Thailand · Asien

  • Code:10
  • Typ:Metropolverwaltung
  • Einwohner:5,7 Mio. (2018)
  • Fläche:1.569 km²
  • Höhe:2 m

Einführung

Bangkok ist verwaltungstechnisch eine Sonderverwaltungszone und nicht eine gewöhnliche Provinz nach thailändischem Muster — sie deckt sich räumlich mit der Stadt selbst. Die Bangkok Metropolitan Administration (BMA) verwaltet die 1.569 km² der Innenstadt; die Metropolregion Bangkok (Bangkok Metropolitan Region, BMR), der weitere Pendlerraum, fügt fünf umgebende Provinzen hinzu — Nonthaburi im Nordwesten, Pathum Thani im Norden, Samut Prakan im Süden, Samut Sakhon im Südwesten und Nakhon Pathom im Westen — und bringt rund 17 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner auf etwa 7.800 km² zusammen. Der Blick auf 'Landesebene' ist daher eine Großstadt-und-Tagestour-Geographie, keine Provinz im engeren Sinn. Der Metropolbogen läuft vom Don-Mueang-Korridor in Pathum Thani südlich durch die Suvarnabhumi-Flughafenzone in Samut Prakan; Bang Krachao, die grüne Flussinsel im Chao Phraya, die als 'Lunge Bangkoks' bekannt ist, liegt in Samut Prakan unmittelbar gegenüber dem Stadtgebiet. Der Tagestour-Orbit reicht zum UNESCO-Welterbe Ayutthaya 80 km nördlich, zu den schwimmenden Märkten Damnoen Saduak (Ratchaburi) und Amphawa (Samut Songkhram) 90 km südwestlich, zur Brücke am Kwai bei Kanchanaburi 130 km westlich, und zum Khao-Yai-Nationalpark — Thailands erstem Nationalpark (1962) und einem UNESCO-Welterbe-Waldkomplex (2005) — 165 km nordöstlich. Hua Hin in Prachuap Khiri Khan, 200 km südwestlich an der Bucht von Thailand, ist die natürliche Wochenendverlängerung des Metropolorbits und seit Rama VII. (1926) der königliche Sommerwohnsitz.

Überblick

Die Metropolregion Bangkok (BMR) — Bangkok plus Nonthaburi, Pathum Thani, Samut Prakan, Samut Sakhon und Nakhon Pathom — ist der demografische, wirtschaftliche und luftfahrtmäßige Kern Thailands, mit etwa 17 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern und beiden internationalen Flughäfen des Landes (Suvarnabhumi BKK in Samut Prakan, Don Mueang DMK an der Grenze zwischen Bangkok und Pathum Thani). Die MRT Purple Line verlängert die unterirdische Schiene der Stadt nach Nonthaburi bis Khlong Bang Phai; die BTS Sukhumvit Line erreicht Samut Prakan im Süden bei Kheha; die SRT Red Line (Pendlerbahn, eröffnet 2021 ab Krung Thep Aphiwat als zentralem Hauptbahnhof) deckt den nördlichen Korridor durch Don Mueang nach Rangsit in Pathum Thani ab. Über die BMR hinaus prägt der Tagestour-Orbit, was die meisten mehrtägigen Besucherinnen und Besucher tatsächlich vom 'Landesteil' Bangkok nutzen. Ayutthaya, 80 km nördlich, war 417 Jahre lang siamesische Hauptstadt (1351-1767), bevor sie von den Birmanen zerstört wurde — ihre 289 Hektar an Backstein-und-Stuck-Prang-Ruinen, von Feigenbaumwurzeln umschlungenen Buddhaköpfen (am bekanntesten in Wat Mahathat) und der von einem Wassergraben umgrenzten Altstadt sind seit 1991 UNESCO-Welterbe. SRT-Hauptstreckenzüge ab Krung Thep Aphiwat erreichen Ayutthaya in 90 Minuten ab 20 ฿ in der dritten Klasse. Damnoen Saduak in der Provinz Ratchaburi ist der meistfotografierte schwimmende Markt — 90 Minuten südwestlich mit dem Minivan, am betriebsamsten 8:00-11:00, unbestreitbar touristisch, doch die Kanal-und-Boots-Szenerie ist der Prototyp. Amphawa in Samut Songkhram ist die einheimisch besuchte Wochenendvariante, ein abendlicher schwimmender Markt auf einem aktiven Kanal von Freitag- bis Sonntagnachmittag bis etwa 21 Uhr, mit dem Mae-Klong-Eisenbahnmarkt 4 km entfernt — wo die Verkäufer die Markisen achtmal täglich vor dem durchfahrenden Zug einklappen. Kanchanaburi, 130 km westlich, hält die Brücke am Kwai (die Todeseisenbahn 1942-1943 unter japanischer Besatzung gebaut von alliierten Kriegsgefangenen und asiatischen Zwangsarbeitern; 16.000 alliierte Gefangene und geschätzte 90.000-100.000 asiatische Arbeiter starben), die Hellfire-Pass-Gedenkstätte und die Erawan-Wasserfälle. Der Khao-Yai-Nationalpark, 165 km nordöstlich, ist Thailands erster Nationalpark (1962) und der größte zusammenhängende Wald des inneren Festlands — 2.168 km², die dichteste Wildelefantenpopulation des Landes außerhalb von Khao Sok, und einer von zwei offiziell ausgewiesenen Dark-Sky-Schutzgebieten. Die Eintrittsgebühr für Ausländerinnen und Ausländer beim DNP (Department of National Parks) beträgt 400 ฿; die kühl-trockene Saison November-Februar ist das praktische Reisefenster. Hua Hin (200 km südwestlich) und das eher mittelständische Strandziel Pattaya (150 km südöstlich in Chonburi) bilden die Wochenendverlängerungen des Metropolorbits.

