Israel

Flagge von Israel

Telefonvorwahl

+972

Hauptstadt

Jerusalem

Bevölkerung

9,8 Mio. (2023)

Sprachen

Hebräisch · Arabisch

Fläche

20.770 km²

Stromnetz

230 V

Steckertypen

Eurostecker · Stecker-Typ H · Stecker-Typ M

Fahrseite

rechts

Einheimischer Name

יִשְׂרָאֵל

Region

Asien

Westasien

Zeitzone

Israelische Zeit

UTC+02:00

Israel ist ein kleines Land — ungefähr so groß wie Hessen — das eine außergewöhnliche Dichte an Geschichte, Landschaft und Kultur auf engstem Raum versammelt. Jerusalem ist Heilige Stadt für Judentum, Christentum und Islam zugleich; Tel Aviv ist eine moderne, säkulare Mittelmeerstadt mit einer der größten Bauhaus-Architektursammlungen der Welt — eine Architekturlandschaft, die zu großen Teilen von deutschsprachigen jüdischen Emigrantinnen und Emigranten der 1930er Jahre geprägt wurde. Dazwischen liegen das Tote Meer (mit -430 m der tiefste Punkt der Erde), die Wüstenfestung Masada, der See Genezareth, die Bahá'í-Terrassengärten in Haifa (UNESCO), die Wüstenlandschaften des Negev mit ihren antiken nabatäischen Karawanenstädten und die Korallenriffe des Roten Meeres bei Eilat. Für deutschsprachige Reisende kommt eine spezifische historische Schicht hinzu: die Templer-Kolonien in Haifa, Jerusalem und Sarona (Tel Aviv), die württembergische Pietisten ab 1868 anlegten und deren Architektur bis heute prägend ist. Israel verlangt sorgfältige Reisevorbereitung — Sicherheitskontrollen sind gründlich, die Lage in der Region kann sich schnell ändern, aktuelle Reisehinweise sind Pflichtlektüre.

Visum und Einreise nach Israel

Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, allen weiteren EU-Staaten, dem Vereinigten Königreich, den USA, Kanada, Australien und Neuseeland können für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tage visumfrei nach Israel einreisen. Bei der Einreise wird in der Regel kein Stempel im Reisepass gesetzt, sondern ein separates Einreiseblatt (B/2) ausgegeben — das den Aufenthalt offiziell dokumentiert und für die Ausreise sowie für innerisraelische Behördenkontakte aufbewahrt werden sollte. Die Sicherheitskontrollen bei Ein- und Ausreise sind gründlich: detaillierte Befragungen zu Reiseplan, Kontakten in Israel und vorigen Reisen in die Region sind üblich. Reisende aus den meisten arabischen und mehrheitlich muslimischen Staaten unterliegen Beschränkungen oder Einreiseverboten. Eine Israelreise kann eine spätere Einreise in Länder wie Libanon, Syrien, Iran, Irak, Jemen oder Libyen unmöglich machen. Verlängerungen über 90 Tage hinaus müssen bei der israelischen Population and Immigration Authority beantragt werden. Reisepass mindestens sechs Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus gültig.

Gängige Visumtypen

Visumfreie Einreise (B/2)

Bis zu 90 Tage; Einreiseblatt (kein Passstempel) wird bei Ankunft ausgegeben; Rückflugnachweis und Nachweis ausreichender Mittel werden bei der Sicherheitskontrolle häufig erfragt.

Für Tourismus, Geschäftsreisen, Besuche bei Familie und Freunden für Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen weiteren Staaten.

Studentenvisum (A/2)

Für die Dauer des genehmigten Studiums; Antragstellung über die israelische Botschaft mit Zulassungsschreiben; Erwerbstätigkeit beschränkt.

Für Studium, Sprachprogramme (Ulpan-Hebräischkurse) oder akademische Aufenthalte an israelischen Hochschulen und anerkannten Einrichtungen.

Arbeitsvisum (B/1)

Nach Vertragslaufzeit; mehrstufiges Verfahren; auf bestimmte Branchen beschränkt; nicht über die Botschaft direkt erhältlich, sondern arbeitgeberseitig zu beantragen.

Für eine konkrete Beschäftigung in Israel; setzt eine vom israelischen Arbeitgeber beschaffte Arbeitserlaubnis voraus.

