Flagge von China

China

China erstreckt sich über rund fünftausend Kilometer von den Wüsten und Hochgebirgen Zentralasiens bis an die Pazifikküste und umfasst geografisch fünf Zeitzonen, obwohl im Alltag nur eine einzige gilt. Es trägt eine der ältesten durchgehend überlieferten Schriftkulturen der Welt und ist zugleich die zweitgrößte Volkswirtschaft der Gegenwart — eine Kombination, die überall sichtbar wird: Hochgeschwindigkeitstrassen queren Landschaften, die seit Jahrhunderten gemalt werden, und Millionenstädte, die es vor einer Generation so nicht gab, liegen neben Kaiserpalästen und Wüstenoasen. Hongkong und Macau gehören als Sonderverwaltungszonen dazu, führen aber eigene Einreise-, Währungs- und Rechtssysteme.

  • Visumdigitale Einreisekarte
  • HauptstadtPeking
  • WährungCNY ¥
  • ZeitzoneCST (UTC+8)
  • SprachenHochchinesisch · Chinesisch
  • Einwohner1,4 Mrd. (2025)
  • Fläche9.596.961 km²
  • RegionAsien · Ostasien
  • Vorwahl+86
  • Landesname中国
  • Stromnetz220 V
  • SteckertypenStecker-Typ A · Eurostecker · Stecker-Typ I
  • Fahrseiterechts
  • Internet-Domain.cn

Visum und Einreise nach China

China hat sein Visaregime in den vergangenen Jahren deutlich gelockert. Angehörige zahlreicher Staaten — darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz — können derzeit für Tourismus, Geschäftsreisen, Familienbesuche und Transit visumfrei nach Festlandchina einreisen. Die Regelung ist befristet und wird periodisch verlängert und angepasst, weshalb Sie die aktuelle Gültigkeit und die Bedingungen für Ihre Staatsangehörigkeit vor jeder Buchung bei der zuständigen Botschaft oder dem Visa Application Service Center prüfen sollten. Wessen Staatsangehörigkeit nicht erfasst ist, kann bei Weiterreise in ein Drittland stattdessen die 240-Stunden-Transitbefreiung an einer festen Liste zugelassener Einreisehäfen nutzen. Für längere Aufenthalte und für Zwecke wie Arbeit, Studium oder journalistische Tätigkeit ist weiterhin ein vorab beantragtes Visum erforderlich. Unabhängig vom Einreiseweg gilt: Der Reisepass sollte bei Ankunft noch mindestens sechs Monate gültig sein und zwei freie Seiten haben, da ein chinesisches Visum eine volle Seite belegt. Wer nicht im Hotel übernachtet, sondern privat oder in einer Unterkunft ohne eigene Meldung, muss sich innerhalb von 24 Stunden nach Ankunft bei der örtlichen Behörde für öffentliche Sicherheit registrieren — Hotels erledigen das beim Einchecken automatisch. Hongkong und Macau führen eigenständige Einreisesysteme mit eigenen Regeln; eine Einreise dorthin ist keine Einreise nach Festlandchina, und für die Weiterreise aufs Festland brauchen Sie eine eigene Berechtigung.

Visa-Arten

Visumfreie Einreise (erfasste Staatsangehörigkeiten)

Bis zu 30 Tage; die Regelung wird periodisch verlängert

Angehörige erfasster Staaten reisen für Tourismus, Geschäftstermine, Familienbesuche oder Transit ohne Visum nach Festlandchina ein. Deutschland, Österreich und die Schweiz zählen derzeit dazu. Die Liste der erfassten Staatsangehörigkeiten und die Bedingungen werden periodisch angepasst — bestätigen Sie die aktuelle Lage vor der Reise bei der chinesischen Botschaft oder einem Visa Application Service Center.

Touristenvisum (L-Visum)

30 Tage bei einfacher oder doppelter Einreise; 90 Tage bei Mehrfacheinreise

Für Tourismus, Besichtigungen und Besuche bei Freunden oder Familie in Festlandchina. Erforderlich, wenn die visumfreie Regelung nicht greift oder ein längerer Aufenthalt geplant ist. Beantragt wird beim Visa Application Service Center oder der Botschaft, mit Reisepass, Antragsformular, Passfoto, detailliertem Reiseverlauf und Unterkunftsnachweisen.

240-Stunden-Transitbefreiung

Bis zu 10 Tage (240 Stunden); Aufenthaltsgebiet eingeschränkt

Für Transitreisende erfasster Staatsangehörigkeiten mit bestätigtem Weiterflugticket in ein Drittland oder eine dritte Region — vor allem relevant für Staatsangehörigkeiten außerhalb der Visumfrei-Liste. Sie gilt an einer festen Liste zugelassener Einreisehäfen, und der Aufenthalt bleibt auf die jeweils zugelassenen Städte und Provinzen beschränkt.

Geschäftsvisum (M-Visum)

30 bis 90 Tage; einfache oder Mehrfacheinreise

Für geschäftliche Aktivitäten in China: Verhandlungen, Messebesuche — darunter die Kantonmesse in Guangzhou, die größte Handelsmesse der Welt —, Betriebsbesichtigungen und Vertragsabschlüsse. Ein Einladungsschreiben eines chinesischen Unternehmens ist erforderlich.

Studentenvisum (X1/X2-Visum)

X1: Dauer des Studienprogramms; X2: bis 180 Tage

X1 für ein Langzeitstudium von über 180 Tagen an chinesischen Hochschulen, X2 für Kurzzeitaufenthalte, Sprachkurse und Sommerprogramme unter 180 Tagen. Zulassungsbescheid der Hochschule und das jeweilige Zulassungsformular sind erforderlich; bei X1 folgt nach der Einreise eine Aufenthaltserlaubnis.