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Die Metropolregion Bangkok — 17 Millionen über sechs Provinzen

Bangkok selbst ist verwaltungstechnisch eine Sonderverwaltungszone (manchmal als 'Special Administrative Area' oder 'Metropolverwaltung Bangkok' übersetzt), regiert vom gewählten Gouverneur von Bangkok und vom Stadtrat aus dem Rathaus von Bangkok an der Ratchadamnoen Klang Avenue, ohne überlagerte Provinzstruktur. Die weitere Metropolregion Bangkok (BMR) — formal das Gebiet 'Bangkok Metropolitan and Vicinity' — fügt fünf umgebende Provinzen hinzu. Nonthaburi im Nordwesten beherbergt die inneren Vororte, die die MRT Purple Line erschließt (eröffnet 2016, von Tao Poon BTS-Anschluss bis Khlong Bang Phai); Pathum Thani im Norden absorbiert einen großen Teil des Universitäts- und Forschungsgürtels (Thammasat University Rangsit Campus, das Asian Institute of Technology, Future Park Rangsit); Samut Prakan im Süden hält den Flughafen Suvarnabhumi, den Heritage-Park Mueang Boran (Ancient Siam, 80 Hektar einzelner Thai-Monumente in Ein-Drittel-Maßstab, in der geographischen Form des Landes angeordnet) und die Küste Bang Pu; Samut Sakhon im Südwesten den größten gewerblichen Fischereihafen Thailands (Mahachai) und die SRT-Mae-Klong-Linie zum Mae-Klong-Eisenbahnmarkt; Nakhon Pathom im Westen das Phra Pathom Chedi, mit 127 Metern höchster buddhistischer Stupa der Welt und ältestes buddhistisches Monument Thailands (vermutlich 1.-3. Jahrhundert in seiner Urform, heutiges Bauwerk 1853-1870 unter Rama IV.). Die BMR vereint 17 Millionen Menschen und etwa ein Drittel des thailändischen Bruttoinlandsprodukts. Die meisten internationalen Besucherinnen und Besucher übernachten im Bangkoker Stadtgebiet, machen aber Tagestouren in die Umlandprovinzen — Ancient Siam in Samut Prakan, das Phra Pathom Chedi in Nakhon Pathom, der Don-Wai-Markt in Nakhon Pathom, die Mahachai-und-Mae-Klong-Eisenbahnmarkt-Sequenz —, sodass die metropolitane Tagestour-Geographie der wesentliche regionale Kontext bleibt.