Freiwilligenvisum (A/3)

In der Regel bis zu einem Jahr; Sponsoring durch die aufnehmende israelische Organisation erforderlich; Antrag über die Botschaft.

Für ehrenamtliche Tätigkeit bei anerkannten israelischen Organisationen — populär für Kibbutz-Aufenthalte, NGO-Arbeit und kirchliche Dienste.

Wichtige Reisehinweise für Israel

•Einreiseblatt statt Passstempel: Das bei...

Einreiseblatt statt Passstempel: Das bei der Einreise ausgegebene Papier (B/2-Slip) während des gesamten Aufenthalts sicher aufbewahren und bei Ausreise abgeben. Verlust verursacht Komplikationen.

•Sicherheitsbefragung bei Ein- und Ausreise...

Sicherheitsbefragung bei Ein- und Ausreise ist üblich. Klare, ruhige Antworten zu Reiseplan, Kontakten und vorigen Reisen erleichtern den Prozess.

•Reisen in arabische Staaten: Eine...

Reisen in arabische Staaten: Eine vorherige Israelreise (auch ohne Stempel) kann die Einreise in Libanon, Syrien, Iran, Irak, Jemen oder Libyen unmöglich machen.

•Palästinensische Gebiete: Westjordanland und Gazastreifen...

Palästinensische Gebiete: Westjordanland und Gazastreifen unterliegen eigenen Zugangsregeln. Das israelische Visum erlaubt Reisen ins Westjordanland; Gaza ist stark beschränkt — aktuelle Lage prüfen.

•Schabbat (Freitagabend bis Samstagabend): viele...

Schabbat (Freitagabend bis Samstagabend): viele Geschäfte geschlossen, kein öffentlicher Verkehr, viele koschere Restaurants geschlossen. Wochenenden entsprechend planen.

•Sprachen: Hebräisch und Arabisch sind...

Sprachen: Hebräisch und Arabisch sind Amtssprachen. Englisch ist in touristischen Bereichen, Tel Aviv und bei jüngeren Israelis weit verbreitet. Beschilderung oft dreisprachig.

•Währung: Israelischer Schekel (ILS, ₪)....

Währung: Israelischer Schekel (ILS, ₪). Geldautomaten überall verfügbar; Karten- und Mobilzahlung breit akzeptiert. EUR und USD lassen sich problemlos wechseln.

•Regionale Sicherheitslage: Aktuelle Hinweise des...

Regionale Sicherheitslage: Aktuelle Hinweise des Auswärtigen Amts (DE), EDA (CH) und BMEIA (AT) vor und während der Reise konsultieren. Demonstrationen meiden.

•Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum:...

Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum: Lufthansa und El Al täglich Frankfurt-Tel Aviv und München-Tel Aviv; Austrian Airlines und El Al Wien-Tel Aviv; Swiss und El Al Zürich-Tel Aviv.

•Reisepass: mindestens sechs Monate über...

Reisepass: mindestens sechs Monate über das geplante Ausreisedatum hinaus gültig; freie Seiten für Ein- und Ausreiseblatt.
Reiseübersicht

