Flagge von Portugal

Portugal

Portugal ist der älteste Nationalstaat Europas — seine Grenzen bestehen praktisch unverändert seit 1297 — und eines der beliebtesten Reiseziele für deutschsprachige Gäste: EU- und Schengen-Mitglied mit dem Euro als Währung, an der Atlantikküste gelegen, mit mildem Klima und einer der aufregendsten Küchen des Kontinents. Von den sieben Hügeln Lissabons über die Portweinstadt Porto und die goldenen Klippen der Algarve bis zu den Atlantikinseln Azoren und Madeira reicht ein erstaunlich vielfältiges Land auf kompaktem Raum. Deutsche, Österreicher und Schweizer reisen allein mit dem Personalausweis ein; Direktflüge aus dem gesamten deutschsprachigen Raum erreichen Lissabon, Porto und Faro.

Hotels in LissabonFlüge nach Lissabon

Buchungslinks führen zu unserem Partner Trip.com – wir erhalten ggf. eine Provision, ohne Mehrkosten für Sie.

  • HauptstadtLissabon
  • WährungEUR €
  • ZeitzoneWesteuropäische Zeit (UTC+0), Sommer UTC+1; Azoren UTC-1/UTC+0
  • SprachenPortugiesisch
  • Einwohner10,3 Mio. (2021)
  • Fläche92.225 km²
  • RegionEuropa · Südeuropa
  • Vorwahl+351
  • Stromnetz230 V
  • SteckertypenEurostecker · Schuko
  • Fahrseiterechts
  • Internet-Domain.pt

Visum und Einreisebedingungen für Portugal

Als Schengen-Mitglied wendet Portugal die üblichen Schengen-Regeln an. EU-, EWR- und Schweizer Bürger reisen mit Personalausweis oder Reisepass ein — unbegrenzter Aufenthalt, volles Arbeitsrecht; Deutsche, Österreicher und Schweizer brauchen also kein Visum. Bürger vieler Drittstaaten (USA, Vereinigtes Königreich, Kanada, Australien, Japan und weitere) reisen für bis zu 90 Tage je 180-Tage-Zeitraum visumfrei ein, gültig im gesamten Schengenraum. Für visumfreie Drittstaatsangehörige ist zudem die ETIAS-Registrierung vorgesehen (online, kostenpflichtig) — den aktuellen Stand vor der Reise prüfen. Portugal ist besonders bekannt für seine attraktiven Aufenthaltsprogramme: das D7-Visum für Rentner und Personen mit passivem Einkommen, das Digital-Nomad-Visum (D8) für Fernarbeitende und das Golden Visa für Investoren — Programme, die das Land zu einem Ziel für Auswanderer gemacht haben.

Visa-Arten

Visumfreie Einreise (EU/EWR/Schweiz)

Unbegrenzt.

Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige. Die Einreise erfolgt mit Personalausweis oder Reisepass, der Aufenthalt ist unbegrenzt. Es gilt volle Freizügigkeit einschließlich des Rechts zu arbeiten.

Visumfreie Einreise (Schengen-Regelung)

Maximal 90 Tage in 180 Tagen im gesamten Schengenraum.

Für US-Bürger, Briten, Kanadier, Australier, Japaner und weitere Nationalitäten — Tourismus, Geschäftsreisen, Konferenzen, Familienbesuche. Für visumfreie Drittstaatsangehörige ist die ETIAS-Registrierung vorgesehen; den aktuellen Stand vor der Reise prüfen.

Schengen-Visum (Typ C)

Bis zu 90 Tage in 180 Tagen; ein- oder mehrfache Einreise.

Für visumpflichtige Nationalitäten: Tourismus, Geschäftsreisen, medizinische Behandlung. Die Beantragung erfolgt beim portugiesischen Konsulat oder einem offiziellen Visumzentrum, mit einer Reisekrankenversicherung in der vorgeschriebenen Mindestdeckung.

