Island

Flagge von Island

Telefonvorwahl

+354

Hauptstadt

Reykjavík

Bevölkerung

364.260 (2019)

Sprachen

Isländisch

Fläche

103.004 km²

Stromnetz

230 V

Steckertypen

Eurostecker · Schuko

Fahrseite

rechts

Einheimischer Name

Ísland

Region

Europa

Nordeuropa

Zeitzone

Mittlere Greenwich-Zeit

UTC±00

Island gehört zu den Ländern, deren Reisebild weltweit sofort erkennbar ist: Lavafelder, heiße Quellen, Gletscher, Wasserfälle, schwarzer Sand, Nordlichter und die Idee einer fast außerirdisch wirkenden Landschaft. Doch gerade weil Island so stark bebildert ist, lohnt sich eine präzisere Sicht. Das Land ist nicht nur eine Sammlung naturphotogener Punkte, sondern ein Raum, in dem Vulkanismus, Geothermie, Wetter, Licht und Entfernung den Reisealltag bestimmen. Reykjavik bildet dabei einen kleinen, gut organisierten urbanen Einstieg, während Ringstraße, Südküste, Hochland und entlegenere Fjordregionen sehr unterschiedliche Island-Erfahrungen öffnen. Wer nach Island reist, sollte deshalb nicht nur auf Spektakel, sondern auch auf Rhythmus, Weite und Wetter eingestellt sein.

Visum und Einreise nach Island

Als Mitglied des Schengen-Raums folgt Island den allgemeinen Schengen-Einreiseregeln. EU-, EWR- und Schweizer Staatsangehörige können frei einreisen. Viele weitere Nationalitäten, darunter die USA, das Vereinigte Königreich, Kanada, Australien, Neuseeland und Japan, dürfen sich für touristische oder geschäftliche Aufenthalte bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen visumfrei im Schengen-Raum aufhalten. Visumpflichtige Reisende müssen ein Schengen-Visum beantragen, in vielen Fällen über diplomatische Vertretungen Dänemarks. Der Reisepass muss in der Regel noch mindestens drei Monate über die geplante Ausreise hinaus gültig sein.

Gängige Visumtypen

Visumfreie Schengen-Einreise

Bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen im Schengen-Raum.

Für Tourismus, Geschäftsreisen und kurze private Aufenthalte vieler berechtigter Nationalitäten.

EU-/EWR-/Schweiz-Einreise

Unbegrenzt im Rahmen der Freizügigkeit.

Für freie Bewegung innerhalb des europäischen Raums.

Schengen-Visum Typ C

Bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen.

Für kurzfristige Aufenthalte visumpflichtiger Nationalitäten.

Langzeitvisum Typ D

Über 90 Tage, je nach Zweck.

Für längere Aufenthalte etwa zu Arbeit, Studium oder Familiengründen.

Wichtige Reisehinweise für Island

•Island gehört zu den teuersten...

Island gehört zu den teuersten Reisezielen Europas. Unterkünfte, Restaurants und Mietwagen sollten früh und realistisch budgetiert werden.

•Die Schengen-90/180-Regel gilt für visumfreie...

Die Schengen-90/180-Regel gilt für visumfreie Aufenthalte.

•Der Reisepass sollte in der...

Der Reisepass sollte in der Regel noch mindestens drei Monate über die geplante Ausreise aus dem Schengen-Raum hinaus gültig sein.

•Island ist weitgehend kartengestützt. Bargeld...

Island ist weitgehend kartengestützt. Bargeld spielt kaum eine Rolle.

•Das Wetter kann sich innerhalb...

Das Wetter kann sich innerhalb weniger Stunden stark ändern. Wind- und Wetterschutz gehören ganzjährig ins Gepäck.

•Im Winter sind Lichtfenster kurz...

Im Winter sind Lichtfenster kurz und Fahrbedingungen anspruchsvoll. Winterfahrten verlangen Erfahrung und Vorsicht.

•F-Roads und Hochlandrouten sind saisonal...

F-Roads und Hochlandrouten sind saisonal eingeschränkt und oft nur mit geeigneten Fahrzeugen befahrbar.

•Nordlichter sind nie garantiert, auch...

Nordlichter sind nie garantiert, auch wenn Island sehr gute Chancen bietet.

•Selbst im Sommer können Kälte,...

Selbst im Sommer können Kälte, Regen und Wind stark sein. Das Bild vom "sommerlichen Norden" führt oft in die Irre.

•Camping und Selbstversorgung helfen beim...

Camping und Selbstversorgung helfen beim Budget, verlangen aber gute Vorbereitung und Respekt für Wetter und Umwelt.