Bang Krachao und der Suvarnabhumi-Korridor (Samut Prakan)

Bang Krachao ist eine vom Chao Phraya umflossene Flussinsel in der Provinz Samut Prakan — drei Kilometer südlich der Bangkoker Innenstadt im Vogelflug, in Maßstab und Tempo eine andere Welt. Die zwölf Quadratkilometer große Insel liegt in einer übertrieben weiten Flussschleife; bis in die 1970er-Jahre Reis und Obstgärten, ist sie heute eine ausgewiesene Grünfläche mit Mangroven-Wiederherstellung, einem 7 Kilometer langen aufgeständerten Radweg durch das Kronendach, dem Bang-Nam-Phueng-Floating-Market (nur am Wochenende), dem Sri-Nakhon-Khuean-Khan-Park-und-Botanischen-Garten (64 Hektar mit Vogelbeobachtungstürmen) und etwa 6.000 mehrheitlich mon-ethnischen Bewohnerinnen und Bewohnern. Der Standardweg dorthin: Bangkok BTS bis Bang Na, Bus 13 zum Pier Khlong Toei, dann ein 5-minütiger Longtail-Übersetzer für 4 ฿ zum Wat Bang Na Nok auf Bang Krachao. Fahrradverleih am Dorf nahe dem Pier 80 ฿ pro Tag; der zentrale Hochradweg lässt sich in 90 Minuten umrunden — eine zunehmend beliebte Halbtagestour gerade unter deutschen, österreichischen und Schweizer Reisenden mit Mietfahrrad, da die Hitze in der Insel-Mangrovendecke spürbar gedämpft ist. Über Bang Krachao hinaus bietet Samut Prakan den Suvarnabhumi-Flughafenkorridor — der Flughafen wurde 2006 auf 32 km² Aufschüttungsfläche im Bezirk Bang Phli eröffnet — sowie Ancient Siam (Mueang Boran), einen 80 Hektar großen Heritage-Freiluftpark, 1972-1976 in der ungefähren geographischen Form Thailands angelegt, mit Ein-Drittel-Maßstab-Reproduktionen der wichtigsten Monumente in ihren geographischen Positionen; das Erawan-Museum nahebei mit seinem 43 Meter hohen dreiköpfigen bronzenen Elefanten verwahrt private Sammlungen von Buddha-Bildern und asiatischen Antiquitäten. Das Bang-Pu-Erholungsgebiet am Golf von Thailand am südlichen Rand von Samut Prakan ist sonntagsnachmittags ein Wandermöwen-Strand, vor allem für Lachmöwen im November-März.

Ayutthaya — die zerstörte siamesische Hauptstadt (UNESCO 1991)

Ayutthaya war 417 Jahre lang siamesische Hauptstadt, von ihrer Gründung durch Ramathibodi I. 1351 bis zur Zerstörung durch birmanische Truppen unter König Hsinbyushin 1767. Auf ihrer Höhe im 17.-18. Jahrhundert war die Stadt eine der größten der Welt — eine umflossene Insel am Zusammenfluss dreier Flüsse (Chao Phraya, Pa Sak und Lopburi) mit einer geschätzten Bevölkerung von einer Million, Botschaften aus dem Frankreich Ludwigs XIV., der Niederländischen Ostindien-Kompanie und Portugiesisch-Macau und einer Tempelarchitektur, die khmerische Prang-Türme, sukhothai-srilankische Chedi und genuin thailändische Motive verbindet. Nach dem Sack 1767 wurde Bangkok 80 km südlich nach dem ausdrücklichen Modell Ayutthayas neu gegründet. Das heutige Ayutthaya ist die moderne Provinzhauptstadt um die historische Insel; die 289 Hektar des Historic Park sind seit 1991 UNESCO-Welterbe. Die Hauptmonumente: Wat Mahathat (der berühmte von Feigenbaumwurzeln umfasste Buddha-Kopf; das Kloster war ab 1374 königliche Anlage), Wat Phra Si Sanphet (drei identische Chedi mit der Asche dreier Ayutthaya-Könige, das Vorbild für die zentralen Spitzen des Wat Phra Kaew in Bangkok), Wat Chai Watthanaram (die symmetrische Khmer-stilisierte Anlage am Fluss außerhalb der Insel, am eindrucksvollsten zur Stunde des Sonnenuntergangs zu fotografieren), Wat Lokayasutharam (ein 42-Meter-Liegebuddha im Freien) und das 'königliche Areal' neben der Phra-Mongkhon-Bophit-Halle, in der der größte sitzende Bronzebuddha Thailands steht. SRT-Züge ab Krung Thep Aphiwat fahren etwa stündlich nach Ayutthaya, 90 Minuten, 20-220 ฿ je nach Klasse; Minivans ab Mo Chit und vom Nördlichen Busbahnhof brauchen 80-90 Minuten. Fahrradverleih in der Stadt für 60 ฿/Tag ist die effizienteste Art, die Insel zu umkreisen.

