Vietnam
Vietnam — das S-förmige Land in Südostasien, das sich über 1.650 km entlang des Südchinesischen Meeres erstreckt und zu den aufregendsten Reisezielen der Welt gehört. Hanoi, die Hauptstadt im Norden, bezaubert mit dem Altstadtviertel (36 Gassen, jede nach einem Handwerk benannt), dem Hoan-Kiem-See, dem Ho-Chi-Minh-Mausoleum und einer Streetfood-Szene, die ihresgleichen sucht. Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) im Süden pulsiert als wirtschaftliches Zentrum mit französischer Kolonialarchitektur, dem Wiedervereinigungspalast, dem Kriegsmuseum und einem Nachtleben, das nie schläft. Ha Long Bay — 1.600 Kalksteinfelsen und -inseln, die aus smaragdgrünem Wasser ragen (UNESCO-Welterbe, Bootstouren mit Übernachtung ab 80 EUR). Hoi An — die malerische Altstadt mit Laternen, Schneiderläden und japanischer Brücke (UNESCO). Die Reisterrassen von Sapa im Nordwesten mit den Bergvölkern der Hmong und Dao. Die Kaiserstadt Hue mit der Zitadelle und den Kaisergräbern (UNESCO). Der Mekong-Delta — das "Reiskorn Vietnams" mit schwimmenden Märkten und Kanallabyrinthen. Phong Nha-Ke Bang mit der Son-Doong-Höhle — der größten Höhle der Welt. Phu Quoc — tropische Insel mit weißen Sandstränden. Nha Trang und Da Nang als Badeorte. Die vietnamesische Küche — Pho, Banh Mi, Bun Cha, Cao Lau, Goi Cuon — gehört zu den besten der Welt und ist ein Hauptgrund für die Reise. Vietnam vereint atemberaubende Natur, 4.000 Jahre Geschichte, eine der vitalsten Kulturen Asiens und Reisekosten, die selbst für Budgetreisende bemerkenswert günstig sind.
Visum und Einreise nach Vietnam
Vietnam bietet mehrere Visamöglichkeiten. Deutsche, Österreicher und Schweizer können seit 2023 für bis zu 45 Tage visumfrei einreisen (vorher 15 Tage — verlängert als Teil der Tourismus-Offensivenach COVID). Für längere Aufenthalte: E-Visum (online über evisa.gov.vn) — 90 Tage, einfache oder mehrfache Einreise, Bearbeitungszeit 3–5 Werktage, ca. 25 USD. Alternativ: Visum bei der Botschaft oder Visa on Arrival (VOA) mit Vorabgenehmigungsschreiben eines autorisierten vietnamesischen Reisebüros. Reisepass muss mindestens 6 Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültig sein und mindestens 2 leere Seiten haben. E-Visum: ausdrucken und bei Einreise zusammen mit dem Reisepass vorlegen. WICHTIG: Überziehung der Aufenthaltsfrist wird streng geahndet — Geldstrafen, Abschiebung, mögliche Einreisesperren. Devisenerklärung: Bei Ein- und Ausreise Beträge über VND 15.000.000 oder ausländische Währung über USD 5.000 deklarieren.
Visa-Arten
Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige sowie Bürger vieler anderer Länder (UK, Frankreich, Italien, Spanien, Südkorea, Japan u.a.). Tourismus und Geschäftsreisen. Reisepass mit 6 Monaten Restgültigkeit und 2 leeren Seiten. Kein Vorabantrag nötig.
Wichtige Reiseinformationen für Vietnam
- Ha Long Bay: 1.600 Kalksteinfelsen in smaragdgrünem Wasser — UNESCO-Welterbe und eines der Naturwunder Asiens. Übernachtungskreuzfahrten ab Hanoi (2 Tage/1 Nacht: 80–200 EUR, 3 Tage/2 Nächte: 150–400 EUR). Kajaken zwischen den Felsen, Höhlen besichtigen, auf dem Oberdeck schlafen, Sonnenaufgang über der Bucht. Lan Ha Bay (weniger überlaufen) und Bai Tu Long Bay als Alternativen. Beste Saison: Oktober–April (trocken, kühl). Tipp: 2-Nächte-Tour buchen für entspannteres Erlebnis.
