwilliam Square sind weitgehend intakt. Das National Museum of Ireland (mit der Archäologiesammlung im Kildare Street Building) und die Chester Beatty Library (orientalische und islamische Handschriften, vom Time Magazine wiederholt zum besten Museum Europas gewählt) sind beide kostenlos und international hochrangig. Dublins literarisches Erbe (Joyce, Beckett, Wilde, Shaw, Yeats — mit Yeats, Shaw und Beckett drei Nobelpreisträgern unter ihnen) ist nicht Vergangenheit, sondern in den Buchläden, den Pubs (das „Davy Byrnes“ aus Joyce' Ulysses, das „Toner's“ aus Yeats' Lebenswelt) und im Dublin Writers Museum spürbar. Abends: Trad-Music-Sessions in den Pubs des Stadtteils Stoneybatter oder in den weniger touristischen Stadtteilen liefern eine soziale Wärme, die größere Hauptstädte selten so zugänglich anbieten.
Wild Atlantic Way: Europas große Küstenstraße
Der Wild Atlantic Way verläuft 2.500 Kilometer von Donegal an der nordwestlichen Spitze bis Kinsale in West Cork — ausgewiesen 2014, einer der längsten zusammenhängenden Küstentouristen-Routen der Welt. An der Strecke liegen die Cliffs of Moher (214 Meter senkrechte Klippen am Atlantik, eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Irlands), die Aran-Inseln (per Fähre von Doolin oder Rossaveel zugänglich; auf Inis Mór liegt die prähistorische Festungsanlage Dún Aonghasa direkt über der Klippe), Connemara mit den Twelve Bens und schwarzen Bergseen sowie Kerrys Halbinseln (Iveragh mit dem Ring of Kerry, Dingle, Beara). Die Strecke lohnt sich am ehesten in einer konzentrierten Auswahl — wer alles in einer Woche abfahren will, sieht nichts. Eine Woche Donegal/Sligo oder zehn Tage Galway/Connemara/Kerry sind realistischere Aufteilungen. Das atlantische Licht wechselt im Minutentakt; die Strecke gehört zu den lohnendsten Foto- und Landschaftsrouten Westeuropas.
Galway: Musik, Studierende und atlantisches Tor
Galway ist das künstlerischere Gegengewicht zu Dublin — kleiner, informeller, dauerhaft im Festivalmodus. Die Pubs des Latin Quarter (Tigh Neachtain, The Crane Bar, Tig Cóilí) sind Heimat spontaner Trad-Sessions, die nicht für Touristen inszeniert werden. Das wöchentliche Saturday Market am Galway Cathedral ist eines der besten Lebensmittelmärkte Irlands. Galway ist Tor zu Connemara und zu den Aran-Inseln, beherbergt das Galway International Arts Festival im Juli und das Fleadh Cheoil na hÉireann — das größte traditionelle Musikfestival der Welt, das jedes Jahr in einer anderen irischen Stadt stattfindet, häufig im westlichen Drittel des Landes. Für deutschsprachige Besucher ist Galway oft der Ort, an dem das gesuchte „authentische Irlandbild“ tatsächlich aufgeht — weniger inszeniert als Dublin, geographisch näher an der westlichen Küstenlandschaft.
Connemara, Kerry und das ländliche Irland — Heinrich Bölls Achill Island
Im Westen und Südwesten zeigt Irlands Landschaft sich am stärksten: Connemaras Moore, schwarze Seen und die Twelve Bens als markante Quarzitkette; der Ring of Kerry mit seiner 179 km langen Küstenstraße um die Halbinsel Iveragh; die Halbinsel Dingle mit ihren Promontory-Forts und dem Strand von Inch. Für deutschsprachige Reisende verbindet sich diese Region mit einem festen literarischen Bezugspunkt: Achill Island, die größte Insel vor der irischen Westküste. In Dugort steht das Cottage, in dem Heinrich Böll in den 1950er Jahren sein „Irisches Tagebuch“ begann — heute ein Stipendiatenhaus, das jedes Jahr deutschsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller aufnimmt. Die Insel selbst ist klein, aber landschaftlich vielfältig: Keem Beach, der Atlantic Drive, der verlassene Geisterort Slievemore. Das ländliche Irland belohnt unhastiges Reisen — schmale Straßen, Wetter, das in Minuten umschlägt, Dorf-Pubs, in denen ein Mittagessen in den Nachmittag rutscht.