•Viele Highlights liegen weit auseinander....

Viele Highlights liegen weit auseinander. Kartenentfernungen unterschätzen häufig Fahrzeit und Wetterwirkung.

•Island lohnt sich besonders, wenn...

Island lohnt sich besonders, wenn man nicht nur Checklistenpunkte abfährt, sondern Landschaft auch als Zeit- und Wettererfahrung annimmt.

Reiseführer

Der Goldene Kreis — Þingvellir, Geysir und Gullfoss auf einer Tagesfahrt ab Reykjavik — ist der beliebteste Einstieg, aber nur ein Bruchteil dessen, was Island bietet. Im Þingvellir-Nationalpark (UNESCO) driften die eurasische und nordamerikanische Kontinentalplatte sichtbar auseinander, und genau hier tagte ab 930 n. Chr. das Althing, das älteste noch bestehende Parlament der Welt. Am Geysir bricht der Strokkur alle fünf bis zehn Minuten aus, und der Gullfoss stürzt über zwei Stufen in eine Schlucht mit permanentem Regenbogen im Sommer. Jenseits des Goldenen Kreises führt die Ringstraße (Route 1, 1.332 km) in sieben bis vierzehn Tagen einmal um die gesamte Insel — durch schwarze Sandküste, Gletscherzungen, mondähnliche Lavafelder und stille Ostfjorde, oft innerhalb weniger Stunden. Die Gletscherlagune Jökulsárlón, an der Eisberge vom Vatnajökull kalben und als transparente Brocken am Diamond Beach stranden, ist das meistfotografierte Motiv des Landes. Reynisfjara mit den Basaltsäulen und der tosenden Atlantikbrandung, Dettifoss (Europas wasserreichster Wasserfall), die Vulkankrater und Fumarolen von Mývatn und die Halbinsel Snæfellsnes — oft als „Island im Kleinen" bezeichnet — ergänzen eine Route fast ohne tote Kilometer. Im Winter tanzen die Nordlichter von September bis März über dunkle Himmel, und Eishöhlen im Vatnajökull-Gletscher offenbaren Innenräume in elektrischem Blau. Im Sommer erlaubt die Mitternachtssonne endlose Fahrtage und Wanderungen, und Papageientaucher-Kolonien nisten an den Klippen. Island ist teuer — vermutlich das teuerste Reiseziel Europas — aber Dichte und Ausmaß der Naturschauspiele sind auf dem Kontinent beispiellos. Direktflüge von Frankfurt, München, Hamburg, Düsseldorf, Berlin und Wien nach Keflavik machen die Anreise aus dem deutschsprachigen Raum unkompliziert.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Natur und Landschaftsreise

Island ist eines der stärksten Ziele Europas für Reisende, die Wasserfälle, Gletscher, Vulkane und geothermische Landschaften als eigentlichen Reisegrund suchen.

Roadtrip auf der Ringstraße

Die Ringstraße eignet sich für mehrtägige Rundreisen, bei denen viele sehr unterschiedliche Landschaften in einem großen Bogen erlebt werden können.

Nordlichter und Winterreise

Von Herbst bis Frühjahr ist Island ein starkes Ziel für Polarlichtreisen, winterliche Küstenfahrten und Eiswelten.

Geothermie und Badekultur

Blue Lagoon, heiße Quellen und geothermische Badeorte geben dem Land eine eigene Form von Naturwellness und Alltagserholung.

Sommer mit Mitternachtssonne

Die hellen Sommermonate eignen sich für lange Fahrtage, Wanderungen, Walbeobachtung und Reisen bis spät in den Abend hinein.

Geld & Währung

Geld & Währung
ko

Isländische Krone (ISK)

Währungscode: ISK

Praktische Geldtipps

Island ist nahezu bargeldlos — Karte genügt überall

Island gehört zu den bargeldlosesten Gesellschaften der Welt. Visa und Mastercard (einschließlich kontaktlos, Apple Pay, Google Pay) werden praktisch überall akzeptiert — Restaurants, Tankstellen, Hot-Dog-Stände, abgelegene Hochlandhütten, Campingplatz-Duschen, öffentliche Toiletten und sogar unbemannte Hofläden. Viele Reisende kommen durch den gesamten Urlaub, ohne einen einzigen Geldschein anzufassen. Eine Bargeldreserve ist nicht nötig. Wer dennoch etwas abheben möchte, zieht am Flughafen Keflavik ISK aus dem Automaten — aber 99 % aller Zahlungen laufen per Karte.