Für deutschsprachige Reisende hat Israel eine ungewöhnlich vielschichtige Geschichte, die weit über das Bild des Heiligen Landes hinausgeht. Theodor Herzl, der Wiener Journalist und Begründer des politischen Zionismus, schrieb 1896 in Wien sein Buch „Der Judenstaat" — sein Grab steht heute auf dem Har Herzl in Jerusalem, ursprünglich 1949 vom Wiener Döblinger Friedhof nach Israel überführt. Die Templer aus Württemberg legten ab 1868 deutsche Kolonien in Haifa, Jaffa, Jerusalem und Sarona (heute Sarona Market in Tel Aviv) an — ihre restaurierten Häuser sind in allen drei Städten bis heute Stadtbild prägend. Tel Avivs „Weiße Stadt" — über 4.000 Bauhaus-Gebäude, mehr als irgendwo sonst auf der Welt, UNESCO-gelistet — entstand in den 1930er Jahren maßgeblich durch deutschsprachige jüdische Architekten, die bei Walter Gropius und Hannes Meyer in Dessau studiert hatten und als sogenannte „Jecken" (deutsche Juden in Israel) die Stadt mitformten. Das Israel Philharmonic Orchestra wurde 1936 von Bronisław Huberman gegründet, viele der ersten Mitglieder kamen aus Wien, Berlin und Frankfurt. Direktflüge erreichen Tel Aviv täglich aus Frankfurt und München (Lufthansa, El Al), regelmäßig auch aus Wien (Austrian Airlines, El Al), Zürich (Swiss, El Al) und Berlin. Landschaftlich verdichten sich auf weniger als 500 Kilometern Nord-Süd-Distanz: Jerusalem mit Westmauer, Grabeskirche und Felsendom in fußläufiger Entfernung; Tel Avivs Mittelmeerstrand und Jaffa, einer der ältesten Hafenstädte der Welt; das Tote Meer auf -430 m mit Salzlandschaft und Schwebegefühl; Masada — die Wüstenfestung, in der jüdische Aufständische 73 n. Chr. ihren letzten Stand gegen die Römer hielten; der See Genezareth und Galiläa mit zentraler Bedeutung für das frühe Christentum; Haifas Bahá'í-Terrassengärten; der Negev mit den antiken nabatäischen Wüstenstädten; und Eilat am Roten Meer mit Korallentauchen. Israel verlangt allerdings ehrliche Vorbereitung: Einreisesicherheit ist gründlich, die Lage in der Region kann sich kurzfristig ändern, das Auswärtige Amt sowie das Schweizer EDA und das österreichische BMEIA aktualisieren ihre Reisehinweise regelmäßig — vor und während der Reise zu prüfen.

Entdecken Sie Israel

Jerusalem: drei Religionen in einer ummauerten Stadt

Die Altstadt Jerusalems — gerade einmal ein Quadratkilometer — versammelt die Westmauer (heiligste zugängliche Stätte des Judentums), die Grabeskirche (über dem Ort der Kreuzigung und Grablegung Jesu errichtet) und den Felsendom (über dem Felsen, von dem aus der islamischen Tradition zufolge Mohammed in den Himmel auffuhr). Alle drei innerhalb von zehn Gehminuten. Die vier Viertel — jüdisch, muslimisch, christlich, armenisch — haben jeweils eigene Märkte, Architektur und einen eigenen Rhythmus. Via Dolorosa, archäologische Schichten unter dem jüdischen Viertel, die Basare des muslimischen Viertels: Jerusalem belohnt mehrtägiges, geduldiges Begehen statt eines einzigen schnellen Besuchs. Außerhalb der Altstadt steht der Har Herzl mit dem Grab Theodor Herzls (1949 aus Wien überführt) und Yad Vashem — die Holocaust-Gedenkstätte, deren historisches Museum, Architektur (Moshe Safdie) und Tal der Gemeinden für deutschsprachige Besucher von besonderem Gewicht ist.

Tel Aviv: Bauhaus-Welthauptstadt und Mittelmeermoderne

Tel Aviv wurde 1909 auf den Sanddünen nördlich des antiken Hafens von Jaffa gegründet. In den 1930er Jahren brachten deutschsprachige jüdische Architekten — Arieh Sharon (studierte am Bauhaus in Dessau bei Gropius und Hannes Meyer), Ze'ev Rechter, Dov Karmi, Sam Barkai — die Bauhaus-Prinzipien in die junge Stadt: über 4.000 Gebäude im Internationalen Stil, mehr als irgendwo sonst auf der Welt. Die „Weiße Stadt" ist heute UNESCO-Welterbe; das Bauhaus Center Tel Aviv (Dizengoff Street) bietet Stadtrundgänge, viele auch auf Deutsch. Das Israel Philharmonic Orchestra, 1936 von Bronisław Huberman gegründet, hatte in seinen ersten Jahren überwiegend Wiener und Berliner Erstbesetzung. Modernes Tel Aviv ergänzt: Strände, eine Restaurantszene auf Weltniveau, eine lebendige LGBTQ+-Community, Nachtleben bis zur Morgendämmerung. Sarona Market (das wieder freigelegte Templer-Viertel von 1871, heute Foodhall mit den restaurierten württembergischen Backsteinhäusern) ist ein direkter Brückenschlag zwischen DACH-Geschichte und gegenwärtiger Stadtkultur. Das alte Jaffa im Süden, eine der ältesten Hafenstädte der Welt, ist fußläufig.

