Geld & Währung

Geld in Italien

Aktualisiert: 2026-08-23

Geld & Währung
€

Euro (EUR)

Währungscode: EUR

Praktische Geldtipps

Währung und Wechsel in Italien

Italien gehört zur Eurozone — Reisende aus Deutschland und Österreich brauchen kein Geld zu wechseln. Für Reisende aus der Schweiz (CHF) ist der Geldautomat in Italien die beste Wechseloption. Wechselstuben (cambio) an Flughäfen, Bahnhöfen und in Touristengebieten — besonders rund um Roms Termini, den Florentiner Hauptbahnhof und Venedigs Santa Lucia — verlangen hohe Kommissionen und lohnen sich selten.

Geldautomaten (Bancomat)

Geldautomaten (in Italien „Bancomat“) stehen überall: in Bankfilialen, auf Dorfplätzen, an Bahnhöfen und selbst in kleinen Ortschaften. Große Banken sind Intesa Sanpaolo, UniCredit, BNL und Monte dei Paschi di Siena; die Tageslimits liegen meist bei einigen Hundert Euro. Visa, Mastercard und Maestro funktionieren fast überall. Die „Umrechnung in Ihre Heimatwährung“ (DCC) sollte man immer ablehnen — sie kostet einen deutlichen Aufschlag; besser in Euro abrechnen lassen. Italienische Automaten erheben gelegentlich eine kleine Gebühr. Viele deutsche und österreichische Direktbanken bieten gebührenfreie Abhebungen im Euroraum — die aktuellen Konditionen vorab prüfen. Für Reisende aus der Schweiz lohnt ein Blick auf die Fremdwährungsgebühren der eigenen Bank.

Kartenzahlung

In Italien sind alle Betriebe gesetzlich verpflichtet, Kartenzahlung zu akzeptieren — die Umsetzung ist aber uneinheitlich. Visa und Mastercard (kontaktlos) funktionieren in den meisten Geschäften, Restaurants, Supermärkten und Hotels, dazu Apple Pay und Google Pay an modernen Terminals. Aber: kleine Familientrattorien, Marktstände, Strandbäder (Stabilimenti), manche Taxis (besonders in Neapel und auf Sizilien) und ländliche Betriebe bevorzugen für Kleinbeträge noch Bargeld. Je weiter südlich, desto bargeldaffiner die Kultur. Etwas Bargeld in kleinen Scheinen als Sicherheit dabeihaben, besonders in Süditalien.

Trinkgeld in Italien

Trinkgeld ist in Italien nicht obligatorisch — und Italiener hinterlassen selten große Beträge. Viele Restaurants berechnen ein Coperto (Gedeckgebühr, ein kleiner Betrag pro Person) und manchmal einen Servizio (Servicegebühr) auf der Rechnung; wenn der Servizio enthalten ist, wird kein weiteres Trinkgeld erwartet. Andernfalls ist Aufrunden oder ein kleiner Betrag auf dem Tisch großzügig. An der Bar sind ein paar Cent auf der Theke beim Kaffee üblich, aber nicht nötig. Hotelpagen und Taxifahrer rundet man auf, Reiseleitern gibt man ein paar Euro pro Person. Trinkgeld gibt man in bar.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

Welche Währung gilt in Italien?

Der Euro (EUR) — dieselbe Währung wie in Deutschland und Österreich, ein Umtausch ist also nicht nötig. Auf den italienischen Euro-Münzen finden sich Motive wie Leonardo da Vincis Vitruvianischer Mensch, ein Dante-Porträt, das Kolosseum und Botticellis Geburt der Venus. Für Reisende aus der Schweiz muss der Franken gewechselt werden; die Geldautomaten in Italien bieten dafür meist den besten Kurs.

Was ist das Coperto und muss ich es bezahlen?

Das Coperto (Gedeckgebühr) ist eine Pro-Kopf-Gebühr von meist wenigen Euro, die in den meisten italienischen Restaurants der Rechnung zugeschlagen wird; sie deckt Brot und Gedeck ab. Es ist überall üblich außer in Rom, wo es per Stadtverordnung abgeschafft wurde (manche Restaurants versuchen es dennoch). Prüfen Sie, ob die Rechnung zusätzlich einen Servizio (Servicegebühr) enthält — dann ist kein weiteres Trinkgeld nötig. Das Coperto ist kein Betrug, sondern übliche italienische Restaurantpraxis.

Ist Italien teurer als Deutschland oder Österreich?

Im Durchschnitt vergleichbar, mit starken regionalen Unterschieden. Norditalien (Mailand, Venedig, Comer See) ist teurer als Süddeutschland oder Österreich, Süditalien (Neapel, Apulien, Sizilien) dagegen deutlich günstiger. Venedig ist Italiens teuerste Stadt — ein einfaches Mittagessen am Markusplatz kann empfindlich teuer sein. Rom und Florenz sind in der Hochsaison (April bis Oktober) teuer, bieten im Winter aber gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Espresso an der Bar für rund einen Euro bleibt eine der günstigsten Freuden Europas. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis findet sich in Neapel, in Apulien (Lecce, Ostuni), auf Sizilien (Palermo, Catania) und im Landesinneren von Toskana und Umbrien abseits der Hauptrouten.

Brauche ich in Italien viel Bargeld?

Weniger als noch vor einigen Jahren, aber mehr als in Skandinavien oder den Niederlanden. Alle Betriebe müssen Karten akzeptieren, doch die Durchsetzung ist lückenhaft; die meisten Geschäfte, Restaurants und Hotels nehmen Visa und Mastercard. Bargeld ist noch nützlich für kleine Dorftrattorien, Marktstände, den Sonnenschirmverleih am Strand, manche Taxis, Automaten und ländliche Gebiete. Etwas Bargeld in kleinen Scheinen als Sicherheit reicht. Der Espresso an der Bar ist zunehmend per Karte zahlbar, doch Münzen sind praktisch.

Welche Karte empfiehlt sich für Italien?

Für Reisende aus Deutschland und Österreich: Da Italien zum Euroraum gehört, fallen bei vielen Girokonten keine Fremdwährungsgebühren an. Prüfen Sie aber die Konditionen für Abhebungen — manche Banken berechnen eine Gebühr pro Abhebung, und italienische Automaten erheben gelegentlich eine eigene. Gebührenfreie Abhebungen bieten oft Direktbanken wie DKB, Comdirect oder N26; die aktuellen Konditionen vorab prüfen. Für Reisende aus der Schweiz spart eine Reisekarte (etwa Wise, Revolut oder Neon) mit günstigem CHF-EUR-Kurs gegenüber der regulären Bankkarte.

Einreiseregeln, Visumarten und praktische Hinweise stehen auf der Seite Italien.

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