Überblick
UNESCO-Altstadt und die Lauben
Bundeshaus und Bundesplatz
Aareschwimmen
Einstein, Museen und Klee
Bärner Platte, Toblerone und Bierkultur
Diplomatenviertel und Bundesstadt
Geschichte
Kultur
Praktisches
Bern ist die Bundesstadt der Schweiz — die faktische Hauptstadt, auch wenn die Bundesverfassung den Begriff bewusst meidet — und zugleich eine der entspanntesten Regierungsstädte der Welt. Ihren Alltag prägt die smaragdgrüne Aare, die die mittelalterliche Altstadt in einer Hufeisenschleife umschließt: Im Sommer lassen sich Bernerinnen und Berner in der Mittagspause flussabwärts treiben, ehe sie an die Arbeit zurückkehren. Hier grenzt das Bundeshaus an ein öffentliches Flussbad, und genau diese Beiläufigkeit macht den Reiz der Stadt aus.
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Die Berner Altstadt ist einer der intaktesten mittelalterlichen Stadtkerne Europas und seit 1983 UNESCO-Welterbe. Die Hufeisenform — von drei Seiten von der Aare umschlossen — bewahrt den Straßenplan des 12. Jahrhunderts, den Berchtold V. von Zähringen 1191 bei der Stadtgründung anlegte. Das prägende Element sind die Lauben: 6 km überdachte Sandsteinarkaden entlang der Hauptgassen (Marktgasse, Kramgasse, Gerechtigkeitsgasse, Postgasse), in das Erdgeschoss jedes Altstadthauses gebaut, sodass das gesamte Einkaufsstraßennetz wettergeschützt ist — das längste solche System Europas. Der Zytglogge, ursprünglich um 1218 als westliches Stadttor errichtet und nach 1405 als Uhrturm umgebaut, steht im Zentrum der Altstadt und zeigt zur vollen Stunde ein vierminütiges Figurenspiel: Bären, Gaukler, Ritter, goldener Hahn, dazu das astronomische Zifferblatt mit Tag, Monat, Tierkreis und Mondphase. Der Käfigturm am westlichen Altstadtrand beherbergt heute das politik-historische Ausstellungszentrum. Die elf Renaissance-Brunnen der Altstadt — der Kindlifresserbrunnen, der Gerechtigkeitsbrunnen an der Rathausgasse, der Mosesbrunnen am Münsterplatz, der Zähringerbrunnen — sind selbst eine Tour wert. Das Straßennetz ist in 90 Minuten zu Fuß abzulaufen; die Lauben erlauben es bei jedem Wetter.
Ja, und es gehört zum Berner Sommer — von Ende Mai bis Anfang September steigt man beim Marzili oder oberhalb beim Eichholz ein und lässt sich am Bundeshaus vorbei flussabwärts treiben. Aber Vorsicht: Die Strömung ist kräftig, das Gletscherwasser bleibt auch im Hochsommer 15 bis 17 Grad kalt, und der Ausstieg an den markierten Stufen ist verbindlich. Ein Aaresack hält die Kleidung trocken und dient zugleich als Auftriebshilfe.
Ja — außerhalb der Sessionszeiten führt das Parlament kostenlos durch das Bundeshaus, auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Die rund einstündige Führung ist online vorab zu buchen, und am Sicherheitseingang ist ein Lichtbildausweis abzugeben. Der Bundesplatz davor trägt den Markt am Dienstag- und Samstagvormittag und im Spätherbst das Lichtspektakel an der Fassade.
Ja — von 1903 bis 1905 wohnte Albert Einstein an der Kramgasse 49, während er am Patentamt arbeitete, und verfasste dort seine Annus-Mirabilis-Arbeiten, darunter die spezielle Relativitätstheorie. Das Einsteinhaus bewahrt die Wohnung im zweiten Stock mit Originalmobiliar; das größere Einstein-Museum liegt im Bernischen Historischen Museum am Helvetiaplatz.
Verkehr und Flughäfen
Tourismus und Reiseführer
Kultur und Festivals
Kostenlose Führungen durch das Bundeshaus außerhalb der Sessionszeiten in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Online-Voranmeldung bis zu 180 Tage im Voraus, gültiger Lichtbildausweis am Sicherheitseingang erforderlich.
Einsteins Wohnung an der Kramgasse 49 (1903–1905), wo er die Annus-Mirabilis-Arbeiten einschließlich der speziellen Relativitätstheorie verfasste. Täglich geöffnet; geringer Eintrittspreis.
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