Totes Meer und Masada

Das Tote Meer liegt 430 Meter unter dem Meeresspiegel — der tiefste Punkt der Erde. Die Salzkonzentration (rund das Zehnfache von Ozeanwasser) macht das Schweben auf dem Wasser mühelos und die Landschaft fast surreal: weiße Salzkristalle am schwarzen Ufer, jordanische Berge im diesigen Gegenlicht. Masada, wenige Kilometer entfernt, ist eine Wüstenfestung auf einem 450 m hohen Tafelberg, in der jüdische Aufständische 73 n. Chr. der römischen Belagerung erlagen — die Geschichte hat die israelische Identitätsbildung im 20. Jahrhundert mitgeprägt. Die UNESCO-gelistete Anlage verbindet eines der dramatischsten Naturschauspiele der Region mit einer historischen Erzählung von außergewöhnlicher Wirkmacht. Aufstieg zu Sonnenaufgang über den Schlangenpfad oder per Seilbahn; danach Ein Gedi-Naturreservat mit Wasserfällen am Fuß der Wüste.

Galiläa, Haifa und das Templer-Erbe im Norden

Der Norden Israels bietet ein grüneres, ruhigeres Gegenstück zur Wüstenlandschaft im Süden. Der See Genezareth (Lake Kinneret) ist zentral für die in den Evangelien beschriebene Wirkungszeit Jesu; Nazareth ist die größte arabische Stadt Israels mit der Verkündigungsbasilika; das mittelalterliche Akko (UNESCO) hat eine vollständige unterirdische Kreuzfahrerstadt. Haifa selbst trägt eine doppelte DACH-Spur: zum einen die Bahá'í-Welterbestätte mit den neunzehn Terrassengärten, die vom Karmel-Hang zum vergoldeten Báb-Schrein hinabführen — formal eine der eindrucksvollsten Gartenanlagen des Nahen Ostens; zum anderen die direkt darunter liegende „Deutsche Kolonie" (German Colony / Moshava Germanit), 1869 von württembergischen Templern gegründet, deren restaurierte Backsteinhäuser entlang der Ben-Gurion-Straße heute Cafés, Restaurants und Galerien beherbergen. Wer auf Spurensuche gehen will, findet in Haifa, Jerusalem und Tel Aviv zusammen das größte erhaltene Ensemble württembergischer Pietisten-Architektur außerhalb Württembergs.

Negev, Eilat und die Wüsten des Südens

Mehr als die Hälfte der Fläche Israels ist Wüste. Der Negev erstreckt sich vom Toten Meer bis zum Roten Meer und umfasst die antiken nabatäischen Karawanenstädte Avdat, Mamshit und Shivta (UNESCO) entlang der einstigen Weihrauchstraße sowie den Makhtesh Ramon — den größten Erosionskrater der Erde, 40 km lang, 500 m tief. Mitzpe Ramon am Kraterrand ist Ausgangspunkt für Wüstenwanderungen, Sterngucken (eines der dunkelsten Himmelsgebiete des Landes) und Übernachtungen in Beduinen-Zeltcamps. Eilat am Roten Meer schließt das Land im Süden ab: Korallenriff, Schnorcheln und Tauchen am Hausriff Coral Beach Nature Reserve, Tagesausflüge ins jordanische Petra (Grenze Wadi Araba) bei stabiler Lage. Eilat ist außerdem Israels einziger ganzjähriger Badeort mit garantiertem Sonnenwetter.

