Marokko

Flagge von Marokko

Telefonvorwahl

+212

Hauptstadt

Rabat

Bevölkerung

36,8 Mio. (2024)

Sprachen

Arabisch · marokkanisches Amazigh

Fläche

446.550 km²

Stromnetz

127 V

Steckertypen

Eurostecker · Stecker-Typ E

Fahrseite

rechts

Einheimischer Name

المغرب

Region

Afrika

Nordafrika

Zeitzone

Marokko (Ortszeit)

UTC+01:00

Marokko ist eines der meistbesuchten Länder Afrikas und das nächstgelegene nordafrikanische Reiseziel von Europa — nur 14 km über die Straße von Gibraltar von Spanien entfernt. Für Reisende aus dem DACH-Raum ist Marokko ein Klassiker unter den Fernreisezielen: Marrakesch, Fes, die Sahara, das Atlasgebirge und die Atlantikküste sind in etwa vier Flugstunden ab Wien, München, Frankfurt oder Zürich erreichbar. Die Botschaft Marokkos in Wien und Berlin sowie Generalkonsulate in Düsseldorf und Frankfurt betreuen deutschsprachige Reisende.

Visabestimmungen für Marokko

EU-Bürger und Schweizer können visumfrei für bis zu 90 Tage nach Marokko einreisen. Ein gültiger Reisepass (empfohlen: 6 Monate über den Aufenthalt hinaus) genügt. Für längere Aufenthalte, Arbeit oder Studium ist ein Aufenthaltstitel erforderlich.

Gängige Visumtypen

Visumfreie Einreise (EU/CH)

Bis zu 90 Tage. Gültiger Reisepass erforderlich.

Für Tourismus oder Geschäft.

Wichtige Reisehinweise

  • •Visumfrei für EU-Bürger und Schweizer bis 90 Tage mit gültigem Reisepass.
  • •Währung: Marokkanischer Dirham (MAD). Euro und US-Dollar in Banken und Wechselstuben tauschbar. Geldautomaten in allen Städten. Kartenzahlung in gehobenen Hotels und Restaurants, Bargeld auf den Souks und auf dem Land.
  • •Sprache: Arabisch und Berberisch (Tamazight) sind Amtssprachen. Französisch ist weit verbreitet (de facto zweite Amtssprache). Englisch im Tourismus zunehmend, Deutsch wenig. Grundkenntnisse in Französisch sind für eigenständiges Reisen nützlich.
  • •Beste Reisezeit: Frühling (März–Mai) und Herbst (September–November). Sommer in Marrakesch und der Sahara extrem heiß (40–45 °C). Winter mild an der Küste, kalt im Atlasgebirge.
  • •Sicherheit: Marokko gilt als eines der sichersten afrikanischen Reiseländer. Petty crime in Tourismuszentren auf üblichem Niveau. BMEIA/AA-Reisehinweise vor Reiseantritt prüfen.

Reiseführer

Marokko bietet DACH-Reisenden eine außergewöhnliche Vielfalt: die Königsstädte Marrakesch und Fes mit ihren Medinas und Souks, die Sahara mit Kameltreks und Luxus-Wüstencamps, das schneebedeckte Atlasgebirge zum Wandern und Skifahren, die Atlantikküste mit Surfen in Essaouira und Taghazout, und eine weltberühmte Küche. Direktflüge ab Wien, München, Frankfurt, Düsseldorf und Zürich nach Casablanca, Marrakesch und Agadir machen Marokko zum nächsten exotischen Reiseziel für den DACH-Raum.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Königsstädte und Medinas

Marrakeschs Djemaa el-Fna und Souks, die mittelalterliche Medina von Fes (UNESCO), die Römerruinen von Volubilis und Rabats Kasbah der Udayas. Die Medinas bieten ein sinnliches Eintauchen in marokkanisches Handwerk, Küche und Alltagsleben.

Sahara-Wüste

Die Sahara-Ergs bei Merzouga und M'Hamid bieten Kameltreks, 4x4-Touren und Luxus-Wüstencamps. Sonnenaufgang über den Dünen des Erg Chebbi ist Marokkos ikonischstes Erlebnis.

Atlasgebirge und Trekking

Der Hohe Atlas bietet Trekking zum Jebel Toubkal (4.167 m, höchster Gipfel Nordafrikas), Berber-Dorf-Übernachtungen und das Skigebiet Oukaimeden. Der Mittlere Atlas bei Ifrane und Azrou zeigt Zedernwälder und Berberaffen.

Atlantikküste und Surfen

Essaouiras windiger Strand, Taghazouts Surfspots, Agadirs Resortküste. Marokko ist Europas nächstes erstklassiges Surfziel mit konstanten Atlantikwellen und erschwinglichen Surfcamps.

Küche und Esskultur

Tagine, Couscous, Pastilla, Harira-Suppe, Pfefferminztee. Kochkurse in Marrakesch und Fes, Food-Touren durch die Medinas und Farm-to-Table-Erlebnisse auf dem Land ziehen kulinarische Reisende an.

Geld & Währung

Geld & Währung
DH

Marokkanischer Dirham (MAD)

Währungscode: MAD

Praktische Geldtipps

Marokkanischer Dirham (MAD) — zu Hause nicht erhältlich

Marokkos Landeswährung ist der Marokkanische Dirham (MAD), unterteilt in 100 Centimes. Der Dirham ist eine eingeschränkt konvertierbare Währung: er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz praktisch nicht zu bekommen. Wechseln Sie deshalb erst bei der Ankunft — am Flughafen oder am ersten Geldautomaten. Banknoten gibt es zu 20, 50, 100 und 200 MAD, Münzen zu 1, 2, 5 und 10 MAD. Der Dirham ist an einen Korb aus Euro und US-Dollar gebunden und daher relativ stabil.