D7-Visum (Passives Einkommen / Ruhestand)

1 Jahr; verlängerbar um je 2 Jahre.

Das beliebteste Aufenthaltsprogramm Portugals — für Rentner, Pensionäre und Personen mit passivem Einkommen (Mieteinnahmen, Dividenden, Rente). Nachzuweisen ist ein stabiles Einkommen oberhalb eines festgelegten Mindestbetrags, der an den portugiesischen Mindestlohn gekoppelt ist (aktuelle Schwelle prüfen). Der Weg führt nach fünf Jahren zur Daueraufenthaltserlaubnis und danach zur Staatsbürgerschaft (Portugiesisch auf Niveau A2 erforderlich), mit Zugang zum Gesundheitssystem und zum Schengenraum.

Digital-Nomad-Visum (D8)

1 Jahr; verlängerbar.

Seit 2022 für Fernarbeitende mit ausländischem Arbeitgeber oder eigener Firma — Arbeiten von Lissabon, Porto, der Algarve oder Madeira aus. Nachzuweisen ist ein Mindesteinkommen, das an den portugiesischen Mindestlohn gekoppelt ist (aktuelle Höhe prüfen). Für Zuziehende können steuerliche Sonderregelungen gelten, doch die entsprechenden Programme wurden geändert — daher den aktuellen Stand prüfen.

Golden Visa (Aufenthalt durch Investition)

1 Jahr; verlängerbar um 2 Jahre; Staatsbürgerschaft nach 5 Jahren möglich.

Aufenthaltserlaubnis durch eine qualifizierte Investition. Die zugelassenen Investitionsarten und Mindestsummen haben sich in den letzten Jahren mehrfach und deutlich geändert — Immobilienkäufe wurden 2023 aus mehreren Wegen ausgeschlossen —, weshalb unbedingt die aktuellen Regeln über die offiziellen Stellen zu prüfen sind, statt sich auf eine bestimmte Zahl zu verlassen. Die physische Aufenthaltspflicht ist gering (wenige Tage pro Jahr).

Studentenvisum

Studiendauer; verlängerbar.

Für das Studium an portugiesischen Universitäten (Lissabon, Porto, Coimbra — eine der ältesten Universitäten Europas, gegründet 1290). EU-Bürger brauchen kein Visum und immatrikulieren sich direkt; Erasmus+ ist weit verbreitet.

Nationales Visum (Typ D) — Arbeit

Vertragsdauer; verlängerbar.

Für Nicht-EU-Bürger mit einem Arbeitsangebot in Portugal. Der Arbeitgeber muss die Arbeitserlaubnis beantragen. Der Tech-Sektor in Lissabon wächst stark (der Web Summit findet seit 2016 in Lissabon statt). Die Beantragung erfolgt beim Konsulat vor der Einreise.

Familienzusammenführung

Entsprechend dem Hauptantragsteller.

Für Ehepartner, Kinder und abhängige Familienmitglieder von Personen mit einem portugiesischen Aufenthaltstitel — auch für Inhaber eines D7-, Golden- oder Digital-Nomad-Visums. Die Angehörigen erhalten einen gleichwertigen Aufenthaltstitel.

Reiseübersicht

Portugal ist eine Offenbarung: ein Land am westlichen Rand Europas mit atemberaubenden Küsten, der melancholischen Fado-Musik, einer der spannendsten Food-Szenen des Kontinents und einer Herzlichkeit seiner Menschen, die man selten so findet. Lissabon und Porto bilden die beiden Pole; dazwischen und darüber hinaus warten die Strände der Algarve, die Weinterrassen des Douro-Tals, die Märchenpaläste von Sintra und die Atlantikinseln Azoren und Madeira. Für deutschsprachige Reisende ist das Land dabei meist unkompliziert und vergleichsweise günstig.