- Hoi An: Die wohl schönste Stadt Vietnams — UNESCO-Welterbe-Altstadt mit Hunderten von Laternen, japanischer überdachter Brücke (1593), chinesischen Versammlungshallen und french-kolonialem Einfluss. Berühmt für Maßschneiderei: Anzüge, Kleider, Schuhe innerhalb von 24–48 Stunden nach Maß gefertigt (Anzug: 80–150 EUR, Kleid: 30–80 EUR). Laternenmarkt am Flussufer am Vollmondabend. An Bang Beach (weißer Sandstrand 3 km vom Zentrum). Fahrrad mieten (1 EUR/Tag) und die ruhigen Reisfelder und Fischerdörfer erkunden.
- Vietnamesische Küche: Eine der besten und vielfältigsten Küchen der Welt — und unglaublich günstig. Pho (Reisnudelsuppe mit Rindfleisch oder Huhn, das Nationalgericht, 1–2 EUR am Straßenstand). Banh Mi (knuspriges Baguette mit Fleisch, Kräutern, Chili — bestes Streetfood der Welt, 0,50–1,50 EUR). Bun Cha (gegrillte Schweinefleischbällchen mit Nudeln, Obama aß es in Hanoi mit Anthony Bourdain). Cao Lau (nur in Hoi An erhältlich). Goi Cuon (frische Sommerrollen). Egg Coffee in Hanoi (Kaffee mit aufgeschlagenem Eigelb — besser als es klingt). Jede Region hat eigene Spezialitäten. Deutsche Reisende sind regelmäßig überwältigt vom Geschmack und den Preisen.
- Kosten: Vietnam bietet ein sensationelles Preis-Leistungs-Verhältnis. Straßenessen: 0,50–2 EUR/Gericht. Restaurant: 3–10 EUR/Person. Hostel/Guesthouse: 5–15 EUR/Nacht. Mittelklasse-Hotel: 20–60 EUR/Nacht. Bier (Bia Hoi, frisch gebrautes Fassbier): 0,20–0,50 EUR/Glas! Inlandsflüge: 20–60 EUR. Nachtzug (z.B. Hanoi–Sapa, Hanoi–Hue): 15–40 EUR. Roller: 5–8 EUR/Tag. Gesamtbudget: 25–50 EUR/Tag komfortabel reisbar.
- Transport: Günstige Inlandsflüge mit VietJet Air, Bamboo Airways, Vietnam Airlines. Nachtzüge (Reunification Express: Hanoi–Ho-Chi-Minh-Stadt, 30+ Stunden — die komplette Länge des Landes). Sleeper-Busse zwischen den Städten (günstig, 5–15 EUR, oft über Nacht). Roller: das Haupttransportmittel der Vietnamesen — mieten ab 5 EUR/Tag (Chaotischer Verkehr, Erfahrung nötig, internationaler Führerschein oft nicht anerkannt, Risiko beachten). Grab (Uber-Äquivalent) in allen Städten: günstig und bequem.
- Sapa und die Bergvölker: Im Nordwesten Vietnams, nahe der chinesischen Grenze. Reisterrassen auf über 1.500 m Höhe, oft in Wolken gehüllt. Heimat der Hmong, Dao, Tay und anderer ethnischer Minderheiten mit traditioneller Kleidung und Handwerk. Trekkingtouren (1–3 Tage, 30–100 EUR inkl. Homestay und Guide). Fansipan — mit 3.143 m höchster Berg Indochinas (Seilbahn oder 2-Tages-Aufstieg). Nachtzug ab Hanoi (6–8 Stunden, Liegewagen 15–30 EUR). Beste Zeit: September–November (Reisterrassenernte, goldene Farben) und März–Mai (Frühjahr, Blüte).
- Sicherheit: Vietnam ist eines der sichersten Reiseländer Südostasiens. Gewaltkriminalität gegen Touristen praktisch inexistent. Hauptrisiken: Taschendiebstahl und Handtaschenraub vom Motorrad (besonders in Ho-Chi-Minh-Stadt — Taschen körpernah tragen, nicht auf der Straßenseite), Verkehrsunfälle (größtes Risiko, Vorsicht als Fußgänger und Rollerfahrer), gelegentliche Touristenabzocke (Taxibetrug — immer Grab nutzen). Wasser: NICHT aus dem Hahn trinken. Eis in Restaurants meist sicher (industriell hergestellt).
