Geld & Währung

Geld in Vietnam

Aktualisiert: 2026-09-19

Geld & Währung
₫

Vietnamesischer Dong (VND)

Währungscode: VND

Praktische Geldtipps

Nullen zählen — ähnliche Scheine sind das eigentliche Risiko

Vietnams Banknoten reichen von 1.000 bis 500.000 Dong, und die praktische Gefahr liegt nicht in der Größe der Zahlen, sondern in den Paaren, die sich ähneln: 20.000 gegen 200.000 und 50.000 gegen 500.000 — ähnliche Farben, getrennt durch eine einzige Null. Fast alle, die hier Geld verlieren, verlieren es durch einen ehrlichen Zählfehler und nicht durch Betrug. Drei Gewohnheiten nehmen beinahe das gesamte Risiko heraus: die Scheine schon beim Erhalten nach Stückelung sortieren und die großen in einem eigenen Fach der Geldbörse verwahren; nachzählen, was der Automat ausgibt, bevor man weitergeht; und sich beim Bezahlen oder beim Wechselgeld nie hetzen lassen. Verkäufer und Fahrer sind es gewohnt, dass Reisende sorgfältig zählen, und warten ab. Erst die Nullen prüfen, dann die Farbe — auf die Reihenfolge kommt es an.

Geldautomaten überall, aber niedrige Limits je Abhebung

Geldautomaten gibt es in den vietnamesischen Städten und Touristenorten reichlich — Geräte von Vietcombank, Techcombank, BIDV und VPBank sind gleichermaßen verbreitet —, und Dong gleich nach der Ankunft abzuheben ist der praktischste Weg zu Landeswährung. Zwei Dinge überraschen Gäste dabei. Erstens liegt der Höchstbetrag je Vorgang meist niedriger, als Reisende erwarten, sodass eine Reise mehrere Abhebungen statt einer einzigen großen braucht; das Gerät zeigt seine eigene Obergrenze an, bevor man bestätigt. Zweitens erheben die meisten örtlichen Banken eine Gebühr je Abhebung, zusätzlich zu dem, was die eigene Bank für die Nutzung im Ausland berechnet — lesen Sie den Hinweis auf dem Bildschirm und die Bedingungen Ihrer Karte, statt von einem Betrag auszugehen. Lassen Sie sich immer in vietnamesischen Dong belasten: Das Angebot des Automaten, gleich in Euro oder Franken umzurechnen (dynamische Währungsumrechnung), ist verlässlich der schlechtere Kurs. Nehmen Sie eine zweite Karte mit, denn dass ein einzelnes Gerät außer Betrieb ist oder eine bestimmte Karte ablehnt, kommt häufig genug vor, um damit zu planen.

Bargeld regiert — Karten nur in den Städten und in Hotels

Visa und Mastercard werden in internationalen Hotels, großen Restaurantketten und gehobenen Geschäften in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt akzeptiert, und dort funktioniert in der Regel auch kontaktloses Bezahlen. Entscheidend ist dabei die Art der Karte: Eine reine Debitkarte aus dem Heimatland — in Deutschland und Österreich die Girocard — wird in Vietnam vielfach nicht angenommen, weshalb eine internationale Visa- oder Mastercard-Kreditkarte ins Gepäck gehört. Außerhalb dieses Rahmens sieht es vollkommen anders aus: auf dem Land, in kleineren Orten, an Garküchen, auf lokalen Märkten, in Überlandbussen und in den meisten Gästehäusern gilt ausschließlich Bargeld. Am meisten überrascht die Lücke beim Bezahlen per Handy — die QR-Codes von MoMo und ZaloPay sind unter vietnamesischen Kunden wirklich allgegenwärtig, doch beide setzen ein vietnamesisches Bankkonto und eine vietnamesische Telefonnummer voraus und bleiben ausländischen Gästen damit verschlossen, so digital der eigene Alltag zu Hause auch sein mag. Betrachten Sie Bargeld hier als das Hauptzahlungsmittel und die Karte als Ausnahme, nicht umgekehrt.