Sicherheit, Einreise und praktische Vorbereitung

Die israelische Sicherheitskontrolle ist gründlich und professionell. Am Flughafen Ben Gurion ist mit detaillierten Befragungen zu Reiseplan, Kontakten in Israel und Reisehistorie in der Region zu rechnen — klar und ehrlich antworten; das Verfahren ist methodisch, nicht feindselig. Israel stempelt nicht den Reisepass, sondern gibt ein Papier-Einreiseblatt aus, das während des Aufenthalts aufzubewahren und bei Ausreise abzugeben ist. Die Tatsache einer Israelreise (auch ohne Stempel) kann die Einreise in einzelne Länder der Region beeinträchtigen. Die regionale Sicherheitslage kann sich kurzfristig ändern — die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts (Berlin), des EDA (Bern) und des BMEIA (Wien) vor und während der Reise konsultieren. Demonstrationen und politisch sensible Orte meiden.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Pilger- und Religionsreise

Jerusalem mit Westmauer, Grabeskirche und Felsendom; Bethlehem (Palästinensische Autonomiegebiete); See Genezareth, Nazareth und Galiläa; Masada, Akko, Caesarea. Eine der wichtigsten Pilgerregionen weltweit für Judentum, Christentum und Islam.

Tel Aviv: Stadt und Strand

UNESCO-Bauhaus-Stadt mit über 4.000 Gebäuden im Internationalen Stil, deutschsprachige Bauhaus-Architekten der 1930er, Sarona-Templer-Viertel, Restaurantszene auf Weltniveau, Mittelmeerstrand und Nachtleben — eigenständiges Reiseziel neben Jerusalem.

Wüste, Tote Meer und Natur

Schweben im Toten Meer (-430 m), Sonnenaufgang auf Masada (73 n. Chr.), Wüstenwanderung im Makhtesh Ramon, Ein Gedi mit Wasserfällen, Korallentauchen in Eilat. Israels Naturlandschaften sind so vielfältig wie die kulturellen.

Templer-Erbe und DACH-Geschichte

Württembergische Templer-Kolonien in Haifa, Jerusalem und Sarona (Tel Aviv) ab 1868; die Bauhaus-Architekten der 1930er Jahre; Theodor Herzls Wiener Wurzeln und sein Grab auf dem Har Herzl. Eine Reiseebene, die deutschsprachigen Besuchern besonders nahe liegt.

Archäologie und antike Welt

Eine der weltweit dichtesten Konzentrationen archäologischer Stätten: Megiddo (Armageddon), Caesarea Maritima, Beit She'an, City of David in Jerusalem, Masada, Akko, die nabatäischen Karawanenstädte des Negev (UNESCO).

Geld & Währung

Geld & Währung
₪

Israelischer Schekel (ILS)

Währungscode: ILS

Praktische Geldtipps

Neuer Israelischer Schekel (ILS/₪) — Euro oder USD tauschen; Karten gut akzeptiert

Israel verwendet den Neuen Israelischen Schekel (NIS, Symbol ₪, Code ILS). Aktuelle Wechselkurse vor der Reise prüfen. Euro lassen sich gut in Israel tauschen — die besten Kurse bieten private lizenzierte Wechselstuben in Tel Aviv (Dizengoff-Straße, Carmel-Markt) und Jerusalem (Ben-Jehuda-Straße) sowie am Ben-Gurion-Flughafen in der Ankunftshalle. Banken erheben deutlich höhere Gebühren. Hotel-Wechselstuben vermeiden. Für Schweizer Reisende: CHF ist in Israel kaum direkt eintauschbar — vor der Reise in EUR oder USD umtauschen. Die eigene Bank über die Israel-Reise informieren, um Kartensperrungen zu vermeiden.

Geldautomaten überall in Städten verfügbar — Visa und Mastercard zuverlässig akzeptiert

Geldautomaten sind in Tel Aviv, Jerusalem, Haifa und allen wichtigen Touristenzielen gut verfügbar. Bank Hapoalim, Bank Leumi und Discount Bank-Automaten akzeptieren internationale Visa- und Mastercard-Karten. Abhebungslimits liegen typischerweise bei 1.500–2.000 ILS pro Transaktion. Auslandsentgelte von 1–3 % sind üblich. In der Toten-Meer-Region (Ein Bokek) und in Eilat sind Automaten vorhanden, aber außerhalb von Hotels begrenzt. Deutsche, österreichische und Schweizer Banken sollten vor der Reise über den Israel-Aufenthalt informiert werden.