- Klima und beste Reisezeit: Vietnam erstreckt sich über mehrere Klimazonen. Norden (Hanoi, Sapa, Ha Long Bay): kühler Winter (Dezember–Februar, 10–18°C), heißer Sommer (Juni–August, 30–35°C). Beste Zeit: Oktober–Dezember und März–April. Zentralvietnam (Hue, Hoi An, Da Nang): Regenzeit September–Dezember (starke Regenfälle, Überschwemmungen möglich). Beste Zeit: Februar–August. Süden (Ho-Chi-Minh-Stadt, Mekong-Delta, Phu Quoc): tropisch warm ganzjährig (25–35°C), Regenzeit Mai–November. Beste Zeit: Dezember–April. Es gibt keine "perfekte" Zeit für ganz Vietnam — die Reiseroute bestimmt den besten Zeitpunkt.
- Überziehung der Aufenthaltsfrist: Vietnam ahndet Überziehungen STRENG. Geldstrafen von 500.000–40.000.000 VND (20–1.600 EUR), mögliche Abschiebung, Einreisesperren für zukünftige Reisen, erhebliche Verzögerung bei der Ausreise. Die britische Botschaft warnt: auch diplomatische Vertretungen können bei Visumverlängerungen NICHT helfen. Aufenthaltsfrist NICHT überschreiten.
- Motorradtour durchs Land: Vietnam ist eines der beliebtesten Länder der Welt für Motorradreisen — die Hai Van Pass-Strecke (Hue nach Hoi An, 21 km Küstenstraße über einen Gebirgspass) ist legendär und wurde von Top Gear als "einer der schönsten Küstenabschnitte der Welt" bezeichnet. Die Ha Giang Loop im äußersten Norden (3–4 Tage, atemberaubende Karstlandschaft, Bergstraßen) ist das neue Highlight für Abenteurer. Easy Rider-Touren mit erfahrenem Fahrer als Guide: Motorrad mit Fahrer mieten statt selbst fahren — sicherer, bequemer und mit lokalen Einblicken.
Reiseübersicht
Vietnam ist eines der aufregendsten Reiseländer der Welt — ein S-förmiges Land, das sich über 1.650 km entlang der Küste erstreckt und dabei eine atemberaubende Vielfalt an Landschaften, Kulturen und Geschmackserlebnissen bietet. Ha Long Bay mit ihren 1.600 Kalksteinfelsen im smaragdgrünen Wasser (UNESCO) gehört zu den großartigsten Naturwundern Asiens — Übernachtungskreuzfahrten mit Sonnenaufgang über der Bucht sind unvergesslich. Hoi An ist die schönste Stadt Vietnams: eine Altstadt (UNESCO) voller Laternen, japanischer Brücken und Maßschneidereien, die Anzüge und Kleider in 24 Stunden fertigen. Hanoi bezaubert mit dem chaotisch-charmanten Altstadtviertel (36 Gassen, jede nach einem Handwerk benannt), der berühmten Egg-Coffee-Kultur und einer Streetfood-Szene, die ihresgleichen sucht. Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) pulsiert als moderne Metropole mit französischer Kolonialarchitektur und Nachtleben. Die Reisterrassen von Sapa im Nordwesten gehören zu den schönsten der Welt — besonders zur goldenen Erntezeit im September-Oktober. Die Kaiserstadt Hue mit ihren Gräbern und der Zitadelle (UNESCO). Phong Nha mit der Son-Doong-Höhle — der größten Höhle der Welt. Das Mekong-Delta mit schwimmenden Märkten. Und die Küche — Pho, Banh Mi, Bun Cha, frische Sommerrollen, Bia Hoi für 20 Cent das Glas — ist Grund genug für die Reise.
Möglichkeiten, dieses Reiseziel zu erleben
Pho (das Nationalgericht, ab 1 EUR), Banh Mi (bestes Streetfood der Welt, ab 0,50 EUR), Bun Cha (Obamas Lieblingsgericht in Hanoi), Cao Lau (nur in Hoi An), frische Sommerrollen, Egg Coffee, Bia Hoi für 20 Cent — Vietnams Küche ist legendär und unglaublich günstig.