Entdecken Sie Portugal

Lissabon

Lissabon breitet sich über sieben Hügel aus, ein Labyrinth aus engen Gassen, azulejo-gekachelten Fassaden und Miradouros, von denen der Blick über die roten Dächer bis zum Tejo reicht. Im ältesten Viertel Alfama schlängelt sich die legendäre Tram 28 vorbei an der São-Jorge-Burg und den Fado-Häusern. Im Stadtteil Belém stehen das Hieronymus-Kloster und der Turm von Belém — und die Konditorei, in der die originalen Pastéis de Nata warm aus dem Ofen kommen. Bairro Alto und Chiado liefern abends Bars, Cafés und Buchläden.

Porto & das Douro-Tal

Porto im Norden ist rauer und bodenständiger als die Hauptstadt: die UNESCO-geschützte Ribeira am Flussufer, die Buchhandlung Livraria Lello und die Azulejo-Wandbilder im Bahnhof São Bento gehören zum Pflichtprogramm, dazu der herzhafte Francesinha. Gegenüber, in Vila Nova de Gaia, lagern die großen Portweinhäuser und bieten Führungen mit Verkostung. Flussaufwärts beginnt das Douro-Tal, wo die Reben an schwindelerregend steilen Terrassen wachsen — zu erkunden per Flusskreuzfahrt oder beim Besuch der Quintas.

Die Algarve

Die Algarve ist Europas Sonnengarantie mit über 300 Sonnentagen im Jahr: goldene Klippen, versteckte Buchten und türkisfarbenes Wasser. Bei Lagos liegen die Praia Dona Ana und die Felsnadeln der Ponta da Piedade, per Boot oder Kajak erreicht man die berühmte Meereshöhle von Benagil, und die Praia da Marinha zählt regelmäßig zu den schönsten Stränden Europas. Wilder geht es an der Costa Vicentina im Westen zu, einem Surfrevier. Ruhige Orte wie Tavira und lebhafte wie Albufeira liegen nah beieinander; Faro ist das Flugtor der Region.

Sintra & die Umgebung Lissabons

Nur eine halbe Stunde westlich von Lissabon verdichtet sich in Sintra eine ganze Märchenwelt: der farbenfrohe Pena-Palast auf dem Bergrücken, die mystische Quinta da Regaleira mit ihrem tiefen Initiationsbrunnen und die Ruine der Maurischen Burg über dem Wald. In der Hochsaison lohnen ein Online-Ticket und ein Besuch unter der Woche. Ebenfalls in Reichweite der Hauptstadt liegen die mondänen Strände von Cascais und die stadtnahe Costa da Caparica.

Die Azoren & Madeira

Weit draußen im Atlantik liegen Portugals Inseln. Die Azoren, neun vulkanische Inseln, erinnern mit Kraterseen wie den Zwillingsseen von Sete Cidades, geothermalen Heißquellen und sattgrünen Landschaften eher an Island als an Iberien; von hier starten Wal- und Delfinbeobachtungen. Madeira, die „Perle des Atlantiks“, verbindet subtropische Gärten, das feingliedrige Netz der Levada-Wanderwege und die Märkte von Funchal — und feiert Silvester mit einem der spektakulärsten Feuerwerke der Welt. Beide Archipele bleiben das ganze Jahr über mild.

Surfen & die Atlantikküste

Portugal ist Europas Surf-Mekka. In Nazaré türmen sich an der Praia do Norte im Winter die größten Wellen der Erde auf, spektakulär zu beobachten vom Fort auf der Klippe. Ericeira ist das einzige World Surfing Reserve Europas, Peniche richtet mit der kraftvollen Supertubos-Welle Weltcup-Events aus, und Sagres in der Algarve bietet ganzjährig Bedingungen für alle Könnensstufen. Wegen der Wassertemperatur gehört ein Neoprenanzug zur Grundausstattung; die besten Riesenwellen rollen von Oktober bis April, die sanftesten Lernbedingungen bietet der Sommer.