Arbeitsvisum (Z-Visum)

Einreise plus 30 Tage für die Aufenthaltserlaubnis; danach in der Regel jährlich verlängerbar

Für eine Beschäftigung in China mit gültiger Arbeitserlaubnis, die der Arbeitgeber vorab beantragt. Nach der Einreise ist innerhalb von 30 Tagen eine Aufenthaltserlaubnis bei der örtlichen Behörde für öffentliche Sicherheit zu beantragen.

Besuchsvisum für Angehörige (Q- und S-Visum)

Q2 und S2: bis zu 180 Tage; Q1 und S1: Langzeitaufenthalt mit Aufenthaltserlaubnis

Q1 und Q2 für Besuche bei chinesischen Staatsangehörigen oder zur längeren Familienzusammenführung, S1 und S2 für Besuche bei Ausländern, die in China arbeiten oder studieren. Einladungsschreiben und Nachweis des Verwandtschaftsverhältnisses sind erforderlich.

Reise-Guides

China bereist man nicht einmal, sondern mehrfach: Seine Regionen verhalten sich wie eigene Länder, und zwischen Pekings kaiserlicher Achse, den Karstgipfeln des Südens und den Wüstenoasen des Westens liegen Entfernungen wie zwischen Lissabon und Moskau. Der Hochgeschwindigkeitszug hat diese Distanzen weitgehend eingeebnet und verschiebt damit die eigentliche Planungsfrage: nicht, wie Sie hinkommen, sondern welches China Sie diesmal sehen wollen. Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen drei Alltagssysteme dazu, die anders funktionieren als gewohnt — Bezahlen, Internet und Sprache —, alle drei vor dem Abflug lösbar.

Hongkong und Macau

Sonderverwaltungszonen Chinas – eigene Einreiseregeln: Ein China-Visum gilt dort nicht.

Flagge von Hongkong
Hongkong

Sonderverwaltungszone Chinas

Eigene Visabestimmungen · Hongkong-Dollar (HKD)

Reiseführer
Flagge von Macau
Macau

Sonderverwaltungszone Chinas

Eigene Visabestimmungen · Macau-Pataca (MOP)

Reiseführer

Botschaften & Vertretungen

Häufig gestellte Fragen

Brauchen deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige ein Visum für China?

Für Aufenthalte bis 30 Tage zu touristischen, geschäftlichen oder familiären Zwecken derzeit nicht — alle drei Staatsangehörigkeiten sind von Chinas visumfreier Regelung erfasst. Die Regelung ist allerdings befristet und wird periodisch verlängert und angepasst, weshalb Sie ihre Gültigkeit für Ihre Staatsangehörigkeit vor jeder Buchung prüfen sollten. Längere Aufenthalte sowie Arbeit, Studium über 180 Tage und journalistische Tätigkeit erfordern weiterhin ein vorab beantragtes Visum.

Reicht der Personalausweis, oder brauche ich einen Reisepass?

Für China brauchen Sie in jedem Fall einen Reisepass — der Personalausweis, mit dem innerhalb der EU und im Schengenraum vieles geht, genügt hier nicht. Der Pass sollte bei Ankunft noch mindestens sechs Monate gültig sein und zwei freie Seiten haben, da ein chinesisches Visum eine volle Seite belegt. Das gilt auch dann, wenn Sie unter der visumfreien Regelung einreisen.

Zählt die Einreise nach Hongkong oder Macau als Einreise nach Festlandchina?

Nein — beide sind Sonderverwaltungszonen mit vollständig eigenen Einreisesystemen, in die deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige jeweils bis zu 90 Tage ohne Visum einreisen. Wer von dort auf das Festland weiterreist, braucht dafür eine eigene Berechtigung: die visumfreie Regelung oder ein separates Visum. Auch Währung und Rechtssystem sind dort eigenständig.

Sollte ich individuell reisen oder eine organisierte Rundreise buchen?

Individuell zu reisen ist in China leichter, als sein Ruf vermuten lässt, sobald drei Dinge vor dem Abflug erledigt sind: eine Bezahl-App mit hinterlegter Karte, Offline-Karten und ein Offline-Sprachpaket. Das Bahnnetz ist hervorragend, und die Beschilderung an großen Bahnhöfen und Sehenswürdigkeiten ist zweisprachig. Eine begleitete Reise lohnt vor allem für abgelegene Routen im Westen, für Gruppen mit knappem Zeitbudget und für alle, die sich mit der Sprachbarriere unwohl fühlen.

Welche Region eignet sich für eine zweite China-Reise?

Wer die klassische Runde kennt, findet die größten Kontraste im Westen und im Süden: der Seidenstraßen-Korridor durch Gansu als lineare Überlandreise, Yunnan mit Reisterrassen, Schluchten und dem Übergang ins Hochland, oder Hainans tropischer Süden. Auch das Essen lohnt eine eigene Reise: Eine Route entlang zweier oder dreier Regionalküchen ergibt einen völlig anderen Aufenthalt als eine Route entlang der Sehenswürdigkeiten.

China auf der Reiseliste? Prüfen Sie die Einreise-Optionen und stellen Sie den Antrag online.

Digitale Einreisekarte beantragen

Nutzen Sie diese Visaja-Seite als Ausgangspunkt und bestätigen Sie geltende Regeln vor der Antragstellung direkt bei der offiziellen Stelle.