Hanois Altstadtviertel mit 36 Handwerksgassen, Hoi Ans Laternen-Altstadt (UNESCO), Hues kaiserliche Zitadelle und Königsgräber (UNESCO), Ho-Chi-Minh-Stadts französische Kolonialarchitektur und der Wiedervereinigungspalast.
Ha Long Bay mit 1.600 Kalksteinfelsen (UNESCO), Sapas Reisterrassen und Bergvölker, Phong Nha mit der Son-Doong-Höhle (größte der Welt), das Mekong-Delta mit schwimmenden Märkten und die Ha Giang Loop im äußersten Norden.
Phu Quoc als tropische Insel mit weißen Sandstränden, Da Nang und Hoi Ans An Bang Beach, Nha Trangs Bucht, Con Dao als unberührtes Inselparadies und Mui Ne für Kite-Surfer — Vietnams Küste erstreckt sich über 3.444 km.
Die legendäre Ha Giang Motorrad-Loop (3-4 Tage atemberaubende Bergstraßen), der Hai Van Pass (von Top Gear als schönste Küstenstraße der Welt bezeichnet), Trekking in Sapa, Kajakfahren in Ha Long Bay und Höhlenexpeditionen in Phong Nha.
Die Cu-Chi-Tunnel bei Saigon, das Kriegsmuseum in Ho-Chi-Minh-Stadt, die DMZ (demilitarisierte Zone) bei Hue, die Kaiserstadt Hue, die Geschichte der Ho-Chi-Minh-Ära in Hanoi — Vietnams jüngere Geschichte ist bewegend und allgegenwärtig.
Geld & Währung
Vietnamesischer Dong (VND)
Währungscode: VND
Praktische Geldtipps
Vorsicht: Geldscheine sehen sich ähnlich
Der vietnamesische Dong hat Scheine bis 500.000 VND (~20 €). Die optische Ähnlichkeit zwischen manchen Scheingrößen — besonders 20.000 VND und 200.000 VND, oder 50.000 VND und 500.000 VND — hat schon viele Reisende teuer zu stehen gekommen. Zähle Wechselgeld und Abhebungen immer sorgfältig nach, bevor du die Kasse oder den Automaten verlässt. Mentaler Trick: 25.000 VND ≈ 1 €.
Geldautomaten verfügbar, aber mit Abhebelimits
Bankomat-Äquivalente (Vietcombank, Techcombank, BIDV, Agribank) gibt es in allen größeren Städten und Touristenorten. Das maximale Einzelabhebungslimit liegt bei 2.000.000–5.000.000 VND pro Transaktion — mehrere Abhebungen pro Tag sind möglich. Die meisten Automaten erheben eine Eigengebühr von 20.000–60.000 VND. Wähle immer die Abbuchung in vietnamesischem Dong, nie in Euro.
Karte in Hotels, Bargeld für alles andere
Visa und Mastercard werden in internationalen Hotels, gehobenen Restaurants und modernen Einkaufszentren in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt akzeptiert. Straßenessen, Busse zwischen Städten, lokale Märkte, Guesthouses auf dem Land und alle kleinen Betriebe verlangen Bargeld. Die QR-Zahlungssysteme MoMo und ZaloPay sind bei Einheimischen Standard, aber für ausländische Reisende ohne vietnamesische Handynummer nicht nutzbar. Girocard oder Maestro funktionieren in Vietnam nicht — nimm eine Visa- oder Mastercardkreditkarte mit.
Trinkgeld: kein vietnamesischer Brauch, aber willkommen
Trinkgeld ist kein fester Bestandteil der vietnamesischen Kultur, wird aber von ausländischen Reisenden in Touristenbetrieben zunehmend erwartet. Im Restaurant 20.000–50.000 VND aufrunden reicht. Für Reiseleiter und Fahrer sind 100.000–200.000 VND täglich angemessen. Massage und Spa: 50.000–100.000 VND. Trinkgeld in kleinen Scheinen belassen — große Scheine statt Kleingeld sind umständlich für Empfänger.
Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.
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