Wandern — Madeira, die Rota Vicentina & die Serra da Estrela

Madeiras Levada-Wege folgen jahrhundertealten Bewässerungskanälen durch den UNESCO-geschützten Lorbeerwald — Dutzende Routen vom gemütlichen Spaziergang bis zur luftigen Gratwanderung mit Atlantikpanorama. An der Südwestküste des Festlands führt die Rota Vicentina als Fisherman's Trail über die Klippen und als Historical Way durch Korkeichenwälder. Auf den Azoren umrunden Wege die Vulkankrater, und die Serra da Estrela, das höchste Gebirge des Festlands, trägt im Winter Schnee. Im Norden schützt der Peneda-Gerês als einziger Nationalpark Granitgipfel, Wasserfälle und wilde Pferde.

Die portugiesische Küche & der Fado

Die portugiesische Küche kreist um den Atlantik: Bacalhau, der Stockfisch, soll sich auf 365 Arten zubereiten lassen, dazu kommen im Sommer gegrillte Sardinen, Arroz de Marisco, Piri-Piri-Hähnchen und die grüne Kohlsuppe Caldo Verde — und zum Abschluss ein Pastel de Nata. Beim Wein reicht das Spektrum vom weltberühmten Portwein über den leicht perlenden Vinho Verde, den „grünen Wein“ des Nordens, bis zum Madeira. Den emotionalen Ton setzt der Fado, Portugals melancholische Seelenmusik und UNESCO-Kulturerbe, am schönsten live in einem der Fado-Häuser von Alfama.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Strandurlaub

Die Algarve liefert Europas zuverlässigstes Strandwetter mit über 300 Sonnentagen — goldene Klippen, versteckte Buchten und türkisfarbenes Wasser von Lagos bis Sagres. Dazu kommen stadtnahe Strände bei Lissabon und die vulkanischen Schwarzsandstrände der Atlantikinseln.

Kulturstädte

Lissabon über sieben Hügel, das rauere Porto am Douro, die Märchenpaläste von Sintra, das römische Évora und Coimbra mit einer der ältesten Universitäten Europas — jede Stadt mit ihrem eigenen Charakter und Rhythmus.

Weinreisen

Portwein aus den Kellereien von Vila Nova de Gaia und den Terrassen des Douro-Tals, dazu Vinho Verde aus dem Norden, Alentejo-Rotweine und Madeira-Wein — Portugals Weinkultur reicht von Weltruhm bis zum Geheimtipp.

Wandern

Madeiras Levada-Wege entlang jahrhundertealter Bewässerungskanäle, die Rota Vicentina an der Südwestküste, die Vulkankrater der Azoren und die Serra da Estrela als höchstes Gebirge des Festlands — Routen für jedes Niveau.

Surfen

Portugal ist Europas Surfhauptstadt: die Rekordwellen von Nazaré, das World Surfing Reserve von Ericeira, die Supertubos von Peniche und ganzjährige Bedingungen in der Algarve — für Profis wie für Anfänger.

Inselparadiese

Die Azoren mit ihren Kraterseen und der Walbeobachtung mitten im Atlantik und Madeira als „Perle des Atlantiks“ mit subtropischen Gärten und Levada-Wanderungen — beide ganzjährig mild und in wenigen Flugstunden erreichbar.

Geld & Währung

Geld & Währung
€

Euro (EUR)

Währungscode: EUR

Praktische Geldtipps

Euro (EUR) — Portugal ist Eurozone-Mitglied seit 1999; kein Umtausch für DACH-Reisende nötig (EUR direkt nutzbar); GBP und USD wechselbar bei Banken und Wechselstuben in Lissabon, Porto, Faro; Schweizer Reisende: CHF bei Banken oder Wechselstuben wechseln (kein SEPA für CHF); Multibanco-Geldautomaten: dichtestes ATM-Netz Europas, auch in kleinen Dörfern; beste Strategie: EUR-Abhebung am Multibanco bei Ankunft

Portugal verwendet den Euro (EUR) und ist seit 1999 Mitglied der Eurozone. Deutsche, österreichische und in der Eurozone reisende Schweizer Reisende benötigen keinen Währungswechsel. Schweizer Reisende: CHF bei Banken (Caixa Geral de Depósitos, Millennium BCP, Santander Totta) oder Wechselstuben in Lissabon Baixa oder Porto Aliados wechseln. SEPA-Überweisungen aus Deutschland und Österreich nach Portugal sind gebührenfrei — praktisch für Langzeitaufenthalte. Beste Strategie für alle: EUR-Abhebung am Multibanco-Geldautomaten. Wechselstuben am Flughafen Lissabon oder Porto meiden — Kurse 5–8 % schlechter.