Schwimmende Märkte — Damnoen Saduak, Amphawa und Mae Klong

Der schwimmende Markt von Damnoen Saduak in der Provinz Ratchaburi, 90 Minuten südwestlich von Bangkok mit dem Minivan, ist der meistfotografierte der schwimmenden Märkte — seine visuelle Signatur (die beladenen Sampan-Boote, die Frauen in Strohhüten, die Nudelsuppen aus ihren Booten servieren, die Kanal-Restaurants auf Pfählen) ist der Prototyp. Er ist unbestreitbar touristisch: Anreise um 7:30-8:00 Uhr, um den arbeitenden Beginn des Marktes vor den Reisebussen zu erleben; nach 11:00 ist das Verhandeln rein touristisch. Damnoen Saduak verkehrt täglich, ist aber an Samstag- und Sonntagvormittagen am betriebsamsten. Amphawa in der Provinz Samut Songkhram (90 Minuten südwestlich, 60 km näher am Golf von Thailand) ist der einheimisch besuchte abendliche schwimmende Markt — Freitag bis Sonntag vom Nachmittag bis etwa 21:00, von einem realen Kanal in einer realen arbeitenden Stadt. Bootstouren umfassen die Glühwürmchen-Mangroven-Tour zur Dämmerung (Mai-Oktober am stärksten) für 80-100 ฿ pro Person. Der Mae-Klong-Eisenbahnmarkt, 4 km von Amphawa in der Stadt Samut Songkhram, ist die meistbesuchte Bangkoker Tagestour-Kuriosität: Verkäufer stellen ihre Stände und Markisen direkt über die aktiven SRT-Schienen; achtmal täglich kommt der Zug; die Verkäufer ziehen die Markisen zurück, der Zug passiert wenige Zentimeter über den Waren, und die Markisen klappen wieder über die Schienen. Die SRT-Linie Mae Klong-Mahachai ist eine der drei verbliebenen Schmalspurstrecken Thailands und Teil des Erlebnisses. Der Markt von Don Wai in Nakhon Pathom, 90 Minuten westlich von Bangkok, ist die wenig touristische Alternative — ein Tagesmarkt am Tha-Chin-Fluss mit über 200 Garküchenständen, Flusskreuzfahrten zum Wat Rai Khing und authentisch-provinzieller Thai-Küche.

Kanchanaburi — Brücke am Kwai und Todeseisenbahn

Kanchanaburi, 130 km westlich von Bangkok in den Tenasserim-Vorbergen an der Grenze zu Myanmar, ist vor allem für die Brücke am Kwai bekannt — eigentlich am Mae-Klong-Fluss, von dem ursprünglichen Khwae Yai umbenannt, nachdem der Film von David Lean 1957 den falschen Namen weltbekannt gemacht hatte — und für die weitere Todeseisenbahn: die 415 Kilometer lange militärische Bahnlinie, die 1942-1943 von alliierten Kriegsgefangenen und asiatischen Zwangsarbeitern unter japanischer Besatzung gebaut wurde, um japanische Truppen in Burma zu versorgen. Die Bauverhältnisse waren extrem; geschätzt 16.000 alliierte Kriegsgefangene (vor allem Briten, Niederländer, Australier und Amerikaner) und 90.000-100.000 asiatische Arbeiter (Tamilen, Birmanen, Malaien, Javaner, Chinesen) starben. Die Brücke selbst — eine teilweise von alliierten Bombenangriffen 1945 zerstörte und teilweise erhaltene Stahlfachwerksspanne — ist begehbar, mit zwei originalen Abschnitten noch in situ. Das JEATH War Museum am Flussufer in der Stadt zeigt die britisch-australische Kriegsgefangenen-Perspektive; das von Australien finanzierte Hellfire Pass Memorial Museum (eine Gedenkstätte 80 km nordwestlich der Stadt Kanchanaburi an einem besonders harten Felseinschnitt) bietet eine analytischere Geschichte der Eisenbahn und ihrer asiatischen Mehrheits-Arbeiterschaft, mit fortdauernder australischer Erinnerungskultur. Die ursprüngliche Linie verkehrt noch von Kanchanaburi nach Nam Tok, zwei Stunden durch die Berge und über erhaltene Holzviadukte — 100 ฿ Fahrkarte ab Stadt. Über das Kriegserbe hinaus liegen in der Provinz der siebenstufige Wasserfall des Erawan-Nationalparks (am wasserreichsten Juli-Oktober, an Werktagen weniger touristisch), die Bahnstrecke-und-Wasserfälle des Sai-Yok-Nationalparks und der Höhentempel des Tigerhöhlen-Klosters außerhalb der Stadt. SRT-Züge ab Bangkok Thonburi-Bahnhof nach Kanchanaburi zweimal täglich, 2 h 40 min, 100 ฿; Minivans ab Mo Chit etwas schneller.