Die Isländische Krone — kleine, schwankende Währung

Islands Währung ist die Isländische Krone (ISK), Mehrzahl krónur. Scheine gibt es in 500, 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 ISK, Münzen von 1 bis 100 ISK. Die Krone ist eine frei schwankende Währung und kann deutlich fluktuieren. Geldwechsel vor der Abreise ist unnötig — die Bankkarte reicht. Am Kartenterminal und Geldautomaten immer in ISK bezahlen und die Option „in Heimatwährung zahlen" (dynamische Währungsumrechnung) ablehnen, da der Aufschlag von 3-7 % den Wechselkurs des Händlers statt der eigenen Bank zugrunde legt.

Geldautomaten vorhanden, aber selten benötigt

Geldautomaten befinden sich am Flughafen Keflavik, in Reykjavik, Akureyri und den meisten Orten. Die großen Banken — Landsbankinn, Íslandsbanki und Arion Bank — betreiben Automaten, die Visa und Mastercard akzeptieren. Da Karten überall funktionieren, brauchen die meisten Reisenden kein Bargeld. Wer trotzdem abheben will: 5.000 bis 10.000 ISK decken gelegentliche Kleinigkeiten. Reisekarten ohne Auslandstransaktionsgebühren (Wise, Revolut, N26) bieten die besten Kurse.

Kein Trinkgeld — Service ist im Preis enthalten

Auf Island gibt es keine Trinkgeldkultur. Der Service ist in allen Preisen eingerechnet. Weder in Restaurants noch in Taxis, Hotels oder bei Reiseleitern wird Trinkgeld erwartet. Wer herausragenden Service erlebt, kann aufrunden, aber es ist weder üblich noch erwartet. Das ist angesichts der hohen isländischen Preise eine willkommene Entlastung für das Reisebudget.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

Welche Währung hat Island?

Die Isländische Krone (ISK), abgekürzt kr. Island ist kein EU-Mitglied und nutzt nicht den Euro. Scheine: 500, 1.000, 2.000, 5.000, 10.000 ISK. Münzen: 1, 5, 10, 50, 100 ISK. Die Krone ist eine frei schwankende Währung.

Brauche ich Bargeld auf Island?

Fast sicher nicht. Island ist eines der bargeldlosesten Länder der Welt. Karten (Visa, Mastercard, kontaktlos) werden an praktisch jeder Verkaufsstelle akzeptiert — auch an ländlichen Hofläden, Campingplatz-Duschen und unbemannten Servicepunkten. Viele Reisende kommen komplett ohne Bargeld aus.

Kann ich auf Island mit Euro bezahlen?

Nein. Auf Island gilt ausschließlich die Isländische Krone (ISK). Euro und US-Dollar werden im Land nicht akzeptiert. Es gibt keinen Grund, Bargeld in Euro mitzunehmen — die Bankkarte erledigt alles.

Wie teuer ist Island?

Sehr. Island gehört zu den teuersten Reiseländern weltweit. Restaurantessen: 3.000-7.000 ISK (20-45 EUR). Bier in einer Bar: 1.500-2.000 ISK (10-14 EUR). Benzin: ca. 300 ISK/Liter (2+ EUR). Hotelzimmer: 25.000-50.000+ ISK (160-320+ EUR) pro Nacht im Sommer. Supermärkte (Bónus mit dem rosa Schwein, Krónan, Nettó) sind deutlich günstiger als Restaurants und die Hauptstrategie budgetbewusster Reisender. Camping und Selbstversorgung senken die Tageskosten erheblich.

Sollte man auf Island Trinkgeld geben?

Nein. Trinkgeld ist in der isländischen Kultur nicht verankert. Der Service ist in allen Preisen enthalten. Restaurant-Personal, Taxifahrer, Hotelpersonal und Reiseleiter erwarten kein Trinkgeld.

Was ist die beste Zahlungsmethode auf Island?

Visa oder Mastercard Debitkarte für alles nutzen. Kontaktloses Bezahlen funktioniert überall. Am Terminal immer ISK wählen und die dynamische Währungsumrechnung ablehnen. Reisekarten ohne Auslandsgebühren (Wise, Revolut, N26) bieten die besten Wechselkurse. Vorab Geld wechseln ist nicht nötig.

Gibt es Limits für die Ein- oder Ausfuhr von Bargeld?

Island folgt den EWR-Regeln. Wer beim Betreten oder Verlassen Islands Bargeld im Gegenwert von 10.000 EUR oder mehr in beliebiger Währung mitführt, muss dies beim Zoll anmelden. In der Praxis führen angesichts der bargeldlosen Wirtschaft die wenigsten Reisenden nennenswerte Bargeldmengen mit sich.

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