Geld & Währung

Geld in Japan

Aktualisiert: 2026-08-26

Geld & Währung
¥

Japanischer Yen (JPY)

Währungscode: JPY

Praktische Geldtipps

Währung und Wechsel in Japan

Japan verwendet den Japanischen Yen (JPY, ¥). Der Wechselkurs schwankt spürbar — prüfen Sie ihn vor der Reise, denn er entscheidet mehr über Ihr Budget als jede einzelne Preisangabe. An den Flughäfen Narita, Haneda und Kansai sind die Wechselkurse annehmbar und für die erste Bargeldversorgung bei der Ankunft bequem. In der Stadt sind Geldautomaten die bessere Wahl. Japanische Banken wechseln Fremdwährung, aber mit knappen Öffnungszeiten (üblicherweise 9:00 bis 15:00 Uhr, nur werktags) und einigem Papierkram. Die beste Strategie bleibt: Yen mit der internationalen Karte am Automaten eines Convenience-Ladens oder eines Postamts abheben.

Geldautomaten

Automaten japanischer Banken akzeptieren häufig keine ausländischen Karten — das überrascht viele Besucher. Die zuverlässigen Alternativen sind zwei: Die Automaten der Seven Bank in den 7-Eleven-Filialen arbeiten mit praktisch allen internationalen Visa-, Mastercard-, Maestro-, Cirrus- und Plus-Karten, rund um die Uhr und mit englischsprachigem Menü; mit über 25.000 Filialen im Land ist das das dichteste für Auswärtige nutzbare Netz. Die Automaten der Japan Post Bank (Yucho) in Postämtern akzeptieren ebenfalls ausländische Karten und führen ebenfalls durch ein englisches Menü, allerdings mit begrenzten Betriebszeiten. Die Abhebungsgrenze liegt typischerweise bei ¥50.000 bis ¥100.000 je Vorgang. Prüfen Sie vorab die Fremdwährungsgebühren der eigenen Bank: Auf den Umrechnungskurs legen Hausbanken eine Marge, die im Kleingedruckten steht und die eine Mehrwährungskarte in der Regel unterbietet — für Reisende aus der Schweiz mit dem zusätzlichen Wechsel von Franken in Yen fällt das am deutlichsten aus.

Kartenzahlung

Trotz des Hightech-Bildes bleibt Japan deutlich bargeldabhängiger als Deutschland, Österreich oder die Schweiz. Karten werden akzeptiert in Hotels, Kaufhäusern, größeren Restaurants, an den Schaltern der Bahngesellschaften, in Convenience-Läden, bei großen Ketten und in touristisch ausgerichteten Betrieben. Karten werden oft NICHT akzeptiert in kleineren Restaurants und Izakaya, in Ramen-Läden, in Nachbarschaftsgeschäften, bei Tempeleintritten, an Automaten, in vielen Taxis und in ländlichen Betrieben. Die praktische Folge: ¥10.000 bis ¥20.000 in bar gehören immer ins Portemonnaie. IC-Karten (Suica, Pasmo) schließen die Lücke im Alltag — sie funktionieren für Züge, Busse, Convenience-Läden, Getränkeautomaten und einen Teil der Restaurants.

Trinkgeld in Japan

Trinkgeld ist in Japan nicht üblich und kann Verwirrung oder Befremden auslösen. Hervorragender Service gilt als Normalzustand und nicht als Sonderleistung, die eine finanzielle Anerkennung verdient. Also kein Trinkgeld in Restaurants, Bars, Taxis, Hotels, Friseursalons oder sonst wo. Wer Geld auf dem Tisch liegen lässt, muss damit rechnen, dass ihm das Personal auf die Straße nachläuft, um es zurückzugeben. Die wenigen Ausnahmen: In gehobenen Ryokan kann man dem Nakai-san, der Zimmerbetreuung, einen Betrag in einem Umschlag hinterlassen, und bei privaten Reiseleitungen wird ein kleines Geschenk geschätzt — Bargeld dagegen nicht.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

Welche Währung gilt in Japan?

Der Japanische Yen (JPY, Symbol ¥). Scheine gibt es zu ¥1.000, ¥5.000 und ¥10.000, seit 2024 in neuer Gestaltung. Münzen zu ¥1, ¥5 (Messing, mit Loch in der Mitte und als Glücksbringer geschätzt), ¥10, ¥50, ¥100 und ¥500, wobei die ¥500-Münze die wertvollste regulär umlaufende Münze der Welt ist. Japan ist eine Münzgesellschaft — ein Münzfach oder ein kleiner Geldbeutel dafür ist keine Spielerei, sondern täglich im Einsatz.