Frühgeschichte und frühchristliches Irland
Newgrange in der Grafschaft Meath (um 3200 v. Chr.) ist älter als Stonehenge und die ägyptischen Pyramiden — eine megalithische Anlage, deren Eingangsgang am Sonnenaufgang der Wintersonnenwende präzise durchleuchtet wird, eine Ausrichtung mit einer Genauigkeit, die archäologisch bis heute bemerkenswert ist. Skellig Michael, UNESCO-Welterbe, beherbergt ein Mönchskloster aus dem 6. Jahrhundert auf einem Felsen 12 Kilometer im Atlantik vor der Küste Kerrys (per Boot in der Saison erreichbar, mit strenger Besucherobergrenze). Hill of Tara — die mythische Königsstadt der frühen irischen Hochkönige — sowie der Rock of Cashel und Glendalough mit seinem Klosterensemble in den Wicklow Mountains ergänzen ein prähistorisches und frühmittelalterliches Erbe, das in dieser Dichte und Zugänglichkeit weltweit selten ist.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
2.500 km Küstenstraße von Donegal bis Cork, mit Cliffs of Moher, Aran-Inseln, Connemara, Ring of Kerry und Slieve League. Idealerweise in 7–14 Tagen befahren, mit Übernachtungen in B&Bs und kleineren Hotels entlang der Strecke. Mietwagen ab Dublin, Shannon oder Cork.
Trinity College mit dem Book of Kells, georgianische Plätze, Guinness Storehouse, Temple Bar, das National Museum und die Chester Beatty Library. Kompakt, fußläufig, mit lebendiger Pub- und Trad-Music-Szene am Abend. Direktflüge aus Frankfurt, München, Wien und Zürich.
Irlands lebendige Trad-Tradition (Fiddle, Uilleann Pipes, Bodhrán, Tin Whistle) ist keine Bühnenkultur, sondern eine partizipative Praxis. Galway, Doolin, Ennis, Westport und Hunderte kleinere Orte haben Pubs mit spontanen Sessions. Das Fleadh Cheoil ist das größte Trad-Festival der Welt.
Newgrange (3200 v. Chr., älter als Stonehenge), Hill of Tara, Skellig Michael (UNESCO, ein Kloster aus dem 6. Jahrhundert auf einem Felsen 12 km im Atlantik), Rock of Cashel, Glendalough. Eine prähistorische und frühmittelalterliche Substanz von außergewöhnlicher Dichte.
Achill Island mit dem Heinrich-Böll-Cottage in Dugort, Yeats-Country in Sligo (Drumcliffe-Kirchhof, Lough Gill), Joyce' Dublin (Sandycove-Tower, Davy Byrnes Pub). Für deutschsprachige Reisende eine literarisch grundierte Route durch das Land, das Bölls „Irisches Tagebuch“ prägte.
Geld & Währung
Euro (EUR)
Währungscode: EUR
Praktische Geldtipps
Euro (EUR) — Irland ist Eurozone-Mitglied; kein Wechsel für deutsche und österreichische Reisende
Irland ist Mitglied der Eurozone und verwendet den Euro (€). Deutsche und österreichische Reisende können ihre Euro direkt verwenden, ohne zu wechseln. Für Schweizer Reisende gilt: CHF wird in Irland nicht akzeptiert — CHF sollte vor oder bei Ankunft in EUR getauscht werden. Wechselschalter befinden sich am Dubliner Flughafen, am Flughafen Cork sowie in Banken (AIB, Bank of Ireland) und Wechselstuben in Stadtzentren. Hotel-Wechselstuben bieten in der Regel schlechte Kurse — meiden. Hinweis: Nordirland gehört zum Vereinigten Königreich und verwendet das Britische Pfund (GBP) — für Reisen über die Grenze ggf. beide Währungen oder Kartenzahlung berücksichtigen.
Geldautomaten überall verfügbar — Visa, Mastercard und Maestro funktionieren zuverlässig
Geldautomaten sind in ganz Irland weit verbreitet, auch in kleineren Städten und Dörfern. AIB, Bank of Ireland und An Post (Postamt) betreiben die häufigsten Geräte. Internationale Visa-, Mastercard- und Maestro-Debitkarten funktionieren zuverlässig. Abhebungslimits von 500–700 € pro Tag sind üblich. Die meisten Automaten geben 20-€-Scheine aus. Da Irland eine der bargeldlosesten Gesellschaften Europas ist, sind Bargeldabhebungen für den Alltag oft nicht notwendig — Kartenzahlung und Apple/Google Pay decken nahezu alle Ausgaben ab.
Extrem bargeldlos — Apple Pay und Google Pay überall in Irland akzeptiert
Irland gehört zu den bargeldlosesten Ländern Europas. Apple Pay, Google Pay und kontaktlose Kartenzahlung werden in der überwiegenden Mehrheit der Geschäfte, Restaurants, Cafés, Pubs, Verkehrsmittel und Sehenswürdigkeiten akzeptiert — auch in ländlichen Gebieten. Das kontaktlose Limit für einzelne Transaktionen wurde erhöht; über biometrische Authentifizierung (Apple Pay/Google Pay) gibt es kein Einzellimit. Selbst Wochenmärkte und kleine Anbieter akzeptieren häufig kontaktlose Zahlung. Etwas Bargeld (20–50 €) ist nützlich für bestimmte Parkautomaten, ländliche Märkte und Trinkgeld.