Geldautomaten überall in Marokko

Geldautomaten stehen in allen marokkanischen Städten und den meisten Touristenorten zur Verfügung. Visa, Mastercard und Maestro/Cirrus werden flächendeckend akzeptiert — die österreichische Bankomatkarte und die deutsche Girocard (Maestro) funktionieren in der Regel problemlos. Pro Abhebung sind meist 2.000–4.000 MAD möglich. Wichtige Banken sind Attijariwafa Bank, BMCE Bank of Africa, Banque Populaire und CIH Bank. Prüfen Sie vorab die Auslandsgebühren Ihrer Bank.

Kartenzahlung in touristischen Einrichtungen

Visa und Mastercard werden in Hotels, Riads, gehobenen Restaurants, größeren Geschäften, Supermärkten und Tankstellen akzeptiert. Kontaktloses Bezahlen setzt sich in den Städten zunehmend durch. In den Souks, an Straßenständen, in Taxis, in kleinen Pensionen und auf dem Land ist Bargeld nach wie vor das einzig akzeptierte Zahlungsmittel. Für den Alltag in Medinas und Kleinststädten genügend Bargeld mitführen.

Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

Marokko bietet DACH-Reisenden ein außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Essen im lokalen Restaurant kostet 30–80 MAD, ein Tagine im Touristenrestaurant 60–120 MAD, ein Milchkaffee 10–15 MAD, ein frisch gepresster Orangensaft auf dem Djemaa el-Fna 5–10 MAD. Budget-Unterkünfte beginnen bei 200–400 MAD/Nacht, ein Mittelklasse-Riad in der Medina liegt bei 500–1.200 MAD. Eine dreitägige Sahara-Tour kostet 1.000–3.000 MAD pro Person, je nach Komfortniveau.

Euro am Flughafen oder in Wechselstuben tauschen

Lizenzierte Wechselstuben finden sich an allen internationalen Flughäfen, in den Stadtzentren und in Touristengegenden. Banken wechseln Devisen während der Geschäftszeiten (in der Regel Mo–Fr 8:15–15:45 Uhr). Der Euro erzielt den günstigsten Kurs dank Marokkos Nähe zu Europa — Schweizer Franken werden ebenfalls akzeptiert, allerdings mit etwas schlechterem Kurs. Hotels wechseln zwar auch, jedoch zu ungünstigeren Konditionen. Straßenwechsel ist illegal und angesichts des dichten legalen Angebots überflüssig.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

Kann ich in Marokko mit Euro bezahlen?

Vereinzelt akzeptieren gehobene Hotels, Touristenshops und Reiseveranstalter Euro oder US-Dollar, aber der Alltag läuft in Dirham. In Souks, Restaurants, Taxis und im ländlichen Marokko wird ausschließlich in MAD bezahlt. Wechseln oder abheben Sie direkt bei der Ankunft.

Soll ich schon in Deutschland/Österreich/der Schweiz Dirham kaufen?

Nein — der Dirham ist eingeschränkt konvertierbar und bei europäischen Banken und Wechselstuben in der Regel nicht vorrätig. Wechseln Sie am Flughafen bei Ankunft oder heben Sie am dortigen Geldautomaten ab. Die Wechselkurse an marokkanischen Flughäfen sind reguliert und fair.

Ist Trinkgeld in Marokko üblich?

Ja, Trinkgeld ist in Marokko Teil der Alltagskultur. Im Restaurant sind 10 % oder das Aufrunden üblich. Gepäckträger erhalten 10–20 MAD, Zimmermädchen 10–20 MAD pro Tag, Taxifahrer den gerundeten Betrag, Parkwächter 2–5 MAD. Bei Sahara-Touren rechnen Guide und Fahrer am Ende mit Trinkgeld — 50–100 MAD pro Tag und Person sind ein guter Richtwert.

Wie viel Bargeld brauche ich für die Souks?

In den Souks wird nur bar bezahlt. 500–1.000 MAD sind ein praktischer Betrag zum Stöbern und Kaufen. Halten Sie Großscheine getrennt von Ihrem Verhandlungsgeld — ein sichtbar dickes Portemonnaie schwächt Ihre Verhandlungsposition. Den Rest lassen Sie im Riad oder Hotel.

Gibt es Ausfuhrgrenzen für Dirham?

Ja. Maximal 2.000 MAD dürfen bei der Ausreise mitgenommen werden. Fremdwährung unterliegt bei der Einreise keiner Grenze, Beträge über dem Gegenwert von 100.000 MAD sollten aber deklariert werden. Planen Sie, überschüssige Dirham vor dem Rückflug zurückzutauschen — außerhalb Marokkos ist der Kurs sehr ungünstig.

Muss ich auf dem Souk wirklich handeln?

Ja — feste Preise sind in traditionellen Souks die Ausnahme. Händler erwarten Verhandlung, der erste Preis liegt in der Regel beim Zwei- bis Vierfachen des erwarteten Verkaufspreises. Beginnen Sie bei 30–50 % des Ausruferpreises. Bleiben Sie freundlich. Wenn Sie sich nicht einigen, gehen Sie weiter — oft wird man zurückgerufen. In Supermärkten, Apotheken und Restaurants mit Speisekarte gelten feste Preise.

Gibt es Mehrwertsteuer-Rückerstattung für Touristen?

Nein. Marokko hat kein Tourist-Tax-Refund-System. Die 20 % Mehrwertsteuer (TVA) sind im Preis enthalten und nicht erstattungsfähig. Duty-Free-Shops am Flughafen bieten steuerfreie Preise für ein begrenztes Sortiment.

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