Multibanco — Portugals eigenes, flächendeckendes Geldautomatennetz; außergewöhnlich dicht, auch in kleinen Dörfern und auf Azoren/Madeira; Caixa Geral de Depósitos, Millennium BCP, Santander Totta, Novo Banco, BPI; immer in EUR abheben; Wise und Revolut funktionieren reibungslos; MB Way ist Portugals dominante Mobil-App — erfordert portugiesische Handynummer, Touristen können es nicht nutzen

Multibanco ist Portugals eigenes, flächendeckendes Geldautomaten- und Zahlungsnetzwerk — eines der umfassendsten in Europa. Geldautomaten finden sich in fast allen Dörfern, auf den Azoren und Madeira und sogar in abgelegenen Klöstern bei Sintra. Wichtige Bankautomaten: Caixa Geral de Depósitos (CGD), Millennium BCP, Santander Totta, Novo Banco, BPI. Immer in EUR abheben. Wise und Revolut funktionieren gut an Multibanco-Automaten. MB Way ist Portugals dominierende Mobil-App für Zahlungen und Überweisungen — erfordert jedoch eine portugiesische Handynummer und ein portugiesisches Bankkonto. Touristen können MB Way nicht nutzen.

Hervorragende Karteninfrastruktur — Visa und Mastercard fast überall akzeptiert; Apple Pay und Google Pay hervorragend in ganz Portugal; kontaktloses Zahlen allgegenwärtig; MB Way erfordert portugiesische Handynummer — Touristen können es nicht nutzen; in ländlichen Gebieten gelegentlich Barzahlung bevorzugt; sehr reisenden-freundliche Zahlungsinfrastruktur

Portugal hat eine ausgezeichnete Kartenzahlungsinfrastruktur. Visa und Mastercard werden in nahezu allen Restaurants, Cafés, Geschäften, Hotels und Supermärkten akzeptiert. Apple Pay und Google Pay funktionieren hervorragend in ganz Portugal — kompatibel mit deutschen, österreichischen und Schweizer Banking-Apps. MB Way ist Portugals dominierende Mobil-App, erfordert aber eine portugiesische Handynummer und ein lokales Bankkonto — Touristen können es nicht nutzen. Kontaktloses Zahlen ist allgegenwärtig. Kleine Tascas (Traditionsgasthäuser) in ländlichen Gebieten ziehen gelegentlich Bargeld vor — etwas EUR mitnehmen. American Express außerhalb von Luxushotels weniger akzeptiert.

Erschwinglich außerhalb Lissabons Touristenzentrum und der Algarve: Budget-Gästehaus Porto/Évora/Braga ab EUR 35–60/Nacht; Mittelklassehotel Lissabon EUR 100–200/Nacht; Restaurantgericht EUR 12–25; Pastel de nata EUR 1,20–1,80; Sintra-Palast EUR 10; Douro-Weintour EUR 40–80; Trinkgeld 5–10 % erwünscht, aber nicht obligatorisch; Servicepauschale nicht automatisch berechnet

Portugal bietet hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, besonders außerhalb des Lissabonner Touristenzentrums. Budget-Gästehaus in Porto, Évora oder Braga: EUR 35–60/Nacht. Mittelklassehotel in Lissabon oder Algarve: EUR 100–200/Nacht. Prato do dia (Tagesgericht): EUR 9–14 mit Suppe, Hauptgericht und Getränk — außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Pastel de nata: EUR 1,20–1,80. Sintra Nationalpalast: EUR 10. Azoren: 20–30 % günstiger als das Festland. Trinkgeld: 5–10 % erwünscht und angemessen; Servicepauschale wird in Portugal nicht automatisch berechnet.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

Funktionieren Apple Pay und Google Pay in Portugal?