Wie viel Budget pro Tag braucht man in Japan?

Sparsam Reisende kommen mit ¥8.000 bis ¥12.000 am Tag aus (Kapselhotel oder Hostel, Mahlzeiten aus dem Convenience-Laden, Nahverkehrszüge). Mittelklasse liegt bei ¥15.000 bis ¥30.000 (Business-Hotel, Restaurantbesuche, Eintritte, Fahrten mit der IC-Karte). Gehoben beginnt bei etwa ¥50.000 (Ryokan, Kaiseki-Abendessen, Green Car im Shinkansen). Als Anhaltspunkte: Onigiri ¥120 bis 200, Ramen ¥800 bis 1.200, Sushi-Mittagsmenü ¥1.500 bis 3.000, Kaffee ¥350 bis 500, Business-Hotel ¥8.000 bis 15.000, Ryokan mit Abendessen und Frühstück ab ¥20.000. Was diese Beträge in Euro oder Franken bedeuten, hängt am Tageskurs — rechnen Sie sie vor der Buchung einmal um.

Braucht man in Japan wirklich so viel Bargeld?

Ja. Trotz des Hightech-Bildes ist Japan bargeldabhängiger als der deutschsprachige Raum. Die Kartenakzeptanz hat zugenommen, und große Touristengebiete in Tokio und Kyoto nehmen zunehmend Karten. Aber sobald man einen Ramen-Laden im Viertel, eine kleine Izakaya, einen Tempel, ein Taxi oder ein ländliches Ryokan betritt, ist Bargeld oft die einzige Möglichkeit. Die Automaten in den Convenience-Läden sind dabei die Rettung: rund um die Uhr verfügbar, für alle gängigen internationalen Karten und mit englischem Menü.

Was ist eine IC-Karte und braucht man eine?

IC-Karten wie Suica, Pasmo oder ICOCA sind aufladbare kontaktlose Karten für das gesamte japanische Zug-, Metro-, Bus- und Monorailsystem: beim Ein- und Aussteigen auflegen, der Fahrpreis wird abgebucht. Sie funktionieren außerdem in Convenience-Läden, an Getränkeautomaten, an Schließfächern und in manchen Restaurants. Erhältlich sind sie an Bahnhöfen gegen ein erstattbares Pfand; eine digitale Suica lässt sich auf dem iPhone hinterlegen. Wer die Wiener Jahreskarte oder eine Berliner Umweltkarte gewohnt ist, kennt das Prinzip — nur dass diese Karte auch im Supermarkt zahlt.

Soll man Bargeld schon vor der Abreise wechseln?

Ein Grundstock von ¥10.000 bis ¥20.000 bei der Ankunft ist zu empfehlen — für Zug oder Bus vom Flughafen, die erste Mahlzeit, die IC-Karte und die ersten Ausgaben. Wechseln lässt sich das zu Hause, die Kurse für Yen unterscheiden sich dort allerdings stark; die Wechselschalter in Narita und Kansai sind vertretbar. Für alles Weitere ist das Abheben am Automaten mit der eigenen Karte die günstigste Dauerlösung, gegebenenfalls mit einer Mehrwährungskarte statt der Hausbankkarte.

Ist Japan teuer?

Japans Ruf als teures Reiseland ist überholt, und wie günstig es tatsächlich ausfällt, entscheidet vor allem der Yen-Kurs zum Zeitpunkt der Reise. Eine Schale ausgezeichnete Ramen kostet ¥800 bis 1.200, eine Mahlzeit aus dem Convenience-Laden ¥500 bis 800, ein Business-Hotel ¥8.000 bis 15.000. Teuer sind Unterkünfte in Tokio zur Hochsaison, Ryokan mit Kaiseki-Abendessen, der Bahnpass und Taxis. Günstig sind das Essen auf allen Ebenen, der Nahverkehr, Tempelbesuche (vielfach kostenlos) und Inlandsflüge. Auf jedem Preisniveau bekommt man hier auffallend viel für sein Geld.

Einreiseregeln, Visumarten und praktische Hinweise stehen auf der Seite Japan.

Die Angaben stammen aus der redaktionell gepflegten Missionsdatenbank von Visaja (visaja.com) und werden mit offiziellen Regierungsquellen abgeglichen; das letzte Wort hat immer die Vertretung selbst.