Sehr bargeldlos in Städten — Apple Pay und Google Pay in Tel Aviv und Jerusalem verbreitet

Israel ist ein hochentwickeltes, bargeldfreundliches Land. Apple Pay und Google Pay sind in Tel Aviv, Haifa und modernen Teilen Jerusalems weit verbreitet — in Restaurants, Supermärkten (Shufersal), Cafés, Einkaufszentren und im ÖPNV. Kontaktlose Visa- und Mastercard-Karten funktionieren überall. Kleinere Händler, Schukmärkte und ultra-orthodoxe Viertel bevorzugen Bargeld. In den arabischen Marktabschnitten der Altstadt von Jerusalem ist ILS-Bargeld für kleinere Einkäufe praktischer.

Preisniveau: Falafel ~15–20 ILS; Restaurant 70–150 ILS; Tel Aviv vergleichsweise teuer

Israel ist ein vergleichsweise teures Reiseziel im Nahen Osten. Ein Falafel-Pita auf der Straße: 15–20 ILS. Hummus-Teller in einer traditionellen Hummusiyya: 35–55 ILS. Hauptgericht in einem Restaurant mittlerer Preisklasse in Tel Aviv oder Jerusalem: 70–150 ILS. Kaffee: 16–22 ILS. Günstige Unterkunft in Tel Aviv: 100–200 ILS im Hostel-Schlafsaal; 400–900 ILS für ein Doppelzimmer. Hotels am Toten Meer und in Eilat werden häufig in USD angegeben. Der Mahane-Jehuda-Markt in Jerusalem und der Carmel-Markt in Tel Aviv bieten hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für Lebensmittel. Trinkgeld: 10–15 % in Restaurants ohne enthaltenes Service-Entgelt ist üblich.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

Kann ich mit meiner deutschen oder österreichischen Karte in Israel bezahlen?

Ja — Visa- und Mastercard-Debit- und Kreditkarten funktionieren zuverlässig in ganz Israel. Auslandsentgelte von 1–3 % sind üblich. Bei dynamischer Währungsumrechnung (DCC) immer in ILS zahlen. Bank vor der Reise informieren.

Ist Apple Pay in Israel nutzbar?

Ja — Apple Pay und Google Pay sind in modernen Geschäften in Tel Aviv, Jerusalem und Haifa weit verbreitet. Restaurants, Cafés, Supermärkte und Einkaufszentren akzeptieren kontaktlose Zahlung. Schuk-Händler und Geschäfte in konservativeren Vierteln bevorzugen Bargeld.

Wo tausche ich Euro in Israel am günstigsten um?

In privaten lizenzierten Wechselstuben — nicht bei Banken. In Tel Aviv in der Nähe des Carmel-Markts und auf der Dizengoff-Straße; in Jerusalem auf der Ben-Jehuda-Straße. Am Ben-Gurion-Flughafen gibt es faire Wechselstuben in der Ankunftshalle. Hotel-Wechselstuben meiden.

Kann ich CHF in Israel eintauschen?

Nur in einigen spezialisierten Wechselstuben in Tel Aviv — nicht zuverlässig außerhalb. Schweizer Reisende sollten CHF vor der Reise in EUR oder USD umtauschen.

Brauche ich Bargeld in der Altstadt von Jerusalem?

Eine Kombination ist praktisch. Im arabischen Souk (Muslimisches Viertel) und bei kleinen Händlern ist ILS-Bargeld am praktischsten. Christliches und jüdisches Viertel haben viele kartenakzeptierende Geschäfte. 100–200 ILS für Markteinkäufe und Eintrittsgelder mitführen.

Wie teuer ist Israel im Vergleich zu anderen Nahost-Zielen?

Israel ist deutlich teurer als Jordanien oder Ägypten, vergleichbar mit Westeuropa. Tel Aviv ist besonders kostspielig. Günstigere Optionen: lokale Schukmärkte, Falafelbars und Busreisen statt Taxis.

Gilt der Schekel auch in palästinensischen Gebieten?

Ja — der Israelische Schekel ist die Defacto-Währung in der Westbank (Bethlehem, Ramallah). USD wird ebenfalls akzeptiert. Kartenzahlung ist möglich, aber unzuverlässig — Bargeld empfohlen.

Welches Trinkgeld ist in Israel üblich?

10–15 % in Restaurants ohne enthaltenes Service-Entgelt. Taxifahrer: Aufrunden ist üblich. Hotelpersonal: 5–10 ILS pro Gepäckstück. Reiseführer: 20–50 ILS pro Person pro Tag.
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