Ja — Apple Pay und Google Pay funktionieren hervorragend in ganz Portugal, auch auf den Azoren und Madeira. Kompatibel mit deutschen, österreichischen und Schweizer Banking-Apps. Kontaktloses Zahlen ist weit verbreitet in Restaurants, Geschäften und im Nahverkehr.

Was ist MB Way und können Touristen es nutzen?

MB Way ist Portugals dominierende Mobil-App für Zahlungen und Überweisungen, verbunden mit dem Multibanco-Netzwerk. MB Way erfordert eine portugiesische Mobiltelefonnummer und ein portugiesisches Bankkonto — Touristen können MB Way nicht nutzen. Apple Pay, Google Pay und kontaktloses Kartenzahlen sind die besten Alternativen.

Was ist Multibanco?

Multibanco ist Portugals eigenes, interoperables Geldautomaten- und Zahlungsnetzwerk — eines der dichtesten in Europa. Geldautomaten sind selbst in kleinen Dörfern und auf den Azoren und Madeira vorhanden. Das Netzwerk unterstützt neben Bargeldabhebungen auch Rechnungszahlungen, Handy-Aufladungen und Veranstaltungstickets.

Können Schweizer Reisende CHF in Portugal wechseln?

Ja — CHF sind bei Banken und Wechselstuben in Lissabon Baixa, Porto und Faro wechselbar. EUR aus der Schweiz ist direkt nutzbar. Schweizer Reisende können auch Wise oder Revolut nutzen, um EUR am Multibanco-Automaten gebührenfrei abzuheben.

Ist Trinkgeld in Portugal üblich?

5–10 % in Restaurants ist erwünscht und angemessen, aber keine Pflicht — Servicepauschale wird nicht automatisch berechnet. Aufrunden ist für Kaffee und Taxis üblich. In feinen Restaurants ist 10 % angemessen.

Sind SEPA-Überweisungen aus Deutschland und Österreich nach Portugal gebührenfrei?

Ja — Portugal ist in der SEPA-Zone, was bedeutet, dass Überweisungen von deutschen und österreichischen Banken nach Portugal keine zusätzlichen internationalen Überweisungsgebühren anfallen. Praktisch für Langzeitaufenthalte, Ferienwohnungen oder digitale Nomaden.

Ist Lissabon teurer als Porto?

Ja — Lissabon ist im Allgemeinen 20–35 % teurer als Porto für Unterkunft und Gastronomie. Die Algarve im Hochsommer kann ähnliche oder höhere Preise wie Lissabon haben. Porto, Évora, Braga und der Alentejo bieten deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Sind Azoren und Madeira teuer?

Die Azoren sind generell 20–30 % günstiger als das portugiesische Festland — eines der günstigsten Inselreiseziele Europas. Madeira ist in den Preisen ähnlich wie das Festland. Beide Inselgruppen verwenden den Euro und haben gute Multibanco-Netzwerke.

Städte & Planung

Reise planen

Buchungslinks führen zu unserem Partner Trip.com – wir erhalten ggf. eine Provision, ohne Mehrkosten für Sie.

Botschaften & Vertretungen

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich als Deutscher, Österreicher oder Schweizer ein Visum für Portugal — und reicht der Personalausweis?

Nein, ein Visum ist nicht nötig: Als EU-, EWR- oder Schweizer Bürger genießt man volle Freizügigkeit mit unbegrenztem Aufenthalts- und Arbeitsrecht. Für die Einreise genügt sogar der Personalausweis, ein Reisepass ist nicht erforderlich. Erst wer sich dauerhaft niederlässt, meldet sich vor Ort an.

Wann ist die beste Reisezeit für Portugal?

