Geld & Währung
Geld in Spanien
Aktualisiert: 2026-08-23
Euro (EUR)
Währungscode: EUR
Praktische Geldtipps
Währung: für zwei der drei Märkte kein Thema
Spanien gehört zur Eurozone — Reisende aus Deutschland und Österreich brauchen nichts zu wechseln, es ist dieselbe Währung. Wer aus der Schweiz kommt, hebt Euro am besten direkt am Geldautomaten in Spanien ab: Der Kurs ist fast immer besser als am heimischen Bankschalter oder in einer Wechselstube. Die Wechselstuben in den Touristenlagen — an den bekannten Einkaufsmeilen von Barcelona und Madrid und in den großen Ferienorten — arbeiten mit deutlichen Aufschlägen und sind der teuerste Weg an Bargeld; an den großen Flughäfen sind die Kurse noch ungünstiger.
Geldautomaten (cajeros automáticos)
Automaten stehen in ganz Spanien: in Bankfilialen, Einkaufszentren, an Bahnhöfen, Flughäfen und auch in kleineren Orten. Die wichtigste Einzelregel steht am Bildschirm: Wenn der Automat anbietet, den Betrag „in Ihrer Heimatwährung“ abzurechnen, lehnen Sie ab und wählen Sie Euro — diese bequem klingende Umrechnung ist immer die teurere. Viele deutsche und österreichische Konten heben im Euroraum gebührenfrei ab, andere berechnen je Abhebung eine Pauschale; das steht in den Konditionen und lohnt einen Blick vor der Reise. Für Schweizer Karten kommt je nach Institut ein Fremdwährungsentgelt hinzu — hier spart eine Reisekarte ohne dieses Entgelt spürbar, unabhängig vom Anbieter. Auf kleineren Inseln der Balearen und Kanaren gibt es mitunter nur im Hauptort einen Automaten: vor dem Strandtag abheben, nicht danach.
Karte ja — aber mehr Bargeld als zu Hause
In Städten und Touristenlagen ist Kartenzahlung weit verbreitet, kontaktlos wie per Telefon. Trotzdem hat Spanien eine ausgeprägtere Bargeldkultur als Deutschland oder Österreich, und das trifft ausgerechnet die Orte, wegen derer man kommt: traditionelle Tapas-Bars, Marktstände, Strandlokale, Dorfläden und manche Taxis bevorzugen Bargeld oder verlangen einen Mindestbetrag für die Karte. Das Muster ist verlässlich — in der touristischen Zone funktioniert die Karte überall, zwei Straßen weiter im Viertel zahlt man bar. Ein kleiner Vorrat in kleinen Scheinen löst das für den ganzen Tag.
Trinkgeld ist hier nicht üblich
Hier liegt der häufigste Irrtum dieser Reise: In Spanien ist Trinkgeld nicht üblich — anders als in Deutschland und besonders anders als in Österreich, wo routiniert aufgerundet wird. Es gibt keinen Serviceaufschlag und keine Erwartung; Einheimische lassen allenfalls ein paar Münzen liegen. Wer im Restaurant fünf bis zehn Prozent hinterlässt, gilt bereits als großzügig, und in der Tapas-Bar reicht es, das Wechselgeld liegen zu lassen oder gar nichts zu geben. Im Taxi rundet man auf den nächsten Euro, mehr nicht; für Gepäckträger und Zimmerreinigung ist ein kleiner Betrag in bar üblich. Wer nach mitteleuropäischer Gewohnheit zehn Prozent aufschlägt, tut nichts Falsches — er zahlt nur mehr, als das Land vorsieht.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
Einreiseregeln, Visumarten und praktische Hinweise stehen auf der Seite Spanien.
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