Khao-Yai-Nationalpark — Thailands erster Nationalpark

Der Khao-Yai-Nationalpark, 165 km nordöstlich von Bangkok in der Provinz Nakhon Ratchasima, war Thailands erster Nationalpark (Ausweisung 1962) und ist der größte zusammenhängende Wald des inneren Festlands — 2.168 km² immergrüner und Dipterocarp-Wald über die südliche Hälfte des Khao-Yai-Massivs. Die UNESCO nahm ihn 2005 als Teil des Dong-Phayayen-Khao-Yai-Forest-Complex auf (der auch die Nationalparks Thap Lan, Pang Sida, Ta Phraya und Dong Yai umfasst, zusammen 6.155 km²). Der Park beherbergt eine für Südostasien auf dieser Breitengrad ungewöhnlich reiche Großsäuger-Gemeinschaft: 200-250 wilde asiatische Elefanten (die dichteste Population des Landes außerhalb von Khao Sok und Kui Buri), Gaurs, Sambar-Hirsche, asiatische Schwarzbären, der seltene indochinesische Tiger (geschätzt unter 20 Individuen) und beachtliche Bestände von Dholen und Nebelpardern. Das Department of National Parks (DNP) erhebt 400 ฿ Eintritt für Ausländerinnen und Ausländer plus 200 ฿ für Privatfahrzeuge; Fahrrad- und Fußzugang von ausgewiesenen Trail-Eingängen ist eingeschlossen. Die Hauptpfade: Haew-Suwat-Wasserfall (der ikonische 25-Meter-Fall, der im Film 'The Beach' 2000 zu sehen ist, erreichbar über einen 1,5 km langen leichten Weg vom Pha-Kluai-Mai-Campingplatz); Haew-Narok-Wasserfall (ein 150-Meter-Dreistufenfall, Thailands höchster, mit 1 km Fußweg plus 1,6 km Treppe); der Pha-Kluai-Mai-Haew-Suwat-Pfad (3 km Dschungel); und der längere 8-km-Khao-Khieo-Pfad zu einem Aussichtspunkt über die von Elefanten und Gaur frequentierten Salzlecken. Die kühl-trockene Saison (November-Februar) ist das praktische Besuchsfenster — die Zufahrtsstraßen aus Pak Chong (und von der Saraburi-Seite) entgehen den schlimmsten Monsun-Überschwemmungen. Pak Chong am nördlichen Parkeingang ist mit SRT-Hauptstrecken-Zügen ab Krung Thep Aphiwat (3 Stunden, 80-300 ฿ je nach Klasse) und Minivans ab Mo Chit (2 h 30 min) erreichbar. Der Park ist offiziell als International Dark Sky Park ausgewiesen, einer von zwei in Thailand. Bemerkenswert für Wein-interessierte mitteleuropäische Reisende: am Khao-Yai-Vorgebirge betreiben mehrere Weingüter wie PB Valley und GranMonte seit den 1990er-Jahren französisch-italienisch beeinflusste Tropenweinbauten, die als 'New Latitude'-Weine vermarktet werden.