Trinkgeld ist nicht üblich, wird aber geschätzt

Trinkgeld gehört nicht zur vietnamesischen Kultur und wird unter Einheimischen auch nicht erwartet, es gibt also keinen Prozentsatz auszurechnen. In den Touristengebieten allerdings ist ein Trinkgeld von ausländischen Gästen zu einem immer normaleren Teil des Umgangs geworden: das Aufrunden der Rechnung nach gutem Service im Restaurant, etwas für Guide oder Fahrer am Ende eines ganzen Tagesausflugs, ein kleiner Schein für das Personal im Spa oder für den Hotelpagen. Einen festen Betrag gibt es nicht — beurteilen Sie ihn an den örtlichen Preisen und an der Leistung, die Sie tatsächlich bekommen haben. Als Grundsatz bleibt: Trinkgeld ist immer freiwillig, und es nicht zu geben ist nie unhöflich; gemessen an den örtlichen Löhnen wiegt die Geste jedoch schwerer als die Summe.

Hinweis: Prüfen Sie vor der Reise immer aktuelle Wechselkurse. Geldwechsel ist an Flughäfen, in Banken und bei autorisierten Wechselstuben möglich.

Häufige Geldfragen

Welche Währung gilt in Vietnam?

Den vietnamesischen Dong (VND, Zeichen ₫). Scheine gibt es zu 1.000, 2.000, 5.000, 10.000, 20.000, 50.000, 100.000, 200.000 und 500.000, und schon die schiere Zahl der Nullen bringt Erstbesucher durcheinander — genau dort sitzt auch das praktische Risiko, denn 20.000 und 200.000 oder 50.000 und 500.000 sind auf den ersten Blick leicht zu verwechseln. Münzen existieren, sind im Alltag aber kaum im Umlauf. Beim Übergeben und Annehmen von Scheinen langsamer zu werden, bringt mehr, als sich irgendeinen Kurs zu merken.

Werden US-Dollar in Vietnam akzeptiert?

Offiziell sind Zahlungen in Vietnam in Dong abzuwickeln. In der Praxis werden US-Dollar in touristisch geprägten Gegenden vielerorts angenommen — in gehobenen Hotels, in manchen Restaurants, an Grenzübergängen und bei Reiseveranstaltern —, doch der Kurs, den man beim direkten Bezahlen in Dollar bekommt, fällt in der Regel ungünstiger aus als beim Bezahlen in Landeswährung. Sinnvoll ist es, Dong für die täglichen Ausgaben zu halten und Dollar nur als Reserve. Ein verbreitetes Muster: Taxi- und Rikschafahrer bestehen auf Zahlung in Dollar und rechnen dabei zu ihrem eigenen Kurs um — handeln Sie den Preis deshalb von vornherein in Dong aus.

Wie viel Bargeld sollte ich in Vietnam dabeihaben?

Eine einzelne Zahl gibt es nicht — das hängt ganz davon ab, ob die Reise von Garküchen und Gästehäusern lebt oder von Resorts und Abendessen im Restaurant; prüfen Sie bei der Planung also aktuelle Preisvergleiche. Wichtiger als die Summe ist die Mischung: Halten Sie immer einen Stapel kleiner Scheine bereit. Motorradtaxis (xe ôm), Garküchen und kleine Händler können einen großen Schein häufig nicht wechseln, und eine Geldbörse voller hoher Stückelungen lässt Sie genau in den Momenten stehen, in denen es schnell gehen muss. Nach jeder Abhebung bewusst kleine Scheine zurückzulegen ist eine Gewohnheit, die sich lohnt.

Erheben vietnamesische Geldautomaten Gebühren?

Die meisten örtlichen Banken verlangen eine eigene Gebühr je Abhebung, und die Bank zu Hause legt üblicherweise ein Entgelt für die Nutzung im Ausland obendrauf — lesen Sie den Hinweis auf dem Automatenbildschirm und die Bedingungen Ihrer Karte, statt einen Betrag anzunehmen. Die Obergrenzen je Vorgang liegen niedriger, als viele Gäste erwarten, sind aber Terminallimits und keine Tageslimits, sodass mehrere Abhebungen hintereinander möglich sind. Mehrwährungs- und Direktbankkarten von Anbietern wie Revolut, Wise, N26 oder der DKB helfen, die Gebühren der Heimatbank auszugleichen.