Am angenehmsten sind das Frühjahr (April bis Juni) und der Herbst (September, Oktober): warm, weniger überlaufen und günstiger als im Hochsommer. Juli und August sind heiß, voll und teurer. Die Wintermonate sind mild, im Norden aber regnerisch — während die Algarve und Madeira auch dann noch angenehm warm bleiben.

Wie teuer ist Portugal im Vergleich zu Deutschland, Österreich oder der Schweiz?

Portugal ist spürbar günstiger als der deutschsprachige Raum. In einer traditionellen Tasca isst man solide und preiswert, und auch Kaffee und Unterkünfte sind erschwinglich. Am teuersten sind Lissabon und die Algarve in der Hochsaison; im Landesinneren und im Norden reist man deutlich günstiger.

Lohnt sich die Tram 28 in Lissabon, und worauf muss ich achten?

Die historische Straßenbahn aus den 1930er-Jahren rattert durch die steilsten Gassen und vorbei an Alfama, Baixa und Estrela — ein Erlebnis für sich. Sie ist allerdings oft überfüllt und ein bekannter Ort für Taschendiebe. Am besten fährt man früh am Morgen oder am späten Nachmittag und hält seine Wertsachen dicht am Körper.

Wie besuche ich Sintra am besten?

Sintra liegt rund 30 Kilometer westlich von Lissabon und ist bequem per Zug ab dem Bahnhof Rossio in etwa vierzig Minuten erreichbar. Die Höhepunkte sind der Pena-Palast, die Quinta da Regaleira mit ihrem Initiationsbrunnen und die Maurische Burg. In der Hochsaison sollte man die Tickets online buchen und möglichst unter der Woche kommen, da die Anlagen schnell voll werden.

Wo probiere ich Portwein — in Porto oder im Douro-Tal?

Beides lohnt sich. Die Portweinhäuser liegen nicht in Porto selbst, sondern gegenüber in Vila Nova de Gaia, wo sie Führungen mit Verkostung anbieten — ideal für einen halben Tag. Wer mehr Zeit hat, fährt ins rund zwei Stunden landeinwärts gelegene Douro-Tal, das UNESCO-Welterbe ist, und besucht die Weingüter (Quintas) direkt an den Terrassenhängen, oft verbunden mit einer Bootsfahrt auf dem Fluss.

Wo erlebe ich authentischen Fado?

Fado, Portugals melancholische Seelenmusik, ist UNESCO-Kulturerbe und wird in Lissabon vor allem im Viertel Alfama gepflegt, wo kleine Fado-Häuser Abendessen und Live-Auftritte verbinden. Um zwischen echten Lokalen und Touristenfallen zu unterscheiden, fragt man am besten Einheimische nach einer Empfehlung. Auch Coimbra pflegt eine eigene, studentisch geprägte Fado-Tradition.

Wie sicher ist Portugal?

Portugal zählt zu den sichersten Reiseländern der Welt, und Gewaltkriminalität ist ausgesprochen selten. Das praktische Hauptrisiko für Reisende ist Taschendiebstahl in den touristischen Vierteln Lissabons und in der Tram 28. Mit den üblichen Vorsichtsmaßnahmen ist man auf der sicheren Seite.

Was muss ich in Portugal unbedingt essen?

Ganz oben stehen die Pastéis de Nata, die berühmten Puddingtörtchen, am besten warm und mit etwas Zimt. Dazu kommen Bacalhau in seinen unzähligen Varianten, im Sommer frisch gegrillte Sardinen, Meeresfrüchtereis (Arroz de Marisco) und Piri-Piri-Hähnchen. In Porto probiert man die deftige Francesinha, und überall begleitet ein Glas Vinho Verde oder Portwein das Essen.

Portugal auf der Reiseliste? Vergleichen Sie Hotels und Flüge und buchen Sie in Minuten.

Buchungslinks führen zu unserem Partner Trip.com – wir erhalten ggf. eine Provision, ohne Mehrkosten für Sie.

Nutzen Sie diese Visaja-Seite als Ausgangspunkt und bestätigen Sie geltende Regeln vor der Antragstellung direkt bei der offiziellen Stelle.