Hua Hin und die königliche Seefront-Verlängerung

Hua Hin in der Provinz Prachuap Khiri Khan, 200 km südwestlich von Bangkok am Golf von Thailand, ist der ursprüngliche thailändische königliche Seebadeort — König Rama VII. ließ 1926 hier den Klai-Kangwon-Palast ('Fern den Sorgen') errichten, und seither sommert die thailändische Königsfamilie hier; das gibt Hua Hin einen deutlich anderen Charakter als die Pauschal-Tourismus-Strände von Phuket und Pattaya. Die Stadt bleibt niedrig gebaut (keine Bauten höher als der Palast), mit einem noch arbeitenden Fischerpier am südlichen Buchtende, dem kolonialzeitlichen Sofitel (1923, ursprünglich das Railway Hotel), in dem der königliche Hofstaat absteigt, und einem langen Strandbogen, den die thailändische Mittel-und-Oberschicht für Wochenendausflüge aus Bangkok nutzt. Sehenswürdigkeiten: der 1926 errichtete Klai-Kangwon-Palast (während der Anwesenheit der Königsfamilie geschlossen; der Paradeplatz ist offen), der Cicada Market (Freitag-Sonntag-Abende, eher Design und Handwerk als touristisch ausgerichtet), die Phraya-Nakhon-Höhle mit dem von einem Sonnenstrahl beleuchteten königlichen Pavillon im Khao-Sam-Roi-Yot-Nationalpark (60 km südlich von Hua Hin) und der Bahnhof Hua Hin (1923, mit erhaltenem königlichen Wartesaal). SRT-Züge ab Krung Thep Aphiwat nach Hua Hin verkehren etwa viermal täglich, 4 Stunden mit dem Normalzug, 3 Stunden mit dem Sprinter, 44-242 ฿ je nach Klasse; Minivans vom Sai-Tai-Mai-Busbahnhof brauchen 3-4 Stunden; der tägliche SRT-Special-Express ab Krung Thep Aphiwat ist die praktische Option für eine Freitagabend-Abreise. Hua Hin liegt am Phetkasem-Highway und passt als Halt auf einer längeren Südschleife zum historischen Zentrum von Phetchaburi (40 km nördlich) oder weiter zur Stadt Prachuap Khiri Khan.

Praktischer Regionalverkehr — SRT, Krung Thep Aphiwat, Busbahnhöfe

Bangkoks regionaler und überregionaler Verkehrsknoten reorganisierte sich 2023, als der Krung Thep Aphiwat Central Station (der 26-Bahnsteig-Bang-Sue-Megabahnhof nördlich der Bangkoker Innenstadt) Hualamphong als wichtigste Fernbahnhof ablöste. SRT-Verbindungen verkehren heute als: Northern Line von Krung Thep Aphiwat nach Chiang Mai über Ayutthaya, Phitsanulok und Lampang (Schlafzug bevorzugt — der 18:10-Special-Express ab Krung Thep Aphiwat erreicht Chiang Mai am nächsten Morgen 7:15, klimatisierter Zweite-Klasse-Schlafwagen ab 881 ฿; ein nostalgisch-attraktives Eisenbahnerlebnis für deutschsprachige Reisende, die die Schlafzug-Tradition aus DB-Nightjet-Erfahrung kennen); Northeastern Line nach Nong Khai (Lao-Grenze) und Ubon Ratchathani über Pak Chong (für Khao Yai); Eastern Line nach Aranyaprathet (kambodschanische Grenze für Siem Reap); Southern Line nach Hua Hin, Surat Thani (für Koh Samui), Hat Yai und der malaysischen Grenze. Die SRT Red Line Pendlerbahn (eröffnet 2021) verkehrt von Krung Thep Aphiwat nördlich nach Rangsit (Pathum Thani) und westlich nach Taling Chan. Überlandbusse fahren von drei Terminals: Mo Chit (Nördlicher Busbahnhof, am nördlichen Stadtrand bei Mo Chit BTS) für Chiang Mai, Khao Yai, Ayutthaya und den Nordosten; Ekkamai (Östlicher Busbahnhof, Sukhumvit Soi 40) für Pattaya, Rayong und die Ostküste; Sai Tai Mai (Südlicher Busbahnhof, Borommaratchachonnani Road) für Hua Hin, Phuket, Krabi und den gesamten Süden. Minivans (rot tu) ab Mo Chit verkehren schneller und etwas teurer nach Ayutthaya, Khao Yai, Damnoen Saduak und Hua Hin. Suvarnabhumi (BKK) bietet direkte internationale Flüge nach Phnom Penh, Siem Reap, Vientiane, Luang Prabang, Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt, Yangon, Kuala Lumpur und Singapur in der indochinesischen Subregion; Don Mueang (DMK) bedient dieselben Strecken mit AirAsia und Nok Air zu niedrigeren Tarifen.

Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben

Metropolregion Bangkok

Der 17-Millionen-Einwohner-Metropolraum aus Bangkok plus Nonthaburi, Pathum Thani, Samut Prakan, Samut Sakhon und Nakhon Pathom — von MRT- und BTS-Erweiterungen sowie der SRT Red Line Pendlerbahn erschlossen, mit dem Phra Pathom Chedi in Nakhon Pathom und dem Fischereihafen Mahachai in Samut Sakhon als provinziellen Ankern.

Bang Krachao und Suvarnabhumi-Korridor

Bang Krachao, die grüne Flussinsel in Samut Prakan, mit ihrem 7 km langen aufgeständerten Radweg durch das Mangroven-Kronendach und dem Bang-Nam-Phueng-Wochenendmarkt; der Suvarnabhumi-Flughafenkorridor; Mueang Boran (Ancient Siam) als Heritage-Freiluftpark; das 43 Meter hohe dreiköpfige Bronze-Erawan-Museum.

Ayutthaya — UNESCO-Königshauptstadt

Die siamesische Hauptstadt 1351-1767, ihr 289 Hektar großer Historic Park mit dem von Feigenbaumwurzeln umfassten Buddha-Kopf des Wat Mahathat, den drei königlichen Chedi des Wat Phra Si Sanphet, dem Wat Chai Watthanaram am Fluss zur Stunde des Sonnenuntergangs und der UNESCO-Aufnahme von 1991. In 90 Minuten per SRT ab Krung Thep Aphiwat ab 20 ฿ erreichbar.

Schwimmende Märkte und Mae-Klong-Eisenbahnmarkt

Damnoen Saduak in Ratchaburi als meistfotografierter Kanalmarkt (am besten 7:30-11:00); Amphawa in Samut Songkhram als einheimisch besuchter abendlicher Wochenendmarkt; der Mae-Klong-Eisenbahnmarkt, an dem die Verkäufer ihre Markisen achtmal täglich für den durchfahrenden SRT-Zug zurückklappen.

Kanchanaburi — Todeseisenbahn und Erawan-Wasserfall

Die Brücke am Kwai und die Todeseisenbahn 1942-1943 mit massiven Verlusten unter alliierten Kriegsgefangenen und asiatischen Zwangsarbeitern; die Hellfire-Pass-Gedenkstätte; der siebenstufige Wasserfall des Erawan-Nationalparks; die Originalstrecke noch in Betrieb von Kanchanaburi nach Nam Tok.

Khao-Yai-Nationalpark — UNESCO-Wald

Thailands erster Nationalpark (1962) und größter zusammenhängender Wald des inneren Festlands, 2.168 km² in Nakhon Ratchasima; UNESCO-aufgenommen 2005 als Dong-Phayayen-Khao-Yai-Forest-Complex; 200-250 wilde Elefanten, die Wasserfälle Haew Suwat und Haew Narok; 'New Latitude'-Tropenweinbau auf den südlichen Vorbergen; kühl-trockene Saison als praktisches Besuchsfenster.

Hua Hin — königliche Seefront-Verlängerung

Der ursprüngliche thailändische königliche Seebadeort 200 km südwestlich am Golf von Thailand, mit dem 1926 errichteten Klai-Kangwon-Palast, dem kolonialzeitlichen Bahnhofshotel von 1923 mit erhaltenem königlichen Wartesaal und der Phraya-Nakhon-Höhle mit dem sonnenstrahlbeleuchteten königlichen Pavillon im Khao-Sam-Roi-Yot-Nationalpark.