Kann ich in Vietnam mit Apple Pay, Google Pay oder kontaktlos bezahlen?

Kontaktloses Bezahlen per NFC funktioniert in internationalen Hotels, gehobenen Restaurants und modernen Handelsketten in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt. Außerhalb dieser Zusammenhänge — an Garküchen, auf Märkten, in Linienbussen, in kleineren Gästehäusern und auf dem Land — bleibt nur Bargeld. Die QR-Codes von MoMo und ZaloPay sind überall, setzen aber ein vietnamesisches Bankkonto voraus und stehen Reisenden damit nicht offen. Halten Sie immer Bargeld bereit.

Ist eine Reise nach Vietnam teuer?

Vietnam gehört weiterhin zu den günstigsten Zielen Südostasiens, und was man fürs Geld bekommt, macht einen großen Teil des Reizes aus. Nützlich sind dabei relative statt absoluter Vergleiche: Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt liegen über dem Niveau der Provinzstädte, die etablierten Küsten- und Kulturziele — Da Nang, Hoi An sowie die Badeorte von Phu Quoc und Nha Trang — liegen dazwischen, und kleinere Orte im Landesinneren sind noch einmal günstiger. Essen an der Garküche ist auf jeder dieser Stufen nach internationalen Maßstäben preiswert. Für aktuelle Zahlen ziehen Sie bei der Planung besser einen frischen Preisvergleich heran als irgendeine veröffentlichte Zahl. Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz heißt das in der Praxis: Das Tagesbudget liegt deutlich unter dem, was eine vergleichbare Reise im eigenen Land kosten würde.

Wie vermeide ich es, die vietnamesischen Stückelungen zu verwechseln?

Das Risiko konzentriert sich auf zwei Paare: 20.000 gegen 200.000 und 50.000 gegen 500.000 — farblich nah beieinander und eine Null auseinander. Praktische Strategien: die Scheine gleich beim Erhalten nach Stückelung sortieren, die großen getrennt in der Geldbörse verwahren und die Zahl der Nullen vor der Farbe lesen. Lassen Sie sich beim Zählen des Wechselgelds Zeit; Verkäufer und Fahrer versuchen nur selten, jemanden zu übervorteilen, doch echte Zählfehler passieren in beide Richtungen, und Langsamkeit verhindert beinahe alle davon.

Wie komme ich am besten an vietnamesische Dong?

Am praktischsten ist es, Dong nach der Ankunft an örtlichen Geldautomaten abzuheben — die Kurse liegen nahe am Mittelkurs, und Geräte stehen überall. Wer US-Dollar in bar dabeihat, geht am besten zu den Goldläden (tiệm vàng) der großen Städte, den Weg, den die Einheimischen kennen; beim Dollarumtausch sind sie oft auffallend konkurrenzfähig. Meiden Sie die Wechselschalter am Flughafen, die durchweg die schlechtesten Kurse bieten, und wechseln Sie kein Geld bei inoffiziellen Wechslern auf der Straße, besonders nicht rund um den Hoan-Kiem-See in Hanoi.

Funktioniert meine Girocard an vietnamesischen Geldautomaten?

Verlassen Sie sich nicht darauf. Die Girocard, in Deutschland und Österreich die übliche Debitkarte, wird an vielen vietnamesischen Automaten nicht angenommen; zuverlässig funktioniert eine internationale Visa- oder Mastercard-Kreditkarte, etwa an den Geräten von Vietcombank, Techcombank und BIDV. Melden Sie Ihrer Bank die Reise vorab an und prüfen Sie die Bedingungen für die Nutzung im Ausland.

Einreiseregeln, Visumarten und praktische Hinweise stehen auf der Seite Vietnam.

Nutzen Sie diese Visaja-Seite als Ausgangspunkt und bestätigen Sie geltende Regeln vor der Antragstellung direkt bei der offiziellen Stelle.