Österreich

  • Einwohner:56.000
  • Zeitzone:MEZ/MESZ

Überblick

St. Pölten ist die Hauptstadt Niederösterreichs — Österreichs jüngste Landeshauptstadt, erst 1986 ernannt, nachdem sich Niederösterreich verwaltungstechnisch von Wien getrennt hatte. Die kompakte barocke Altstadt im Traisental liegt direkt neben dem in den 1990er Jahren errichteten Regierungsviertel mit Festspielhaus und Klangturm.

Reise

Sankt Pölten ist Österreichs jüngste Landeshauptstadt — erst 1986 zur Hauptstadt Niederösterreichs ernannt, nachdem sich die Landesverwaltung verwaltungstechnisch von Wien gelöst hatte — und gerade deshalb eine der architektonisch interessantesten kleinen österreichischen Städte. Die kompakte barocke Altstadt im Traisental liegt direkt neben einem in den 1990er Jahren bewusst geplanten Regierungsviertel, das vom Festspielhaus als Konzert- und Tanzhaus, vom Klangturm und vom Museum Niederösterreich getragen wird. Beide Hälften sind in einer halben Stunde fußläufig zu durchqueren, und die Lage an der Westbahnstrecke bringt die Stadt mit dem Direkt-Railjet in 25 Minuten ins Wiener Zentrum. Wachau, Voralpen und das Stift Melk sind innerhalb einer halben Stunde erreichbar — eine ungewöhnlich praktische Basis für die weitere Region.

Barocke Altstadt

Die kompakte Altstadt zentriert sich um den Rathausplatz und den Domplatz, mit der hochbarocken Domkirche als Mitte sowie der rokokoartig ausgestatteten Franziskaner- und Karmelitenkirche in der Nähe. Riemerplatz, Wiener Straße und Kremser Gasse bilden ein kleines Raster restaurierter Bürgerhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts; der Domplatz selbst wurde in den 2010er Jahren als großer städtischer Platz neu gestaltet und gibt heute unter Glaspaneelen Einblicke in die römische, mittelalterliche und barocke Schichtung.

Regierungsviertel und Klangturm

Das in den 1990er Jahren errichtete Regierungsviertel am östlichen Rand des Stadtzentrums wurde von Grund auf als Sitz der niederösterreichischen Landesverwaltung gebaut und gehört zu den ehrgeizigsten städtebaulichen Projekten Österreichs der letzten Jahrzehnte. Der 77 Meter hohe Klangturm mit wechselnden Klanginstallationen und der lange Block des Museums Niederösterreich bilden die öffentlich zugänglichen Enden; der Landhausplatz dazwischen wirkt tagsüber als Promenade und im Sommer als Bühne für Freiluftkonzerte.

Festspielhaus St. Pölten

Das Festspielhaus am Kulturbezirk-Platz ist das niederösterreichische Flaggschiff für Konzert und Tanz, 1997 eröffnet, mit einem Programm, das zeitgenössischen Tanz — das Festspielhaus zählt zu den durchgängigsten Häusern Österreichs für zeitgenössische Choreografie — mit Kammermusik, Jazz und großbesetzten Orchesterprogrammen kombiniert. Die Architektur von Klaus Kada stellt den Saal in eine asymmetrische Hülle aus Beton und Stahl, die fast ebenso ein Anziehungspunkt ist wie das Programm.

Museum Niederösterreich

Das Museum Niederösterreich vereint die Landessammlungen für Geschichte, Naturkunde und zeitgenössische Kunst unter einem Dach, wobei das Haus für Natur mit lebenden Tieren (alpine und pannonische Biotope) und das interaktive Haus der Geschichte mit der niederösterreichischen Landeserzählung die beiden stärksten Dauerstränge bilden. Das Gebäude bildet die westliche Kante des Kulturbezirk-Platzes.

Wien- und Wachau-Basis

Sankt Pölten funktioniert ungewöhnlich gut als Basis für die weitere Region. Wien ist mit dem Direkt-Railjet in 25 Minuten erreichbar, die östliche Wachau in Krems mit dem Auto oder dem Regionalzug in 30 Minuten, das Benediktinerstift Melk mit seiner barocken Bibliothek in 35 Minuten westlich, und die Voralpen südlich der Stadt öffnen sich in traditionelles Wander- und Skitourenland.

Diplomatische Vertretungen in Sankt Pölten

9 Vertretungen in dieser Stadt, nach Region gruppiert.

Die Angaben stammen aus der redaktionell gepflegten Missionsdatenbank von Visaja (visaja.com) und werden mit offiziellen Regierungsquellen abgeglichen; das letzte Wort hat immer die Vertretung selbst.