Preisniveau: Pint in Dublin ~7–9 €; Hauptgericht 15–30 €; Unterkunft ab ~80 €
Irland, besonders Dublin, gehört zu den teureren europäischen Reisezielen. Ein Pint Guinness in einem Dubliner Pub: 7–9 € (außerhalb Dublins günstiger: 5,50–7 €). Hauptgericht in einem Restaurant mittlerer Preisklasse: 15–30 €. Günstige Unterkunft in Dublin: 25–45 € im Schlafsaal; 80–150 € für ein Doppelzimmer im Hotel. Außerhalb Dublins — Cork, Galway, Killarney, Wild Atlantic Way — sind die Preise deutlich erschwinglicher. ÖPNV: In Dublin empfiehlt sich die Leap Card (kontaktlos aufladbare Prepaid-Karte) für günstigere Fahrpreise. Trinkgeld: 10–12 % in Restaurants ohne enthaltenes Service-Entgelt ist üblich.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Können Schweizer Reisende Euro in Irland verwenden?
Ist Apple Pay in Irland nutzbar?
Was ist die Leap Card und lohnt sie sich für Reisende?
Fallen Auslandsentgelte für Kartenzahlungen in Irland an?
Wie teuer ist Dublin im Vergleich zu anderen irischen Städten?
Ist GBP in der Republik Irland akzeptiert?
Welches Trinkgeld ist in Irland üblich?
Wie bezahle ich am besten auf einer Rundreise entlang des Wild Atlantic Way?
Irland — Botschaften weltweit
Beliebte Ziele
Wichtigste Zielländer mit bestätigten Vertretungen
Ausländische Vertretungen in Irland
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Wichtige Herkunftsländer
Alle Länder nach Kontinent
Europa(1)
Akkreditierte Vertretungen für Irland
Brauchen deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige ein Visum für Irland?
Nein — die Einreise ist visumfrei: Deutsche und Österreicher reisen mit Personalausweis oder Reisepass ein, Schweizer mit Identitätskarte oder Reisepass. Zu beachten ist nur, dass Irland zwar EU-Mitglied ist, aber nicht zum Schengen-Raum gehört und eigene Einreiseregeln führt.
Gilt ein Schengen-Visum auch für Irland?
Nein — wer als visumpflichtige Nationalität mit einem in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ausgestellten Schengen-Visum unterwegs ist, braucht für Irland zusätzlich ein eigenes irisches Visum, separat beantragt bei einer irischen Auslandsvertretung. Die irische 90-Tage-Frist läuft dafür komplett unabhängig von der Schengen-90/180-Regel.
Kann ich von Irland einfach nach Nordirland weiterreisen?
An der Landgrenze gibt es keine routinemäßigen Kontrollen — rechtlich wechselt man aber ins Vereinigte Königreich: Es gilt britisches Einreiserecht, für Deutsche, Österreicher und Schweizer also die britische ETA, und bezahlt wird in Pfund Sterling statt Euro. Wer einen Abstecher nach Belfast oder an die Causeway Coast plant, kümmert sich am besten vor der Reise darum.
Wie viele Tage brauche ich für Dublin und den Wild Atlantic Way?
Dublin belohnt zwei bis drei Tage für Museen, georgianische Plätze und Pubkultur. Der Wild Atlantic Way will bei seiner Länge in einer Woche oder mehr gefahren werden — realistisch ist eine konzentrierte Auswahl statt der ganzen Strecke. Zusammen ergeben zehn bis vierzehn Tage eine Reise ohne Hetze.
Wo höre ich echte traditionelle irische Musik?
Im Westen, wo die Tradition nie zur Bühnenshow wurde — in Galways Latin Quarter, in Doolin oder Miltown Malbay beginnen Sessions spontan im Pub, ohne Bühne und ohne Ankündigung. Auch in Dublin lohnt der Weg aus den Touristenvierteln hinaus, etwa nach Stoneybatter.
Brauche ich einen Mietwagen für das ländliche Irland?
Für Connemara, Kerry und den Wild Atlantic Way generell ja — erst das Auto erschließt die Nebenstraßen und kleinen Orte, die der öffentliche Verkehr nicht erreicht. Gefahren wird links; auf den schmalen Landstraßen ist ein kleiner Wagen die entspanntere Wahl.
Was hat es mit Heinrich Böll und Achill Island auf sich?
Bölls „Irisches Tagebuch“ von 1957 hat das deutschsprachige Irlandbild über Generationen geprägt. Auf Achill Island in Dugort steht das Cottage, in dem er daran schrieb — heute ein Stipendiatenhaus für deutschsprachige Autorinnen und Autoren. Die Insel selbst lohnt auch ohne literarischen Anlass: Keem Beach, der Atlantic Drive und der verlassene Ort Slievemore.
Wie ist das Wetter in Irland wirklich?
Mild, feucht und ständig wechselhaft — Sommer meist 15 bis 20 Grad, Winter 5 bis 10 Grad, Regen ist in jeder Saison wahrscheinlich. Eine wasserdichte Jacke gehört immer ins Gepäck; Mai bis September bietet die längsten Tage und die besten Chancen auf klares Licht.
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