Praktische Hinweise zur Metropolregion Bangkok und zu den Tagestouren

  • Bangkok selbst ist eine Sonderverwaltungszone (keine Provinz im engeren Sinn); die Metropolregion umfasst Nonthaburi, Pathum Thani, Samut Prakan, Samut Sakhon und Nakhon Pathom mit zusammen rund 17 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern.
  • Krung Thep Aphiwat Central Station (der 2023 in Bang Sue eröffnete Megabahnhof nördlich der Bangkoker Innenstadt) hat Hualamphong als wichtigsten Fernbahnhof abgelöst; SRT-Züge nach Ayutthaya, Khao Yai (Pak Chong), den Westen und Hua Hin starten alle hier.
  • Suvarnabhumi (BKK) liegt in Samut Prakan südlich von Bangkok; Don Mueang (DMK) an der Grenze Bangkok-Pathum Thani im Norden. Der Airport Rail Link von Suvarnabhumi nach Phaya Thai BTS dauert 26 Minuten zu 45 ฿.
  • Ayutthaya ist mit der SRT-Hauptstrecke ab Krung Thep Aphiwat in 90 Minuten erreichbar (20-220 ฿ je nach Klasse) oder per Minivan ab Mo Chit in 80-90 Minuten. Ausländer-Eintritt zum Historic Park 220 ฿ (eintägig); Fahrradverleih in der Stadt 60 ฿/Tag.
  • Damnoen Saduak ist am besten zwischen 7:30 und 11:00 zu erleben, vor den Reisebussen; Amphawa läuft Freitag-Sonntag-Nachmittag bis 21:00 und ist vor allem einheimisch besucht. Der Mae-Klong-Eisenbahnmarkt liegt 4 km von Amphawa in der Stadt Samut Songkhram.
  • Kanchanaburi ist 130 km westlich; SRT-Züge ab Bangkok Thonburi (nicht Krung Thep Aphiwat) zweimal täglich, 2 h 40 min, 100 ฿. Die Originalstrecke der Todeseisenbahn fährt noch von Kanchanaburi nach Nam Tok (2 Stunden, 100 ฿) — der hölzerne Wang-Pho-Viadukt ist das sichtbare Erbe.
  • Khao-Yai-Nationalpark (DNP-Eintritt für Ausländer 400 ฿) wird am besten von November bis Februar besucht; die Zufahrtsstraße ab Pak Chong (3 Stunden mit der SRT ab Krung Thep Aphiwat) führt zum nördlichen Parktor. Wilde Elefanten werden in der Dämmerung und im Morgengrauen häufig auf der Hauptstraße im Park gesichtet.
  • Hua Hin (200 km südwestlich) ist der königliche Seebadeort; SRT verkehrt ab Krung Thep Aphiwat in 3-4 Stunden je nach Klasse, 44-242 ฿. Die Stadt bleibt niedrig gebaut (keine Bauten oberhalb der Höhe des königlichen Palastes von 1926) und ist deutlich weniger verbaut als Phuket oder Pattaya.
  • Mueang Boran (Ancient Siam) in Samut Prakan, 80 Hektar mit Ein-Drittel-Maßstab-Reproduktionen thailändischer Monumente in der geographischen Form des Landes, kostet 700 ฿ Eintritt; per BTS bis Kheha und Gratis-Shuttle oder mit Bus 511 ab Sukhumvit erreichbar. Am Tor wird ein Fahrrad zur Geländeerkundung vermietet.
  • Bang Krachao ist am besten am Wochenende zu besuchen — der schwimmende Markt von Bang Nam Phueng läuft nur samstags und sonntags. Fahrradverleih am Dorf nahe dem Longtail-Übersetzer-Pier 80 ฿/Tag; der zentrale Hochradweg ist in 90 Minuten umrundet.
  • Samut Songkhram, Samut Sakhon und Nakhon Pathom lassen sich als eintägige Bahn-und-Minivan-Schleife unter Nutzung der SRT Mahachai Line ab Wongwian Yai (Bangkok) nach Mahachai, Fähre über den Tha Chin und Mae-Klong-Linie nach Mae Klong kombinieren. Die Reise selbst ist das Erlebnis.
  • Der weitere Dong-Phayayen-Khao-Yai-Forest-Complex erstreckt sich über 6.155 km² in vier Provinzen — Nakhon Nayok, Saraburi, Nakhon Ratchasima und Prachinburi — mit mehreren Zugängen; die südliche Prachinburi-Seite ist die ruhigere Alternative zum betriebsameren Pak-Chong-Zugang im Norden.

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